Begrüßung

25. März 2010

Von Nordosten über die B213 in die Stadt hinein fahrenden Besuchern und Bewohnern bietet sich seit Jahresbeginn dieses wunderschöne Straßenbild der Straßen(b)randbebauung an der Haselünner Straße. Jedes Gemeinwesen präsentiert sich eben so, wie es den Verantwortlichen beliebt. Hier beliebt es insbesondere dem Stadtbaurat L. so. Auf Frage des Planungs- und Bau-Ausschussvorsitzenden Reinhold Diekamp (CDU), ob gegen die Ruinen (an der Meppener Straße 124 befindet sich ebenfalls ein ausgebranntes Gebäude) nicht etwas unternommen werden könne, meinte L., das gehe nicht.  Dafür gebe es keine Handhabe, da könne man halt nichts machen. Es ist zwar ein Gerücht, dass Reinhold Diekamp deshalb am Dienstag in die Ukraine abgereist ist (tatsächlich begleitet er einen Hilfstransport).

Aber die Baurat-Aussage offenbart zweierlei: Zum einen Unkenntnis; denn zu den klassischen polizeirechtswidrigen Zuständen zählen Brandruinen. Zum andern Hypothekenrecht: Noch so viel Bürgerengagement in einer Kommune kann einen so wenig kundigen und am Stadtbild so desinteressiert wirkenden Stadtbaurat nicht kompensieren. Also sehnen wir uns doch einfach nach den Zeiten des Vorvorgängers Nikolaus Neumann, der wusste, wie er seine Stadt wollte, und der nicht mangels eigener Vorstellungskraft nur Ideen á la Licht-Brandi und Gedankenstrich-Schonhoff von außen teuer zukaufte. Wann nimmt Herr L. also seinen Abschied?

(Foto: Haselünner Straße mit Straßen(b)randbebauung im März 2010; © ich)

6 Antworten to “Begrüßung”

  1. Eva said

    Besonders schön ist auch die Brandruine in der Meppener Straße. Da scheint sich vorerst auch nicht viel zu tun.

    • tatjana said

      so bevor man solche sachen schreibt sollte man die hintergründe kennen. Es lag keine abrissgenehmigung vor da das haus einen luftschutzbunker besaß

      • Hä? Das hat der Oldenburger in den städtischen Ausschüssen nicht erwähnt und es scheint mir auch ausgemacht unlogisch zu sein. Wer kann in einer Brandruine Luftschutz suchen?

  2. Thomas said

    Apropos Ruine,
    was macht denn die „Alte Post“ ?

    • Sie meinen das alte „Hotel zur Post“ ?! Nun, das verfällt sehenden Auges und trotz vertraglicher Verpflichtung des Eigentümers Josef Berning mit der Stadt Lingen, das Baudenkmal aus Anfang des letzten Jahrhunderts zu erhalten. Stadtbaurat L. meint dazu, der Vertrag sei schlecht, weil er nicht regele, was passiere, wenn der Vertragspartner der Stadt sich vertragswidrig verhalte. ???
      Von Vertragsrecht versteht er eben auch nichts. Allerdings nehme ich an, dass die Zugehörigkeit oder Nähe des Eigentümers zu einer staa/dtstragenden politischen Partei den weiteren Ablauf maßgeblich beeinflussen wird.
      Apropos maßgeblich:
      Wer hat eigentlich für die letzten Wahlkämpfe der Union in Lingen so alles gespendet? ???
      Oh, da bin ich jetzt aber in ein anderes Thema gerutscht.

      • Thomas said

        Ja, genau diese Ruine meine ich.
        Seit August oder noch früher werden auf dem Plakat neue Verkaufsflächen an dieser Stelle angekündigt. Wer versucht hier wen zu täuschen und wann wird das ein Thema im Stadtrat. Zu warten, bis auch das Plakat zerfleddert, geht ja wohl auch nicht. Würde auch 5 euro spenden, wenn das für einen TOP reicht?

        Und, wenn Herr L. schon nichts von Vertragsrecht versteht, dann doch sicher ein RA !

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