Original

28. August 2010

Keine Frage, Jens Beeck kann Oberbürgermeister. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass Ralf Büring mit Beeck auch kann. Der Erste Stadtrat wäre also bei einem Erfolg des selbstbewussten Beeck genauso aus Lingen weg wie bei einem erfolg von Hans-Josef Leinweber (CDU), der einfach nicht genug kann, um Büring zu halten. Auch ein Bundesligatrainer  würde es nicht akzeptieren, platzierte man einen Bezirksligatrainer vor ihm. Zurück zu Beeck:  Im spät begonnenen Beeck’schen Wahlkampf fällt mir doch auf, welche Plakate der Mann aus Damaschke (nicht) aufstellt.

Was ist Original und was ist Fälschung? Haben Sie eine Idee? Sonst raten Sie einfach mal!

38 Antworten to “Original”

  1. Katharina said

    Fälschung oben,
    Original unten.

    Parteilos ist halt „in“.

  2. Thomas said

    Fälschung oben, Original unten – ist zumindest mein Tipp aus der Ferne.

    Die farbliche Gestaltung ist ohnehin eindeutig, wozu braucht es denn explizit ein Logo.

    Und mal ehrlich, Robert, bis doch ein kluges Köpfchen….als Wahlkampfmanager von Jens Beeck hättest Du es doch exakt auch so empfohlen, oder?

    Die Analyse zu Jens Beeck (kann OB), Hans-Josef Leinweber (kann nicht genug …) und Ralf Buering (da fehlt Deine persönliche Einschätzung der Qualität) finde ich gut und bemerkenswert.

    „Der Mann aus Damaschke“ heisst uebrigens Jens Beeck, und Ihr kennt Euch persönlich. Eine solche Betitelung gefällt mir ehrlich gesagt nicht.
    Es gab auch mal einen „Professor aus Heidelberg oder so“.
    Das darf man schon etwas respektvoller formulieren.

  3. Meine Einschätzung Bürings? Macht einen sehr guten Job und ist die ideale Besetzung, um das Rathaus professionell zu managen. Deshalb kann sich die künftige Oberbürgermeisterin auf die strategischen Fragestellungen konzentrieren. 😀

  4. Thomas said

    Nicht uebel. Deswegen sollten wir doch einfach mal Wahlbörse spielen. Was ist denn Dein Wahltipp (vor der möglichen Stichwahl)?

    Um es Dir leichter zu machen, hier mein Tipp:
    – Leinweber knappe 50%
    – Krone 10-15%
    – Fenslage & Kuester, zusammen 5-10%
    – Stueting 10-15%
    – Beeck 10-15%

  5. kib said

    Robert, Selbstbewusstsein ist ja zunächst einmal nicht zwingend nachteilig. Mangelnder Kompetenz des Vorgesetzten könnte eher für Frustration sorgen. Was konkret veranlasst Dich zu der Annahme, dass Ralf Büring bei einem Wahlsieg von Jens Beek das Handtuch wirft?

    • Jochen S. said

      vollkommen hypothetisch, was Beeck betrifft.

      Übrigens hatte ich anläßlich Heimaturlaub unter der Woche mal die Gelegenheit, den hier gerne als „Dorfbürgermeister“ für zu leicht bewogenen Herrn Leinweber in Augenschein und auch ins Kurzinterview nehmen zu können.

      Mein Fazit: ein bodenständiger (höhö, gleich gibts Kloppe für den Begriff), sehr vernünftiger Mensch, der „mit den Leuten kann“, auch kritischen Fragen nicht ausweicht (wobei da natürlich wie bei allen anderen Kandidaten auch letztlich nur allgemein und ausweichend geantwortet wird).

      Büring (den ich nicht kenne und daher auch nicht einschätzen kann) dürfte Profi genug sein, um sich mit Leinweber arrangieren zu können. Ob er „Bock“ auf eine OB-Azubine hat, bleibt dahingestellt. 😀

      Prognose: Wird es Leinweber, bleibt Büring.

      Also bleibt er. Gut so 🙂

  6. Thomas said

    Leinweber bekommt nie im Leben 50%. Das kleine hausbackene Dorfbürgermeisterchen hat das Charisma eines AOK-Geschäftsstellenleiters. Das erwarten die Lingener mehr.

    Beeck ist sicherlich ein ernstzunehmender Kandidat. Frustrierte CDUler haben aber sicherlich ein Problem damit, dass seine Lebensplanung weder Frau noch Kind vorsieht.

