Mundraub

30. August 2010

Wieder einmal eine flotte Idee, die in der Weite des Internets geboren wurde. Mundraub.org

Die Frage, warum in Parks, öffentlichen Gräten und Alleen nur selten Kirsch- oder Apfelbäume stehen, findet meist die Antwort, dass man sie ja dann abernten müsste, wenn das Obst reif ist. Sonst träte man auf das Ergebnis und das sei im Zweifel nicht nur matschig unschön sondern kann auch schmerzhafte stechende Folgen haben.

Also muss, kann und darf man ernten. Das ist das Tolle! Mundraub.org kümmert sich genau darum: Wo gibt es Bäume und Sträucher, die abgeerntet werden können? Auf der entsprechenden GoogleMap können erntereife Bäume und  abgeerntete  eingetragen werden.

Die Karte (Ausschnitt links) zeigt allerdings einmal mehr, wie zurückhaltend unser Raum an Ems und Vechte von derartigen Internetideen durchdrungen ist. Als ob es hier keine derartigen Obstpflanzen gäbe. Also, macht mal.

Übrigens: Wahre Mundräuber, heißt es auf der Internetseite,

1. gehen behutsam mit den Bäumen, der umgebenden Natur und den dort lebenden Tieren um
2. lassen beim leisesten Zweifel über die Freigabe eines Baumes die Finger von den Früchtchen,
3. und haben Freude daran, dem fruchtigen Ort etwas zurückzuschenken – sei es einfach durch ein gutes Gespräch rund um kostbares Obst, einen Besuch im nahegelegenen Hofladen oder Café oder sogar durch ein Engagement bei der Pflege von Obstbäumen.

2 Antworten to “Mundraub”

  1. ulrike said

    Die Karte ist leider viel zu grob.In Lingen gibt es mehrere Stellen,die öffentlich zugänglich Obstbäume tragen,die werden auch im Herbst geerntet,meist als Fallobst und viel von ausländischen Familien,die Original-Lingener scheinen sich nicht zu trauen. Soweit ich weiß,sind Obstbäume als seitliche Bepflanzung an Straßen auch für die Allgemeinheit gedacht.Ich kenne tolle Stellen mit gelben Pflaumen!Bin mir nicht sicher,ob ich die verrate.

  2. Ulrike, die Karte ist nicht „zu grob“. Man kann sie nämlich vergrößern, wenn man die Webseite von mundraub.org anklickt. Trag doch einfach die Lingener Plätze ein.
    ps Den Mirabellenbaum in der Burgstraße 26/28 meinste aber nicht – oder?

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