Dienstunfähig

21. Juli 2010

Ja, hamm wa denn schon Karneval?

Eine 60-jährige Realschullehrerin ist jetzt vor dem Amtsgericht in Vechta mit ihrer Klage gegen  eine heute 16-jährige Schülerin gescheitert, weil sie sich gemobbt fühlte. Die Lehrerin forderte ernsthaft von der ihrer Schülerin Kim, keine Hasen mehr an die Tafel zu malen. Ferner dürfe sie nicht mehr behaupten, dass die Lehrerin unter einer Hasenphobie leide und beim Anblick der Tiere durchdrehe. Weil eine Mitschülerin als Zeugin aber bestätigt hatte, dass die Lehrerin tatsächlich schreiend den Klassenraum verlassen hatte, als sie eine Hasenzeichnung an der Tafel sah, wies Amtsrichter  Hermann Pieper die Klage ab. Es handelte sich , wie er feststellte, bei der Hasenphobie um eine „Tatsachenbehauptung, die sich als wahr erwiesen hat“ und somit zulässig sei.

Schon einmal hatte übrigens dieselbe Lehrerin einen Schüler einer Schule im benachbarten Goldenstedt auf ähnliche Weise verklagt. Jenes Verfahren endete mit einem Vergleich. Der Schüler  darf seither nicht mehr behaupten, dass die Klägerin Angst vor Hasen habe und fluchtartig den Klassenraum verlässt, wenn sie nur das Wort „Hase“ höre. Jetzt also kam es nach einer Beweisaufnahme zu einem Urtei: Der Amtsrichter wies  am Dienstag die Klage ab.

Nebenbei:  Zur Zeit ist die klagende Pädagogin dienstunfähig geschrieben. Sie sehe sich – auch durch das bundesweite Interesse an diesem skurrilen Verfahren – gesellschaftlich isoliert und hat, wie in den Medien zu lesen ist, einen Antrag auf Dienstunfähigkeit gestellt. Womöglich ist die Dienstunfähigkeit auch das eigentliche  Ziel der Klägerin. Die klagende Lehrerin erschien jedenfalls  „aus gesundheitlichen Gründen“ nicht zur Urteilsver- und begründung. Sie hatte schon zuletzt nicht mehr unterrichtet. Ihren Platz nahmen Ehemann und Sohn ein, die aber in und vor dem  Gerichtssaal nichts sagen wollten.

Klemmt

21. Juli 2010

Da klemmt es bei der CDU und dann auch noch gleich im historischen Rathaus! Tzzzzz…