    Übrigens hat Leinweber zwar eine Frau, aber kein Kind (jedenfalls habe ich dazu keine Informationen finden können). Ich finde es höchst bedenklich, wenn Politiker keine Kinder haben, aber meinen unsere Zukunft gestalten zu müssen. Da reden die Blinden von der Schönheit der Farben der Welt.

    Mein Tip (vor Stichwahl):
    Leinweber 30%
    Stüting 25%
    Krone 20%
    Beeck 15%
    Küster/Fenslage 10%

    • Tobias said

      Lieber Thomas,

      ich weiß es nicht selber – ich habe ihn nicht gefragt – aber es gibt auch Paare, die keine Kinder bekommen können.
      Ich sehe Krone in der Stichwahl und nicht Frau Stüting.

      Grüße

    • Jürgen said

      Thomas,
      ihre Vorurteile stinken zum Himmel. Können Sie sich vorstellen, dass ein Paar Kinder bekommen möchte, aber aus gesundheitlichen Gründen es nicht können.
      Ist der Mann, die Frau jetzt verpflichtet sein poltischen Mandat niederzulegen bzw. sich arbeitlos zu melden, weil er/sie ihren Beruf-Politikerjob wegen Kinderlosigkeit verlieren.

      • Thomas said

        Ich bin der festen Überzeugung, dass man seine Entscheidungen sorgfältiger trifft, wenn man Kinder hat, die von den Ergebnissen dieser Entscheidungen in der Zukunft betroffen sind. Ein Kernproblem in unserem Land und auch in unserer Stadt ist doch die demographische Entwicklung. Es werden Schulden auf Kosten der nachfolgenden Generationen gemacht, Atomkraft auf Risiko der Kinder, Enkel, Urenkel … betrieben. Jemand der keine Nachkommen hat tut sich leichter rücksichtslos Entscheidungen zu treffen um im hier und jetzt kurzfristig seine eigenen Vorteile zu erreichen.

        Ob ein OB Kandidat schwul ist oder nicht ist seine Privatangelegenheit. Ob die Politik dadurch zwangsläufig besser ist wage ich aber zu bezweifeln.

    • Michael said

      Was genau bedeutet das, wenn es heißt „dass [Jens Beeks] Lebensplanung weder Frau noch Kind vorsieht“? Mag er keine Frauen und Kinder? Oder ist er anderweitig orientiert?
      Das frage ich aus reiner Neugier, nicht aus dem Willen heraus, ggf. diskriminieren zu wollen!

    • Thomas said

      Das Thema driftet doch ein wenig ab.

      M. E. wird ein(e) OB gesucht, kein(e) Familien- oder Jugenbetreuer/in.

      Gestaltungsfähigeit hat meiner Erfahrung nach recht wenig mit Geschlecht, Nationalität, Familienstand etc. zu tun.

      Im Vordergrund sollten Fähigkeiten, Ideen, Persönlichkeit und Programm stehen.

    • N. Naumann said

      Wenn man gute Politik macht ist es doch völlig wurst,
      ob man alleine oder mit Mann, Frau, Kind, Kegel oder Dackel zusammenlebt.
      Wenn man schlechte Politik macht,
      nutzt auch eine ach so gern vorgeführte „heile Familie“ und der sonntäglich zelebrierte Kirchgang nichts.
      Ich sorge mich weniger
      um die Lebensplanung des Herrn Beeck, als um die
      Gedankengänge mancher Blogger hier.
      Ist es doch jedem mündigen Bürger unseres Landes selbst überlassen,
      wie seine Lebensplanung aussieht.

      @Tobias: ich sehe auch Herrn Krone in der Stichwahl

    • Meckie said

      An Thomas –
      (schreiben auf dieser Seite hier eigentlich 2 Personen mit dem Namen Thomas?)

      Zu der Aussage: „Übrigens hat Leinweber zwar eine Frau, aber kein Kind (jedenfalls habe ich dazu keine Informationen finden können). Ich finde es höchst bedenklich, wenn Politiker keine Kinder haben, aber meinen unsere Zukunft gestalten zu müssen…“ kann ich nur sagen:

      Einfach schrecklich!

      Meckie.

      • Frank O. said

        Es gibt/gab so einige Politiker in Berlin die bereits mehrfach verheiratet waren oder sogar Schwul sind. Dürfen diese auch nicht antreten weil sie keine Ahnung von Familienpolitik haben?
        Darf ein Politiker der keinen Führerschein hat nicht antreten weil er keine Ahnung vom Straßenverkehr hat?
        Ich drehe den Spies sogar um und behaupte das ein Politiker ohne Kinder in der Jugendpolitik besser ist, weil einer mit Kinder ist doch befangen.

