Sabine X

16. August 2010

Heute schreibt ein Helmut Meiners, einzelne OB-Wahl Kandidaten kämen ihm vor, „als wenn sich ein Tischler um eine frei gewordene leitende Mechanikermeisterstelle in einer Autoreparaturwerkstatt bewirbt.“
Abgesehen von der ausbaufähigen deutschen Grammatik offenbart die (bestellte?) Leserzuschrift auch eine andere Schwäche: LT-Leser Meiners möchte als OB offenbar einen leitenden Beamten, der eine Behörde leitet. Lingen braucht aber keinen neuen Oberstadtdirektor. Dafür ist der Erste Stadtrat allemal ein kompetenter, erfahrener und verwaltungsnaher Mann. Unsere Stadt braucht eine Persönlichkeit, die Ziele vorgibt und im Dialog mit den Lingenern erarbeitet, wohin sich unsere Stadt entwickelt. Wie wir Lingener künftig leben wollen. Was wichtig und was nur egoistisch ist und eine Persönlichkeit, die sich aufmacht, mit dem schwarzen Filz aufzuräumen, wo eine ölige Hand die andere schmiert. Lingen ist nämlich keine Autoreparaturfirma. Lingen ist unser Zuhause.

14 Antworten to “Sabine X”

  1. Weltbürger said

    Vielleicht hat der gute Herr Meiners eine enge Beziehung zur „keine-Experimente-Fraktion“, der Leserbrief sieht irgendwie wie bestellt aus. Da lobe ich mir doch den Leserbriefschreiber aus Beesten, der da über den Tellerrand hinausgeblickt hat. Dem Herrn Meiners könnten sicher zig-Beispiele geliefert werden, wie positiv sogenannte Seiten- oder Quereinsteiger wirken können, aber vielleicht schwimmt er lieber in der alten Einheitssuppe mit.

  2. Andreas G. said

    „Unsere Stadt braucht eine Persönlichkeit, die Ziele vorgibt und im Dialog mit den Lingenern erarbeitet, wohin sich unsere Stadt entwickelt.“

    Richtig gesagt! Wir brauchen keine/n Oberbürgermeister/in, der/die Ideen entwickelt und nicht nur protestiert, wenn er/sie nicht einverstanden ist. #Nordtangente #Arena etc.

    • Thomas said

      Die derzeitige CDU steht in Lingen für Ideenlosigkeit und Größenwahn – Stichwort Oberzentrum, Emslandarena, … .

      Leinweber wird mit Sicherheit nicht gewählt.

      • Andreas G. said

        Was denn nun? Ideenlosigkeit ODER Größenwahn? Beides gleichzeitig geht jedenfalls nicht. Entweder sind die Ideen der zu groß für dieses kleine Städtchen (dann könnte man Größenwahn vorwerfen) oder die Ideen dazu kommen nicht von der CDU (dann wäre Ideenlosigkeit als Vorwurf möglich).

        Wäre nett, wenn Sie Ihre Position schlüssiger formulieren. Und wenn Sie schon dabei sind: Warum sollte Leinweber denn nicht gewählt werden? Nach allem, was ich bisher von ihm gehört habe, halte ich ihn weder für Größenwahnsinnig noch für Ideenlos.

      • Thomas said

        „Was denn nun? Ideenlosigkeit ODER Größenwahn? Beides gleichzeitig geht jedenfalls nicht.“

        Oh doch! Denn die einzige Idee der CDU ist die, dass man Oberzentrum sein möchte. Das ist Ideenmäßig etwas wenig und Größenwahnsinnig auch. Sie sollten also ein wenig reflektieren, bevor Sie sich hier künstlich echauffieren. Übrigens, selbst altgediente CDU-Mitglieder geben hinter vorgehaltener Hand zu, dass sie ihrem Kandidaten keine Chance bei der Wahl einräumen. Herr Leinweber ist nämlich nie erste Wahl gewesen und das haben die Lingener Bürger sehr wohl zur Kenntnis genommen.

  3. Jochen S. said

    > Übrigens, selbst altgediente CDU-Mitglieder geben > hinter vorgehaltener Hand zu, dass sie ihrem
    > Kandidaten keine Chance bei der Wahl einräumen.

    DAS wiederum glaube ich nicht. Es geht doch nicht ohne Grund der Spruch, daß selbst eine Vogelscheuche mit „CDU“ drangekleistert immer noch locker 60% holt. Was man angesichts der Land- und Bundestagsblaßmänner ungeprüft glaubt.

