Kivelinge

16. April 2010

Achtung! Morgen, am Samstag, meldet sich der publizierte Provinzkleingeist. Die Lingener Lokalzeitung berichtet groß über den neuesten Regionalliga-Skandal, oder das, was sie dafür hält bzw. was dazu gemacht wird. Diesmal:
Die Kivelinge haben sich in einer internen Postille etwas in Satire versucht. Wie meist, wenn junge Männer zu spotten versuchen, geht es um Frauen, die bei den Kivelingen Marketenderinnen heißen. Darüber wird schwadroniert, dass die Stammtischplatte kracht. Auch die Illustration (neudeutsch: Layout) passt sich dem Niveau an. Das alles ist so flach, dass man zwanglos von uneingeschränkter Zweidimensionalität sprechen kann. Ich bin mir also nahezu sicher, dass zu viel Testosteron, Döspaddeligkeit und Alkohol im Spiel waren, als Zeilen und Zeitung entstanden. Folglich blieb es beim Versuch, das Thema „Frauen und Kivelinge“ lustig darzustellen – ein Unternehmen, das beeindruckend kläglich scheiterte.
Nun liegt die Halbwertszeit dieser Frühschoppenpostillen der Kivelinge seit -zig Jahren konstant bei 6 Stunden. In diesem Fall aber gelangte ein Exemplar in die Hände von Birgit Kemmer. Und jetzt ging’s los. Denn die Ratsfrau von Bündnis ’90/Die Grünen erkannte in einem Schreiben zweierlei.

Erstens: „Diese Seiten strotzen vor Geschmacklosigkeit und Obszönität, Frauen und Mädchen werden öffentlich beleidigt und bloß gestellt.“

Zweitens: „Ich bin nicht die Sittenwächterin in dieser Stadt.“

Als obszön gilt bekanntlich, was geeignet ist, bei anderen Menschen Ekel zu erregen, die Scham oder ein anderes elementares Gefühl zu verletzen. Das schaffen die drei -mit einem ebenfalls missglückten Warnhinweis auf Seite 4 versehenen- Seiten bei mir nicht. Vorsichtig, wie ich bin, hab ich aber auch meine Frau gefragt. Sie ist derselben Meinung. Wir beide finden den Beitrag in der K-Postille bloß dämlich-peinlich. Genauso finden wir aber die öffentliche Aufregung über das Blättchen – und gekünstelt obendrein, liebe Birgit Kemmer. Die 120 Exemplare dieses Blättchens sind es nicht wert, dass Sittenwächterei mit empört erhobenem Igittigitt-Zeigefinger betrieben wird. Mein Fazit: Da klemmt es gleich auf beiden Seiten. Abhaken.

Und deshalb darf Ratskollege Björn Roth (CDU), der als einer von drei Redakteuren im Impressum von „Der Kiveling“ aufgeführt ist, auch weiter an seiner nationalen Politkarriere in der CDU stricken. Björn, Lebbe geht weiter! Daran ändert auch die LT nichts. Das weiß ich seit 45 Jahren und, wenn Du willst, erklär‘ ich Dir als „personal trainer“, wie man damit umgeht. Zu diesem Intensivkurs lade ich dann Birgit Kemmer als „special guest“ ein. So gibt’s Gruppendynamik. Wir fangen dann an mit facebook.

ps Gespannt bin ich übrigens, ob Du den bislang anonymen Verfasser der missglückten Zeilen opferst. Das macht man nämlich nicht.

pps Gerade, Björn, lese ich Deine Ausrede in der LT, Du seist überstimmt worden. Das klingt reichlich nach billiger Ausrede. Hilft Dir nicht.

Nachtrag:
Fast hab ich’s vergessen. Aber Sie, verehrter Leser, wollen natürlich die inkriminierten Seiten der K-Postille im Wortlaut lesen. Also gut, weil Sie’s sind: Bitte klicken Sie hier! (1,6 MB, pdf). Kritik dann bitte per E-Mail an derkiveling@kivelinge.de

29 Antworten to “Kivelinge”

  1. Thomas said

    Dumm gelaufen…
    Ich habe Mitleid.

  2. Hans said

    Björns Namen zu nennen ist ok. Als Stadtratsmitglied ist er eine in der öffentlichkeit stehende Person.
    Die anderen Namen der „Redaktion“, wie es immer so schön in Anführungszeichen steht, aufzulisten geht aber zu weit.

