Weihnachten

7. April 2010

Ja, hamm wa denn schon Weihnachten?  Die Ems-Vechte-Welle meldet heute nämlich:

Bahn erklärt sich bereit, Bahnsteig 2 in Lingen auszubauen

Lingen. Die „Deutsche Bahn“ ist bereit, Bahnsteig 2 im Lingener Bahnhof auszubauen. Das hat Lingens Oberbürgermeister Heiner Pott in einem Interview mit der ems-vechte-welle bekannt gegeben. Bis Juni wolle die Bahn Vorschläge für den Umbau vorlegen, dann dürften die städtischen Gremien entscheiden. Dann wolle die Bahn unverzüglich mit dem Bau beginnen. Die Kostenfrage sei allerdings noch nicht geklärt, so Pott weiter. Bahnsteig 2 war erst Mitte Dezember eröffnet worden. Seitdem hielt sich die Kritik, der Bahnsteig sei viel zu schmal.
Ausführliche Informationen und die Aussagen von Heiner Pott am Donnerstag bei „Durch den Tag“ auf der ems-vechte-welle.

Ein seltsamer Fortschritt, der uns da scheibchenweise verkündet wird. Die Bahn baut, die Stadt zahlt. Im Frühsommer, wenn das Projekt in den Gremien vorgestellt wird, wird es dann heißen. „Müssen wir bezahlen, sonst passiert ja nichts!“

Also zurück zur Eingangsfrage: Ja! Wir haben schon Weihnachten. Die Kinder basteln mit der Eisenbahn und Mama&Papa zahlen.

ps Nachtrag – das zweite Mal dieselbe Botschaft der Ems-Vechte-Welle.

?

7. April 2010

Was bitte bedeutet dieses Schild? Ich hab’s am Karsamstag in der Marienstraße entdeckt. Nun, mein Nachwuchs wusste Rat: „Schau doch mal bei Wikipedia unter Sammelpunkt!“

Tatsächlich. Da lese ich:
„Ein Sammelpunkt in Brandschutzkonzepten beschreibt einen festgelegten Punkt, an dem sich im Brand- oder Schadensfall, also in der Regel bei einer Gebäudeevakuierung, alle Personen aus einen Gebäude sammeln. Der Sammelpunkt muss so gewählt sein, dass er sicher außerhalb einer möglichen Gefahrenzone (z. B. Verrauchung, Trümmerschatten, stark befahrene Verkehrswege, Rettungswege von Feuerwehr und Rettungsdiensten) liegt. Bei der Auswahl ist auch zu berücksichtigen, ob die betroffenen Personen in der überwiegenden Mehrzahl das Gebäude kennen oder eher ortsfremd sind.

Ein Sammelpunkt bietet die Möglichkeit, die vollständige Räumung des Gefahrenbereichs zu überprüfen, im einfachsten Fall durch simples Durchzählen (beispielsweise von Schulklassen). Wenn dies nicht möglich ist, weil die Anzahl der betroffenen Personen nicht bekannt ist – wie bei Behörden mit Publikumsverkehr oder Kaufhäusern –, besteht aber die Chance, durch Befragen der Personen am Sammelpunkt einen groben Überblick zu bekommen.

Die Personen, die aus dem unmittelbaren Gefahrenbereich zum Sammelpunkt gekommen sind, können gezielter weiter betreut werden, z. B. durch Bereitstellung eines Busses oder eines Betreuungszeltes. Sich anbahnende Krisen können gezielter durch Betreuungspersonal abgefangen werden.

Gekennzeichnet werden Sammelpunkte durch ein grünes Piktogramm mit einer stilisierten Personengruppe in der Mitte, auf die aus allen Ecken ein Pfeil deutet. Dieses Schild bildet gleichzeitig auch die größte Schwachstelle, da es weiten Teilen der Bevölkerung unbekannt ist und darüber hinaus auch noch leicht mit dem Schild für einen Treffpunkt (an Bahnhöfen und Flughäfen) verwechselt wird, bei dem ein Punkt statt der Personengruppe abgebildet ist.“

Aha! Sich anbahnende Krisen können gezielter…und  größte Schwachstelle, habe ich sofort verstanden. Gefunden habe ich das Schild nämlich gegenüber von C&A an Lingens (O-Ton Stadtverwaltung: Lingen’s) so genannter Stadtgrabenpromenadeein Geheimtipp schreibt unsere Stadtverwaltung und blamiert sich bei denen, die’s glauben sollen. Tatsächlich ist dieses Stückwerk so eine größte Schwachstelle, weshalb offenbar das Schild da steht. Als Gedankenstrich etwa?

fragt grüßend den Leser dieser Teil der Bevölkerung, für die (ungesammelt, insgesamt, bekanntlich und stets) zu keiner Zeit eine Gefahr besteht!