Mülleimerplatz-I

5. April 2010

Tatsächlich ist es der schönste Platz in dieser Stadt: Der Universitätsplatz, den viele Lingener immer noch Schulplatz nennen, wie er früher hieß. Die Geschichten um ihn sind vielfältig. Beispielsweise war zeitweise da, wo heute die Kunstschule des Kunstvereins ist, das Finanzamt und über dessen Eingangstür prangte aus der Zeit, als das Gebäude eine Schule war,  aus dem Matthäus-Evangelium, Kapitel 19, Vers 14
Das Frühjahr  legt die Gestaltungsmängel dieses Platzes schonungslos  offen. Er  beweist damit die Gleichgültigkeit oder Inkompetenz (suchen Sie sich einfach einen Begriff  aus) der Verwaltungsleute, für die Stadtbaurat L. und OB Pott Verantwortung tragen.  Gehen Sie hin und schauen sich das Beispiel an: Im Umkreis von lediglich 15 Metern finden Sie diese verdreckten, hässlichen  Mülleimer.

Kein großartiger Missgriff , aber ein richtig  typischer. Irgendwann in den letzten 40 Jahren hat man diese Exemplare am Universitätsplatz installiert und dann vergessen. Später kam ein neuer und noch einer und noch einer. Und jetzt gibt es dieses geschmacklos-schmutzige Sammelsurium. Vielleicht benennen wir den Platz einfach um in Mülleimerplatz. Oder machen eine Jahresausstellung des HeimatEmslandmuseums: Mülleimer ohne Wandel der Gedankenlosigkeit – Lingens Universitätsplatz.

Mein Tipp:
Wir sollten uns nicht am Lob der Tagestouristen besaufen, „wie schön“ doch unsere  Lingener Innenstadt sei. Als ob irgendjemand, der freundlich begrüßt wird, ehrlich sagen würde: Is ja reichlich schmutzig und gedankenlos hier.

4 Antworten to “Mülleimerplatz-I”

  1. Ulrike said

    Sehr geehrter Herr Koop, wie fast immer so auch hier als leidgeprüfter Innenstadtbewohner ganz Ihrer Meinung.Ihre Berichte sind ein Grund zur Wiederwahl.Weiter so für alle kritisch denkenden Lingener.

  2. Dierke said

    Sehr geehrter Herr Koop, Ihre Berichte zu den „hübschen“ Osteransichten haben uns heute am Ostermontag zu einer Radtour in die Innenstadt angeregt. Um die mittlere graue Tonne am „Universitätsplatz“ hatte jemand aufgeräumt, damit der kritische Besucher einen nicht ganz so schlimmen Eindruck bekommt. Niederschmetternd war der Anblick in der „Kleinen Poststraße“. Nach dem „Osterfeuer“ war es dort alles andere als österlich !!

  3. Christian said

    Unglaublich… Dieses Sammelsurium findet man allerdings überall in der Stadt.

    Lingen ist für sich gesehen eine schöne Stadt. Doch wenn man genauer hinsieht, wie Herr Koop, tun sich erschreckende Details auf!!

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