    Das sollte die „Radaktion“, der „Tageszeitung“ schnellstmöglich korrigieren. Ich für meinen Teil sehe sogar einen krassen Eingriff in Persönlichkeitsrechte, denn die genannten Personen sind Mitwirkende einer ausdrücklich nichtöffentlichen Zeitung. Schäbig ist es obendrein.

    Das Internet vergisst nie.

    Vielleicht sind sich die Herren bei der Lingener Tagespost nicht darüber bewusst. Wer will schon, dass bei einer simplen Google Suche der eigene Name in solch ein Licht gerückt wird. Das ist sicherlich nicht hilfreich bei späteren Bewerbungen.
    Diese Kritik geht auch an dich, Robert, denn auch die PDFs hier werden von Google indexiert und ausgewertet.

    Im Großen und Ganzen: Lächerlich.

  3. Frank said

    Zu viel Energie…

    Energy Valley eben 😉

  4. Hermann said

    Das hätte auch eine Nummer kleiner geregelt werden können. Gleich eine halbe Seite, respekt. Das gibt es sonst nicht. Ich finde auch, das die Namen so nicht veröffentlicht werden dürfen.
    Noch eine Ergänzung: Ich finde, dass den Kivelingen insgesamt immer schon zuviel Platz in der Zeitung zugestanden worden ist. Wenn jeder Schützenverein bei gleicher Mitgliederzahl auch soviel Platz in der Zeitung bekommen würde, dann muss die Zeitung um zwei Seiten erweitert werden.

  5. Conny Spielmanns said

    Unsere einzige Tageszeitung berichtet, – zu allem Überfluss auch noch in der Samstagausgabe-, über eine dümmliche Bierzeitung. Für diesen Schmuddel müssen wir auch noch monatlich 28,50€ bezahlen. – Unglaublich! Gibt es wirklich keine wichtigeren Themen in Lingen über die man mit gebotener Fairness berichtet kann und muss?
    Es wiederholt sich die Feststellung: Jede Kleinstadt blamiert sich so, wie sie es verdient. Schade oder nur einfach traurig?

    • birgit kemmer said

      Liebe Frau Spielmanns, ich gehe mal davon aus, dass Sie keine Töchter haben, sonst kann ich Ihren Kommentar, so als Frau nicht nachvollziehen.

  6. Ich bin zwar kein gebürtiger Lingener, wohl aber ein seit 8 Jahren Ansässiger. Seinerzeit bei unserer Wohnortwahl waren die Kivelinge eine Art Aushängeschild, Werbeträger, Sympathiespender, wie auch immer.
    Das, was sich jetzt offenbart, ist einfach nur bah!

    Man könnte den Schreibern der fraglichen Zeilen ja mal den Begriff „Bärendienst“ erklären oder es zumindest versuchen.

  7. domi said

    Die Schundseiten so darzustellen (bezieht sich auf das herunterzuladende PDF hier), sehe ich als falsch an. Das macht die Sache auch nicht besser! Ganz im Gegenteil! Die Redakteure werden so ins völlig falsche Licht gerückt! Wenn dann bitte mit Vorwort der Zeitschrift, da distanziert sich die Redaktion von dem Inhalt…

    zu den persönlichen Anmerkungen am Ende: Kein Kommentar geht einfach mal gar nicht!

    beste
    Dominik

    • Ich halte es für richtig (und notwendig), jedem/jeder Leser/in die Möglichkeit zu geben, den Inhalt der „Schundseiten“ (O-Ton domi) nachzulesen und selbst zu beurteilen, was zu beurteilen ist. OK?
      Berechtigt ist die Kritik, das Editorial der Bierzeitung nicht wiedergegeben zu haben, soweit es das Thema behandelt. Also hol‘ ich das hiermit nach. Am Beginn des Editorials heißt es:

      „Schäbig muss es sein! (irgendein Ex-König 🙂 )
      Diesen Ausspruch hat ein Leser unserer Frühschoppenzeitung wörtlich genommen und einen Artikel für diese Zeitung verfasst. Nach langer Diskussion in der Redaktion haben wir den Artikel in unesre Zeitung mitaufgenommen, nun ist er in unserem neuen FSK-18-Bereich zu finden, somit ist jeder vorgewarnt und kann die Seiten auch einfch überspringen. Angeblich soll in früheren Zeiten die Frühschoppenzeitung hauptsächlich aus solchen Artikeln bestanden habe, soweit wollen wir die Zeit aber nun auch nicht zurückdrehen….“

      Das weitere Editorial hat mit der missglückten Satire nichts zu tun, abgesehen von dem Satz

      Wir wünschen euch allen einen feucht fröhlichen Osterfrühschoppen!“

  8. Alexander said

    Ich finde es großartig, wie unterschwellig der Eindruck erzeugt wird, dass „DIE Kivelinge“ quasi die Inhalte abgenickt und einstimmig durchgewunken haben.