        …und nun?

      • Thomas said

        Hallo Meckie,

        es schreiben tatsächlich 2 Thomas´, die offenbar sehr unterschiedlich sind.

        Der eine hat heute noch mal nachgelegt, geht davon aus, dass Kinderlose tendenziell ruecksichtslosere Entscheidungen fällen.

        Das ist schon keine gewagte These mehr, das ist blanker Schwachsinn.

    • Michael said

      Nur zur Klarstellung:

      Ich hätte überhaupt kein Problem damit, wenn der Lingener OB schwul wäre – ganz im Gegenteil! Das wäre für mich ein klares Zeichen, dass die Mehrheit der Emsländer tatsächlich in der Neuzeit angekommen ist.

      Übrigens: Ich bin selbst schwul, lebe mit einer Dackeldame zusammen – und das ist gut so.

  7. Frank O. said

    Ich habe mich heute nun auch endlich etwas mit Kanidaten der OB-Wahl beschäftig und bin doch ziemlich erstaunt.

    So hatte ich Herrn Leinweber -nach Sicht der Plakate- immer für viel älter gehalten.Ich dachte immer er wäre auch einer dieser spätpubertierenden Rentner, die auch im Ruhestand allen nochmal zeigen wollen das sie es noch drauf haben. Halt so einer wie die CDU ihn gerne in den Ring stellt. Erstaunt war ich dann das er erst 54 Jahre ist und auch wo man Herrn Leinweber überall findet. Ob Twitter, Facekook, StudiVZ oder MeinVZ…überall gibt es etwas von oder über Herrn Leinweber. Auf den ersten Eindruck scheint er sich da besonders an die jugen Wähler zu heften. Ob das nach der Wahl auch noch so ist???

    Frau Stüting ist natürlich auch bei Facebook und Twitter vertreten. Da ich dann heute das erste Mal bei Twitter war, verwirrte mich zuerst einmal das Frau Stüting der JU folgt. Nach einigem rätseln begriff dann auch ich, das sie wohl nur den Twitter-Einträgen der JU folgt. (so hoffe ich zumindest) Besonders gefallen hat mir der Lenbslauf bei Facebook. So wußte man gleich mit wem man es zu tun hat.

    Bei Herrn Wilfried Fenslage mußte ich dann schon ganz schön suchen um etwas privates über ihn zu erfahren. Da gab selbst Google nur Seiten wie -dasoertliche- und einige andere unbedeutende preis.

    Herr Dieter Krone twittert zumindest auch und als ich ihn dort unter „KronefürLingen“ gefunden hatte, erkannte ich auch anhand seiner Fotos sofort das sein Name wohl Programm ist und er zumindest auf den Fotos profiliert als wäre er der Prinz der auf den Thron wartet. Können aus Prinzen eigentlich auch Frösche werden??
    Übrigens gibt es bei Youtube auch ein Video vom Infostand von Herrn Krone(wurde bereits 300 mal angeklickt).Allerdings wurde das hinzufügen von Kommentare bei dem Video deaktiviert. Warum nur??

    Bei Herrn Jens Beeck erging es mir ähnlich wie schon bei Herrn Fenslage. Außer einigen Presseberichten war hier nichts beeindruckendes zu finden. Ob mir das was sagen sollte??

    Bleibt noch Herr Jörg Küster. Tja, wenn es die Wahl jetzt nicht geben würde…..hätte ich über den wohl fast gar nichts im Netz gefunden. So weiß ich über ihn erstmal nur das seine Partei Bilder auf ihre HP stellt und dabei nicht auf Rechte anderer achtet.

    Ich habe hier natürlich darauf verzichtet die HPs der jeweiligen Partei anzugeben, auf der natürlich alle zu finden sind.

    Nun, was habe ich aus meiner Suche gelernt und was nehme ich mit?

    1. Ich weiß jetzt wie Twitter geht und finde es doof!
    2. Ich weiß weiterhin nicht wen ich wählen soll.
    3. Das es erstaunlich ist wie manche Menschen ihr Leben verändern für eine Wahl.
    4. Sinnloses suchen vergeudet nur Zeit.

    ….übringens ….waren alle Nammen über google auch in einem Blog eines gewissen Robert K. zu finden.
    Wer mag das nur sein?? hmmm..ich suche noch mal..

