Dienstfahrt

30. März 2010

Bundespräsident Horst Köhler ist in die Kritik gekommen. Er wird seines Amtes nicht gerecht, heißt es. Michael Spreng kommentiert  in seinem Blog:

„Dabei gäbe es tatsächlich wichtige Themen für einen Präsidenten: Kindesmissbrauch zum Beispiel. Da wäre moralische Autorität gefragt, nachdem die kirchlichen Autoritäten abgedankt haben. Oder die verzweifelte Lage alleinerziehender Mütter und ihrer Kinder, deren Schicksal durch das Hartz-IV-Urteil wieder ins Licht gerückt wurde. Oder die Krise Europas, die den Menschen Angst macht. Ein Bundespräsident mit moralischer Autorität wäre heute wichtiger denn je. Aber Horst Köhler muss an diesem Anspruch scheitern. Dafür reicht es nicht, ein rechtschaffener und sympathischer Mann zu sein.

In den nächsten Monaten wird es noch einige Versuche des Präsidenten geben, durch Reden und Interviews an Autorität und Relevanz zu gewinnen. Es ist aber zu befürchten, dass dies nicht gelingt. Das ist traurig. Das wird noch eine lange, bittere Dienstfahrt für Horst Köhler. Er tut einem leid. Und das sollte ein Bundespräsident nicht tun.“

Gar nicht falsch, wie ich finde und dabei an Johannes Rau denke und an Richard von Weizsäcker, der im nächsten Monat 90 Jahre alt wird.  Hier geht’s zum ganzen Spreng-Text.

(Foto: Schloss Bellevue, Amtssitz des Bundespräsidenten, © Birgit Winter, pixelio.de)

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