    Merkwürdig auch, dass man damit sogar zu den Menschen durchkommt (siehe bspw. Beitrag von Reinhard Rauscher), von denen man eigentlich erwarten würde, dass sie eben nicht einfach alles aufnehmen, was in der LT publiziert wird.

    Fakt ist doch: Wir reden von einer internen, nichtöffentlichen Zeitung. Die Inhalte sind klar als „totaler Mist“ gekennzeichnet. Niemand hat auf dem Frühschoppen ernsthaft diese Inhalte gut geheißen. Das rechtfertigt die Inhalte keinesfalls. Aber es rechtfertigt genauso wenig, dass sich die LT des Themas so annimmt, oder man gar eine „Empörung“ vorspielt. Noch mal: Wir reden von einer internen Zeitung mit 120 Exemplaren Auflage.

    Das Ganze dann auch noch auf eine politische Ebene zu ziehen, ist doch nur noch lächerlich. Komisch, dass die Leser und Leserinnen der LT das offenbar verdrängen.

    In vielen Unternehmen sind „lustige E-Mails“ an Kollegen gang und gebe. Überlegen Sie mal, was da in ihrem Postfach schlummert und – wenn veröffentlicht – für Aufsehen sorgen würde; denn die Kommunikation ist im weitesten Sinne genauso intern wie die „Bierzeitung“ (Danke Conny Spielmanns) der Kivelinge.

  9. Anne said

    Einfach nur unterirdisch dämlich diese „Bierzeitung“.
    Diese Bezeichnung ist ja schon beinah eine Beleidigung für gut gemachte „Bierzeitungen“.
    Schade ums Papier, auch wenn es nur 120 Exemplare waren. 120 zuviel! Die Redakteure sollten Schadensersatz an ihren Verein leisten in Form von harter körperlicher Arbeit, vielleicht setzt dann der Verstand wieder ein. Oder haben sich die Herrschaften vor Scham schon eingegraben?

    • Conny said

      …ich schrieb „D Ü M M L I C H E BIERZEITUNG“!!!
      — — — — — —
      Eine gut gemachte Bierzeitung liest sich mit einem Schmunzeln. Dieses eigenartige Schriftstück ist einfach nur doof.

  10. birgit kemmer said

    Lieber Robert, hier eine kurze Bemerkung vom ProvinzKleinGeist. Ich wünsche Dir, dass Du nicht eines morgens, beim Frühstück, eines der Mädchen von Seite 30 triffst. Und dann lieber Robert, biete ich Dir, einen Kursus in „dämlich-dümlich“ an.

    Einmal Kiveling immer Kiveling!!!!!!!!!!!!!

  11. Eva said

    Nach ein paar Tagen, um das mal setzen zu lassen, muss ich dennoch mal was schreiben. Mit meinem Freund (selbst seit zehn Jahren Kiveling) habe ich am Wochenende leidenschaftlich über diesen Artikel diskutiert. Er findet das ebenso übelst beleidigend, kann den Artikel aber nicht wirklich ernst nehmen. Ich finde, dass es zumindest eine Reaktion geben muss, die auch der Öffentlichkeit bekannt wird. Die Vorurteile gegenüber diesem Verein gibt es sicherlich schon so lange es ihn selbst gibt; aber dennoch sollte man das nicht einfach so hinnehmen.

    Die Redaktion hätte diesen Artikel stoppen müssen. Schließlich sind sie dafür da abzuwägen, ob solch etwas nicht andere verletzt. Es ist doch klar, dass gerade solch ein Artikel irgendwie in die falschen Hände gerät. Und es ist einfach beleidigend, wie da über Frauen geschrieben wird. Wir Marketenderinnen leisten ebenso unseren Anteil und verdienen es nicht, dass so etwas geschrieben wird. Jegliche Diskriminierung hat nichts in einem Verein zu suchen. Letztendlich sollte ein Verein auch die Werte vermitteln, die junge Männer lernen müssen. Es mag sein, dass pubertierende Halbwüchsige im betrunkenen Zustand solcherlei Äußerungen tätigen, aber da sollte dann auch vermittelt werden, dass es Grenzen gibt und dass Frauen keine Objekte sind.