  8. Küster said


    Ich weiß ja nicht warum hier zensiert wird wenn Frank O. über Kandidaten wissen möchte!

    • Frank O. said

      Sehr geehrter Herr Küster,
      Vielen Dank für ihre Bemühungen aber ich hatte bereits an anderer Stelle vernommen das sie schon über 200 Lieder geschrieben haben und doch keine Noten lesen können.
      Interessieren würde mich jedoch warum ihr Lenbenslauf (der von Carsten Primke und Karsten Stöber auf der HP ihrer Partei) mit ihrer Ankunft 1996 in Lingen endet??
      Gerade den Wähler würde doch interessieren was sie gemacht haben seit sie in Lingen sind. Hier steht nur was sie vorher gemacht haben. Ich gehe doch einmal davon aus das sie nach 1996 noch irgendwas gemacht haben?!

      Übrigens hat Herr Koop natürlich das Recht, auf SEINEM blog, Beiträge mit politischen Inhalten von Kanidaten anderer Parteien zu löschen oder ins NICHTS zu verschieben.
      Sollten sie dennoch das Verlangen haben mich weiter über ihre Person zu informieren können sie dieses gern per Mail an FrankLingen@t-online.de machen.

  9. kib said

    @ Küster, richtig schreiben aber auch:

    Ich weiß ja nicht warum hier zensiert wird wenn Frank O. über Kandidaten wissen möchte!

  10. kib said

    Frank O., ich denk nicht übermäßig intensiv über die Beiträge des Herrn Küster nach. Sein Satz von mir zitierter Satz war jedoch nicht korrekt, zeitlich danach erfolgte ein lehrmeisterhafter Hinweis…Das ist so eine Sache mit dem erhobenen Zeigefinger.

    • Frank O. said

      Zitat aus dem oben beschriebenen Lebenslauf von/über Herrn Küster:
      –Aber Jörg war, ist, wird immer ein eigenartiger Kauz bleiben.–

      Vorausgesetzt der Herr Küster, der hier schreibt, ist auch das Original.

  11. Thomas said

    Es stellt sich die Frage, warum Herr Beeck mit der Eigenschaft „sozial“ antritt und sein Parteilogo auf dem Plakat weglässt. Glaubt er im ernst, dass die Bürger diese Mogelpackung kaufen?

    • Thomas said

      Nun, wer Kinder als Allheilmittel betrachtet, dem kann man auch nicht zutrauen, dass er ehrenamtliche Tätigkeit bei Hospiz, Aids-Hilfe oder Tierschutzvereinen als „sozial“ erkennt.

      • ErCo said

        Naja, so ganz falsch ist diese These nun auch nicht. Soziale Politik – der Linke bekanntlich oberste Priorität einräumen – ist auch kinderfreundliche Politik. Schließlich wird in der Kindheit fast alles geformt und geprägt, was im späteren Leben von größter Bedeutung ist. Soziale Kompetenzen, Bildung und damit fest zusammenhängend auch der Soziale Rang, den ein Mensch in der Gesellschaft einnimmt. Wer also dafür sorgen möchte, dass alle Kinder – unabhängig vom Sozialen Rang und Geldbeutel ihrer Eltern – an Bildung und kulturellem Leben teilhaben können, der eröffnet ihnen damit den Weg in eine gute, menschenwürdige und halbwegs selbstbestimmte Zukunft. Ich gehe mal davon aus, dass Küster deshalb kinderfreundliche Thesen in der Vordergrund stellt. Abgesehn davon, dass Kinderfreundlichkeit dem Menschenbild eines halbwegs normal Denkenden ohnehin schon von sich aus entsprechen sollte.

  12. Thomas said

    @ErCo

    Bei Kinderfreundlichkeit liegen wir absolut auf einer gemeinsamen Linie. Zur positiven Prägung sind Liebe, gerechte Bildungschancen, Wertevermitllung bedeutende und erforderliche Faktoren.

    Daran muessen Eltern, Politiker/innen, Erzieher/innen, schlichtweg die gesamte Gesellschaft arbeiten, denn …
    (jetzt mein 1. Einwand gegen Thomas)
    … nicht jedes Kind ist grundsätzlich ein Gewinn fuer die Gemeinschaft. Auch Kriegsverbrecher und Massenmörder waren zunächst einmal Kinder.

    Es kommt also vielmehr darauf an, das bestmögliche Umfeld fuer eine positive Entwicklung zu schaffen.

