Mittelbahnsteig V

19. März 2010

Die Ems-Vechte-Welle meldet gerade:

19.03.10 / 14:39
Bahn sieht Handlungsbedarf am Lingener Bahnsteig zum Gleis 2

Lingen/ Berlin. Auch die Deutsche Bahn sieht nun Handlungsbedarf in der Debatte um den schmalen Mittelbahnsteig des Lingener Bahnhof. Die zuständigen Bahnhofsmanager für die Bereiche Station und Service der Deutschen Bahn werden sich Anfang April mit Oberbürgermeister Pott und weiteren Vertretern der Stadt Lingen zu einem Gespräch treffen. Dann soll über Handlungsmöglichkeiten und eine konkrete Lösung für den umstrittenen Bahnsteig am Gleis 2 abgestimmt werden. Im Gespräch mit dem Bundestagsabgeordneten Hermann Kues teilte der Leiter des Berliner Büros der Bahn, Alexander Kaczmarek, mit, dass man eine einvernehmliche Lösung finden wolle. Das Thema Bahnsteig in Lingen würde mit hoher Priorität bearbeitet. Die interne Prüfung liefe bereits.

Mit Erstaunen lesen wir „hohe (!) Priorität“ und interne Prüfung „bereits“ (!).  Eigentlich war doch nach Bahnansicht alles in Ordnung. Gut, dass die Bahnschädel rund sind, damit das Technokratendenken die Richtung ändern kann. Notwendig ist in jedem Fall, dass erst einmal mit Vadder Kues an der Spitze ein Termin an Ort und Stelle stattfindet für „eine konkrete Lösung“ und die Medien (Thomas Pertz, bitte den Termin vormerken).  Die konkrete Lösung sieht dann so aus, dass die Stadt alles bezahlt oder doch das Meiste von dem, was notwendig ist, um den Bahnsteigspargel a la Geeste in einen verkehrssicheren Bahnsteig umzubauen. Geschätzt kostet das den Lingener Steuerzahler eine sechsstellige Summe. Und den Blick auf großformatige Pressefotos während Treffen, Bau und Einweihung.

2 Antworten to “Mittelbahnsteig V”

  1. Hendrik said

    Anfang April…? Wie passend. Vielleicht finden sich ja noch Geldgeber für ein beschreibendes Schild: „Bahnsteig Lingen, am Gleis 2 – 01. April“

    Das hätte doch was, oder nicht?

  2. Thomas said

    „Die ursprüngliche Vorstellung, dass sich talentierte Bundestagsabgeordnete als Parlamentarische Staatssekretäre für ein künftiges Ministeramt profilieren könnten, erfüllt sich in der Praxis zumeist nicht. Das Amt ist stark in die Kritik geraten, da es oft missbraucht wird, um Parteimitglieder, die bei der Besetzung von Ministerposten zu kurz gekommen sind, ruhigzustellen. Oft nehmen sie nur unbedeutende Aufgaben wahr.“ Quelle. wikipedia

    Eigentlich eine sehr schöne Stellenbeschreibung von unserem Herrn Dr. Kues … aber der Zweck heiligt die Mittel und wenn der Bahnsteig dadurch breiter, die Fotos der Wichtigtuer größer werden … who cares oder um Altkanzler Hohl zu zitieren: „Am Ende zählt was hinten raus kommt.“.

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