    Ich fände, es wäre gut, wenn eine Art Leitlinie verfasst wird. Dann ist zumindest klar an welchen Werten sich der Verein orientiert und wenn sich da jemand nicht dran hält, dann fliegt er. Ich finde es im Hinblick auf die Arbeit, die man als Marketenderin beiträg,t schäbig, so etwas zu schreiben. Egal ob es ein Scherz sein sollte oder nicht. Gesagt ist oft auch gedacht.

    • birgit kemmer said

      Liebe Eva,

      Sie haben erkannt, worum es mir und vielen anderen Frauen, bei der Berichterstattung ging. Mit Testeron und Alkohol können Dümlichkeiten nicht entschuldigt werden. Das Frauenbild gehört in diesem Verein gründlich überholt.
      Aber ob Leitlinien helfen? Wenn die gute Erziehung fehlt!

      • Eva said

        Das ist auch ein Problem, das sich nicht lösen lässt. Wir haben hier im Unternehmen (ein katholisches Krankenhaus in Brandenburg) letztes Jahr die Mitarbeiter an der Erstellung der Leitlinien beteiligt. Dabei wurde klar, dass diese Leitlinien nicht jeden Tag und von jedem gelebt werden. Aber man sollte immer wieder dazu aufrufen, danach zu arbeiten und diese Werte zu vermitteln. Natürlich kann man solche Parolen nicht verhindern, aber man kann sie dennoch immer wieder ins Gedächtnis rufen. Das schadet auf keinen Fall. Wir haben mal recheriert. Es ist kein Verein zu finden, der tatächlich so etwas wie Leitlinien oder Werte drin stehen hat. Vielleicht sollten sie auch jedem klar sein. Aber eben das ist ein Problem.

  12. Michi said

    Also gut…
    Um es gleich vorwegzunehmen: Ich bin seit fast 10 Jahren Kiveling und habe an dem betreffenden Frühschoppen teilgenommen. An dieser Stelle ein paar Gedanken, die mich zu diesem Thema im selbstgewählten Exil umtreiben:
    Jetzt wird hier viel über dümmliche Bierblätter, Leitlinien zum Frauenbild und eine fehlende gute Erziehung geredet. Soweit so mittelmäßig. Ich habe selbst schon den ein oder anderen Artikel für dieses „dümmliche Bierblatt“ verfasst und habe eine ganze Sammlung davon zu Hause. Klar gibt es Artikel/Ausgaben mit höherem und welche mit niedrigerem Niveau – Zugegebenermaßen ist der Artikel, um den es beim Lingener „Frühschoppengate“-Skandal geht, wohl einzigartig in mancherlei Hinsicht. Nichtsdestotrotz sind die meisten Artikel der vergangen Jahre höchst unterhaltsam und mit viel Sorgfalt geschrieben, ohne dabei eine Bevölkerungsgruppe zu beleidigen. Wer kein Kiveling ist, kann sich davon wohl kein Bild machen, und es muss verstörend sein, diesen Artikel (so ironisch er auch gemeint sein mag) losgelöst von jahrelanger guter redaktioneller Arbeit zu lesen.

    Was das Frauenbild der Kivelinge angeht, wäre es eine richtig tolle Sache, wenn doch mal weitere Beispiele für Verfehlungen ins Feld geführt werden. Der Artikel repräsentiert in keiner Weise die Einstellung der Kivelinge – um mal bei der Methode zu bleiben, die Kivelinge als Gedankenkollektiv zu beschreiben. Wenn ich den Eintrag über meinem richtig interpretiere, wäre ja eines der Aufnahmekriterien eine fehlende gute Erziehung und somit sollte es ja an weiteren Skandalen nicht mangeln (schönen Gruß von meinen Eltern 😉 )

    Meine Beobachtung ist, dass mit Frauen durch die Bank respektvoll und zuvorkommend umgegangen wird. Das können viele „Marketenderinnen“ bestätigen, die keinerlei schlechte Erfahrung mit dem Frauenbild der Kivelinge gemacht haben. Es sollte klar sein, dass trotz unserer historischen Ursprünge (inkl. des Status‘ als Junggesellenverein) das sogenannte Frauenbild dem neuesten gesellschaftlichen Stand entspricht. Wer schon mal mit uns gefeiert hat, kann das sicher bestätigen. Da ich von Zeit zu Zeit Stadtführungen mache, bin ich mir der befremdlichen Wirkung eines Vereines bewusst, in dessen Reihen per Satzung keine Frauen zugelassen sind. Beschäftigt man sich jedoch einmal näher mit den Aktivitäten im Jahresverlauf, sieht man schnell, dass Frauen bei nahezu jeder davon eingebunden sind – sei es nun bei diversen Festlichkeiten, bei Vorbereitungen fürs Kivelingsfest, bei Stadtführungen etc. etc. .