    Mein 2. Einwand gegen Thomas.
    Kinderfreundlichkeit darf nicht zur Diffamierung von Personen fuehren, die
    – aus diversen Gruenden keine Kinder haben können
    – aus diversen Gruenden keine Kinder haben wollen.

    Der 3. Protest richtet sich gegen die Verbidnung von Eltern sein und Kompetenz. Kinder zu haben macht Menschen nicht automatisch weiser, verantwortungsbewusster etc.
    Gewiss kann der Umstand Mutter oder Vater zu werden, so manchen Menschen dahingehend positiv beeinflussen. Leider gibt es aber auch umgekehrte Beispiele, insbesondere im Umgang mit den eigenen Kindern.

    Letzendlich kommt es auf das Individuum an. Kinderlose sind grundsätzlich weder bessere noch schlechtere Menschen.

    • ErCo said

      @ Thomas:
      natürlich, jeder ist frei selbst zu entscheiden, ob sie oder er Kinder bekommen möchte. Es gibt im Übrigen auch viele plausible Gründe für ein kinderloses Leben. In diesem Sinne: Jede/r wie sie/er will und wie sie/er kann.

      Kinder sind in jedem Fall ein potentieller Gewinn für die Gesellschaft. Leider gelingt es in vielen Fällen nicht, diesen potentiellen Gewinn auch zu verwirklichen. Wenn man beispielsweise hört, dass Kinder in Hauptschulen unserer Großstätte (nicht im Emsland) im Unterricht lernen, wie man Hartz-4-Anträge ausfüllt, weil ein Großteil von ihnen dies ohnehin nach einen eventuellen Schulabschluss lernen muss, dann ist das schon ein Armutszeugnis. Allerdings muss ich an dieser Stelle ganz klar sagen, dass „potentieller Gewinn“ in diesem Sinne sehr ökonomisch gemeint ist. Auch ein späterer Sozialhilfeempfänger, dem Bildung weitgehend vorenthalten blieb, kann natürlich ein Gewinn für die Gesellschaft sein, wenn er sich in anderen Lebensbereichen (z.B. ehrenamtlich bei einem caritativen Verband) gesellschaftlich posetiv engagiert.

    • Meckie said

      Danke, Thomas, für Ihr Statement!

  13. Frank O. said

    Wer klebt da nur die Plakate???

    http://ferdinand.ta-web.de/wp/?p=429

  14. otto h said

    In den letzten Wochen habe ich mich mehrfach und vorrangig mit den (leider nicht erkennbaren) Qualitäten des CDU Kandidaten zum Amt des OB von Lingen, Leineweber, beschäftigt. Meine Beitrage hierzu sind bekannt. Eine kurze Zusammenfassung meiner gesammelten Eindrücke : Warum Lingen bestrafen, nur weil die Lingener CDU keinen qualifizierten Kandidaten gefunden hat!?

    Ich habe mir nicht nur die Mühe gemacht, einige Veranstaltungen des Geester Bürgermeisters (der er hoffentlich bleiben wird) angesehen, sondern war auch bei Jens Beeck, Dieter Krone und Sabine Stüting, wobei letztere leider nur sehr wenige öffentliche Auftritte hatte. Die beiden anderen Kandidaten habe ich mir erspart, da ich bei den regelmäßigen Terminen am Samstag am Markt die Gelegenheit hatte und einige Worte mit Ihnen austauschen konnte. Das hat mir schon völlig gereicht.

    Nun zu Jens Beeck: Ich muss feststellen, dass Beeck von allen Kandidaten der rhetorisch geschulteste ist. Aber leider auch derjenige, der am meisten redet ohne jemals auch nur ansatzweise konkret zu werden.

    Beeck neigt dazu, seine Zuhörer mit ewig langen Lobeshymnen über Lingen und seine tollen Events, Einrichtungen, Menschen und was weiß ich nicht alles, zu quälen. In perfektem Deutsch, flüssig gesprochen, aber eben ohne jemals auf den Punkt zu kommen. Irgendwie weiß man bei ihm nie, was er uns eigentlich mit seinen vielen Worten sagen will. Mir fehlte regelmäßig die Botschaft.

    Beeck könnte durchaus als Pott Clon durchgehen, findet er doch wirklich ohne jede Ausnahme alles super und toll, was Pott so in den letzten Jahren an wenig bürgerfreundlichen Dingen verzapft hat. Das bringt mich doch sehr ins Grübeln. Dieser Kandidat wird die unverblümte Klientelpolitik des Heiner Pott ohne jeden Zweifel 1 zu 1 weiterführen. Genau das aber will ich nicht.