    Prognose: Leinweber wird im ersten Wahlgang allemal die meisten Stimmen holen. Das Gegenlager ist zersplittert, „Sabine“ wird einen Achtungserfolg holen, Krone vielleicht knapp zweistellig, der Linke und die FDP-Figur sowie der Einzelkämpfer im unteren einstelligen Bereich.

    Wenns gut läuft für „Sabine“, kommt es zur Stichwahl. Wird aber nicht reichen.

    Der Blogbetreiber hat -warum auch immer- nicht kandidiert, dann wäre es imo in der Tat spannend geworden, auch bei einem Kandidaten Bühring oder einer Frau Vehring.

    Schrödergerd sagte einmal „ich habe ja nur den einen Schuß“. Er hat sich getraut und der Schuß saß.

    Tja 😉 😀

  4. Ok – Ihr Pessimisten. Ich wette auf eine Stichwahl am 26. September. Und bei einer Stichwahl ist alles drin.
    Wer hält dagegen und womit?

  5. Weltbürger said

    Auc ich wette darauf, dass wir am 26.09. noch einmal wählen dürfen. Wäre ja auch wohl das letzte Armutszeugnis für Lingen, wenn der CDU-Verlegenheitskandidat Nr. 11 oder so im ersten Wahlgang durchkäme. Ich hoffe, Lingens Bürger artikulieren ihren Unmut mit den bisherigen Verhältnissen auch bei der Wahl, indem sie das Kreuz an der richtigen Stelle machen. Jeder möge sich doch nur an die Fußball-WM in Südafrika erinnern, wieweit wir mit „Experimenten“ kommen können. Und das gibt dann auch noch Anerkennung rundum.
    im übrigen ist doch Sabine Stüting die einzige auf dem Wahlzettel (Einzelkandidat F. ausgenommen), die sich von den anderen Bewerbern abhebt, indem sie von einer Wählervereinigung unterstützt wird, die sich noch nicht den Blick verbaut hat. Bei Krone sehe ich das ein wenig anders, schließlich ist er der Kandidat der SPD und Grünen. Irgendwie habe ich auch den Eindruck, dass der Mann ein Stück weit Bodenhaftung verliert, was der alles vorhat „Landesgartenschau nach Lingen, neue Emslandarena“. Ooooh, Ooooh, wer soll das alles nur bezahlen????

  6. Landesgartenschau? Hab ich noch gar nicht gelesen.
    Uralte Idee von Martin Braese, der bis 1985 SPD-Fraktionsvorsitzender im Stadtrat war. Schon damals nicht bezahlbar.

  7. Kib said

    Landesgartenschau? Langsam wird es ganz seltsam…
    Ich befürchte (verbunden mit der Hoffnung, dass es sich nicht erfüllen wird):
    Die Wahlbeteiligung am 12.09. wird suboptimal ausfallen.
    (Robert, ich weiß, Du magst keine Pessimisten; ich stell die Kiste dann ggf. vor Eure Tür, die finde ich ohne google-street-view….)
    Ich halte es für dringend erforderlich „Volkes Stimme“ zu erklären, warum es für einen künftigen Lingener OB nicht zwingend notwendig ist, entweder ein juristisches Staatsexamen oder aber Erfahrung in der Verwaltung zu haben. Offensichtlich basiert darauf der „informelle“ Wahlkampf der CDU (und offensichtlich richtete sich danach deren gesamte Kandidatensuche aus).
    Was waren die konkreten Gründe vor zehn Jahren die „Zweigleisigkeit“ abzuschaffen? Ich bitte hier um eine ausschließlich sachliche Erklärung, denn weiten Teilen der Wählerschaft scheint dies nicht wirklich klar zu sein (fatal wäre es, wenn deswegen auf „altbewährtes“ zurückgegriffen wird bzw. keine Stimmabgabe erfolgt).

  8. lisan said

    Ich stimme Kib zu, es ist erforderlich der Öffentlichkeit die Gründe der Zweigleisigkeit darzulegen. Der Landrat der Grafschaft ist Landwirt.

    Wie war das noch bei der Bürgermeisterwahl in Emsbüren oder in Emlichheim – dort gab es doch auch Überraschungssieger!

  9. Kib said

    Lisan, wobei Lingen sicherlich nicht mit Emsbüren und Emlichheim vergleichbar ist. Und vor allem nicht mit Geeste. Womit ich wieder bei der ursprünglichen Frage bin.

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