    Dabei gab es nie Zwischenfälle -die mir bekannt wären-, bei denen Frauen in irgendeiner Art und Weise diskriminiert oder herabwürdigend behandelt wurden. Letztendlich ist natürlich auch bei den Kivelingen jeder seines eigenen Glückes Schmied und mir liegt es fern, dafür zu garantieren, dass es nicht auch Kivelinge mit chauvinistischer Einstellung gibt. Wenn dies der Fall ist, haben sie sich allerdings eine denkbar schlechte Plattform gesucht um ihre Einstellung(en) auszuleben.

    Soweit so gut erstmal. Ich hoffe auf eine weitere genauso lebhafte wie faire Diskussion und schließe mit den für meinen Fall gut gewählten Worten „einmal Kiveling, immer Kiveling“ – auf das man mir nach meiner Hochzeit nichts anderes erzählen möge 😉 .

    Gruß
    Michi

  13. Jörn Laue-Weltring said

    Wenn solch Gedankengut sich offenbart, man möglichst nicht mit Kritik daran spart.
    Verteilt ist verteilt wie gedruckt gedruckt ist. Auch 5 Exemplare hätten gereicht, sich zu fragen, was da für Gedanken sich im Nachwuchsbereich rumtreiben. Wer öffentlich mit Steuergeldern gefördert wird und (Werbe-) Aushängeschild einer Stadt wie Lingen ist, kann sich weder mit Alkohol noch mit „privat“ und „im kleinen Kreis“ entschuldigen. Und wenn es diesbezüglich eine Tradition gab: umso schlimmer.
    Die neudeutsche Beliebig- und Lustigkeit stand wohl Pate. Wenn wir die Folgen dieser „Alibis“ für „Tabubrüche“ in Form von Mobbing, Diskriminierung und Gewalt in der Zeitung finden, ist das Jammern und die „Suche nach der Ursache“ immer groß. Dabei gäben solche Frühschoppen genügend Hinweise. Und diesesmal sogar verschriftlicht.
    Wer den Applaus braucht, ist damit nicht frei von Verantwortung für andere Folgen. Darum sind Loriot, Heinz Erhard oder Tucholsky heute noch halt die „Großen“ und andere nur Zeiterscheinungen mit Würgwirkung.

  14. Eva said

    Um das mal klar zu stellen, ich habe bisher nie schlechte Erfahrungen als Marketenderin im Verein gemacht. In unserer Sektion werden wir an so gut wie allem beteiligt, und es fällt gegenüber uns nie ein böses Wort. Und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass solche Äußerungen fallen, wenn wir nicht dabei sind. Ich hoffe, es ist in allen Sektionen der Fall.
    Sicher, man kann es einfach als dummen Scherz verstehen. Aber widerlich ist es trotzdem.

  15. Joachim said

    Man sollte am besten erstmal die nächsten Stadtratswahlen abwarten. Dann wird sich wohl feststellen wer „im Sinne des Volkes“ gehandelt hat oder einfach aus persönlicher Interesse!!

  16. Frage:
    Vielleicht muss man auch nur die OB-Wahlen abwarten. Würde Birgit Kemmer Oberbürgermeisterin, wäre sie doch automatisch nach der Satzung der Kivelinge deren Ehrenmitglied – oder ? Und dann ??
    Na gut, es ist eine theoretische Frage. Dass Birgit Kemmer Oberbürgermeisterin wird, glaubt sie ja nicht mal selber. 😉

  17. […] neueste Bereicherung des Stadtbildes an der Ecke Schlachterstraße/Kivelingstraße; ich widme sie aus gegebenem Anlass der Ratskollegin Birgit Kemmer.  Das unspektakuläre Wohn- und Geschäftshaus aus […]

  18. […] Stadtzentrum ab 20 Uhr zum Beispiel, direkt neben dem Kolpinghaus, in dem sich zuvor ab 11 Uhr die Kivelinge u.a. zum feministischen Diskurs treffen […]

  19. […] Montägliche Entwarnung und auch Birgit K., unser aller “Ratsdame” (gendermäßige Wortschöpfung des Jahrzehnts durch die LT!), […]

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