    Richtig unbefriedigend wird es jedoch, wenn er auf Bürgerfragen antworten soll, die sich auf aktuelle Missstände beziehen wie Verstöße gegen Auflagen bei der Biosgasanlage Baccum, Rodung des Altenlingener Forstes, ständig sich wiederholende, extrem teure Planungsfehler bei der Emslandarena, Millionen teuere Fehler bei der Ausgestaltung der Kaufverträge für das Kasernengelände, sein Lieblingsthema bezüglich Bürgernähe, die Uhlananstraße, oder die finanzielle Schieflage der Stadt.

    Dann erzählt er mit blumigen Worten erst einmal, was da doch alles an guten Ideen für Lingen hinter steckt. Im Falle des Nachbohrens, wie er sich denn die Lösung dieser Probleme vorstellt, erzählt er in gleicher epischen Breite, was alles NICHT geht, aber nicht ein Wort, was nach seiner Vorstellung getan werden sollte. Der Mann ist ein einzigartiges Exemplar von Bedenkenträgertum und geradezu klassisches Beispiel für einen gnadenlosen Rückversicherer. Also genau das, was Leineweber zu sein vorgibt, der typische beamtete Verwalter alter Schule. Einen solchen Verwalter braucht Lingen aber nicht.

    Nur nicht selbst aktiv, werden, höchsten gelegentlich vorsichtig reagieren! Aber nur wenn es sich wirklich nicht mehr vermeiden lässt. Das ist die Beeck`sche Maxime. Der wird die Stadt Lingen verwalten, aber auf keinen Fall voran bringen. Der wird keine Probleme angehen oder gar lösen, der wird sie aussitzen, bis sich selbst die Unzufriedensten daran gewöhnt haben oder sie in Vergessenheit geraten. Der wird die Bürger so lange in perfektem Deutsch mit wohl gesetzten Worten zuquatschen, bis sie überhaupt nicht mehr wissen, was sie eigentlich mal wollten. Noch weiß ich aber, dass Lingen so einen nicht braucht und ich so einen nicht will.

    Auch er will sparen. Wo, kann er uns jedoch nicht sagen. Er sagt uns aber wieder nur, was NICHT möglich ist. Er sagt uns immerhin, dass es doch wirklich schade wäre, wenn die 10 Millionen Zuschüsse von Landkreis und Land durch die Streichung des Projektes verfallen würden. Und man müsste vielleicht noch einmal neu planen. Und überlegen, ob man nicht irgendwo anders was einsparen könnte. Nach 19 Jahren Ratszugehörigkeit sollte er doch eigentlich wissen, wo man sparen kann. Dafür brauchen wir jedoch keinen Jens Beeck als OB.

    Gegenüber Leineweber hat Jens Beeck jedoch gleich mehrere Vorteile. Er ist eigentlich das perfekte Pott Vertreter. Er ist auch ein richtig netter Kerl. Er kann frei sprechen, er beherrscht die deutsche Grammatik, er ist durchaus präsentabel. Zumindest, wenn man nicht zu lange sein Gerede ertragen muss. Aber 8 Jahre sind eindeutig zu viel.

    Nun zu Herrn Krone: Er lässt uns wissen, dass man den Bürgern so unbeliebte Vorhaben wie die Rodung von Wald im Altenlingener Forst nur richtig erklären muss, dann wird es auch nicht mehr diesen Widerstand aus der Bevölkerung geben. So hat er in Altenlingen bei Timmer argumentiert.

    Prima! Erst schön erklären und dann aber trotzdem weg mit den Bäumen. Das wars nämlich, was er tatsächlich meinte. Als Lehrer weiß er natürlich, wie er seine Botschaft verpacken muss, dass sie so ankommt, wie er es gerne will. Doch für Krone war das Abholzen ja wohl notwendig, sonst hätten Pott und sein Rat so etwas doch nicht einfach beschlossen. Sogar der SPD Vertreter im Ortsrat Altenlingen hat zugestimmt. Toll, wie naiv der Mann doch ist. Das versteht er übrigens unter Bürgernähe.

    Er will natürlich auch sparen. Das muss ja wohl angesichts leerer Kassen auch so sein. Doch wie und wo weiß er nicht. Jedenfalls nicht bei der Emslandarena. Das Ding hat inzwischen zwar fast 1 Million an Fehlplanungskosten verursacht, wurde vom Leuchtturm zum Windlicht, aber irgendwie will er doch auf jeden Fall die 10 Millionen Zuschüsse von Land und Landkreis retten. Dass man um die zu kriegen aber selber auch noch mal einen 2 stelligen Millionenbetrag aufbringen muss, schei t dem Musiker und Planungsfachmann nicht aufzufallen. Woher er das Geld nehmen will, kann er uns nicht sagen. Ich bin begeistert.

    Irgendwie muss das Geld dann halt mit sanftem Tourismus verdient werden, seinem Lieblingsthema. Da muss investiert werden. Statt darüber nachzudenken, wo er denn die fehlenden Millionen in der Stadtkasse einsparen kann, denkt er lieber darüber nach, wofür er das nicht vorhandene Geld zusätzlich ausgeben will. Aber das macht ja nix.

    Der Mann hat sich schließlich vor gut 25 Jahren während seines Studiums mit Wirtschaftsgeografie und Raumplanung beschäftigt. Deshalb versucht er seinem Publikum in passenden Momenten gerne zu suggerieren, er verstehe etwas von Wirtschaft und von Planung. Dies natürlich im Zusammenhang mit den Finanzproblemen der Stadt. Ich denke mal, dass nicht nur ich merke, wie der Hase wirklich läuft.

    Auf seiner Internetseite betätigt Krone sich als Märchenonkel, der den lieben Kleinen minutiös erzählt, was er den lieben langen Tag so erlebt hat. Und natürlich, welche und wie viele tolle Leute er inzwischen alles kennt. Und diesen Tollen Leute sprechen sogar alle mit ihm! Das hat doch was! Oder? Leute kennen erhöht natürlich die persönliche Kompetenz. Wenn die sogar mit einem sprechen, dann muss die Kompetenz ja geradezu grenzenlos sein. Wie schrieb Reinhard Mey so trefflich: „Über den Wolken,..“

    Immerhin schreibt Krone seine Erlebnisberichte selbst. Im Gegensatz zu Leineweber, der andere für sich schreiben lässt und nur so tut, als schreibe er selbst. Und nicht zu vergessen, Krone KANN sogar schreiben. Und zwar korrekt!

    Krone ist bekanntlich auch ein Verlegenheitskandidat. In diesem Fall von SPD und Grünen. Die SPD hatte bekanntlich sogar eine Stellenanzeige in einem bundesweit gestreuten Fachblatt für den OB Posten veröffentlicht. Ohne Resonanz. Auch hatten die Genossen fast eben so viele Absagen zu verkraften bei ihrer Kandidatensuche wie die CDU. Die Grünen hatten Mangels Masse erst gar nicht wirklich gesucht, kamen dann aber mit Krone aus dem Hut. Bevor man ganz ohne da steht, nimmt man dann halt auch einen (in diesem Fall gemeinsamen) Verlegenheitskandidaten. Nun, nach Sichtung dieses Kandidaten kann ich nur festhalten, dass wir einen Verlegenheits-OB nicht wirklich brauchen. Weder von der CDU, noch von Rot/Grün.

    Geradezu metaphorisch wird der beliebte Musiklehrer, wenn er von sich preisgibt, dass er sich wohl wie ein Rennpferd vor dem Rennen fühlt: „Hart am Start steht jedes Rennpferd, wartet auf den Wink und dann geht´s hopp, hopp. So rasant sein, absolut gespannt sein, kann man nur in Ascot beim Galopp. –Ich (Anmerkung: also Krone) möchte aus gegebenem Anlass ergänzen: nicht nur in Ascot, auch in Lingen!“(so zu lesen in seinem Internet Märchenbuch unter dem 30.8.2010)

    Na das hat doch was! Oder? Der Mann wird aus der Verwaltung eine Art Fischer Chor machen und mit allen städtischen Bediensteten auf Welttournee gehen. Motto: Lingen, wie es singt und kracht. Von den Einnahmen dieser Konzerte wird er dann als erstes eine riesige Emslandarena bauen und so auch noch ganz nebenbei die 10 Millionen Zuschüsse retten. In diese imposante Arena hinter van Lengerich und Bahnsteig 2 werden dann Abend für Abend tausende und abertausende sanfte Touristen zu seinen Chorkonzerten in die schon bald in Dieter Krone Arena umbenannte Emslandarena streben und Lingen über kurz oder lang zur reichsten Stadt Deutschlands machen. Bravo!!!!!

    Bleibt Sabine Stüting von den Bürgernahen. Sie hat leider nur wenige Auftritte vor größerem Publikum. Im Gegensatz zu ihren verbeamteten Kandidaten hat sie da echte Wettbewerbsnachteile. Krone tourt ja wenigstens nur in seiner unterrichtsfreien Zeit durch die Gegend, während Leineweber den Steuerzahler seinen Vollzeiteinsatz im Wahlkampf finanzieren lässt. Aus gut informierten Kreisen hört man, dass er bei seinem Dienstherrn jedenfalls keinen Urlaub beantragt hat. In Geeste merkt ja ohnehin keiner, dass der Chef nicht da ist.
    Stüting ist Oberärztin in einem Krankenhaus in Rheine, wohnt allerdings in Schepsdorf. Auf den ersten Blick auch nicht das, was man sich unter dem Idealbild eines OB Kandidaten vorstellt.
    Doch sie weiß sich wider Erwarten durch ihre Persönlichkeit und ganz besonders durch ihre klar formulierten Vorstellungen ihrer zukünftigen Politik zu überzeugen.
    Sie will natürlich ebenfalls sparen. Hier unterscheidet sie sich allerdings von ihren Mitbewerbern ganz dramatisch. Sie redet nicht hilflos drum herum, um bloß niemandem vor der Wahl auf die Füße zutreten. Ihr ist es egal dass Offenheit auch die eine oder andere Wählerstimme kosten kann. Sie sagt, wo sie zu sparen gedenkt. Keine teuren Leuchtturmprojekte und straffes Personalmanagement in der nicht gerade unterbesetzten Verwaltung.

    Chapeau, dazu gehört Mut.

    Aus Kreisen der CDU wirft man ihr mangelnde Verwaltungserfahrung vor. Doch sie will nach eigenen Worten überhaupt nicht verwalten. Sie will führen! Sie verweist hierbei unter anderem auf Dr. Büring, der nach Ihren Worten einen exzellenten Job an der Spitze der Verwaltung macht, was im Übrigen auch für die beiden anderen Dezernate der Stadtverwaltung gelte. Und da hat sie vollkommen Recht.

    Wer ihr dann immer noch diesen angeblichen Mangel an Verwaltungserfahrung vorhält, dem rate ich, sich einmal mit dem Verwaltungsapparat eines großen Krankenhauses vertraut zu machen. Der ist durchaus größer als der einer kleinen Gemeinde wie Geeste. Und damit muss Stüting sich in ihrem Berufsalltag tagtäglich auseinandersetzen. Aber nicht hauptberuflich, sonder quasi nebenher, neben ihrer ärztlichen Arbeit.

    Auch die finanzielle Planung für einen Medizinbetrieb ist mit Sicherheit nicht weniger anspruchsvoll als die für ein Dorf wie Geeste. Und am Ende zählt in ihrem Job nicht die Verwaltung von Mitarbeitern und Patienten, sondern die effiziente Führung der Mitarbeiter zum Wohle der Patienten und deren qualifizierte ärztliche Versorgung.

    Ich finde, der Patient Lingen kann so eine Frau wirklich gut gebrauchen.

  15. Katharina said

    @otto h
    Wenn hier einer Märchen erzählt, dann sind Sie das mit grandiosem Vorsprung vor allen anderen, die hier ihre Fantasien und selbst erfundenen Geschichten niederschreiben.
    So schnell sind Sie sicherlich nicht zu toppen. Ehrlich!

    Warum haben Sie sich eigentlich nicht als OB-Kandidat aufstellen lassen? So einen cleveren Burschen kann Lingen bestimmt noch brauchen.
    Keine Scheu, sich bei Herrn Dr. Büring/Frau Dr. Haarmann anzubiedern, wie noch so ein, zwei Personen das in den letzten Wochen mehrmals auf sehr ungeschickte Weise versucht haben.
    Wenn das alles Hand und Fuß hätte (sprich der Wahrheit entsprechen würde), was Sie hier so loslassen, dann möchte ich gerne mal wissen, wer sich hinter otto h verbirgt. Zeigen Sie sich, Sie sind der wahre Held. Nur zu!

    Sie sollten sich den dummen Menschen in dieser Stadt nicht vorenthalten.
    Solch ein Glanzlicht könnten wir Lingener Bürger echt brauchen.
    Frage mich nur, warum Sie alles noch einmal wiederholen müssen, was Sie schon auf einem anderenBlog kundgetan haben.
    Manche hören sich selbst gerne reden, andere lesen gerne eigenes Geschreibsel.
    Das nervt!

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