Empörung

1. Februar 2010

Sie haben sicherlich vor einigen Tagen diesen Blogbeitrag gelesen. Darin gibt es diese Passage:

„…den besonderen eigenen Beitrag der Stadt Lingen (Ems) zum Weltklima (Sie wissen, dasProblem aus Kopenhagen mit K, was uns in Lingen mit L ja nicht betrifft, weil hier die CDU die Mehrheit hat) lässt mich die – ich räume ein – unsachliche Frage aufwerfen, ob die Herrschaften im Rathaus vielleicht besoffen sind, solche Entscheidungen zu treffen und auch noch zu realisieren…“

In der nichtöffentlichen Sitzung des Lingener Rates am vergangenen Donnerstag regte sich nun ein führender städtischer Beamter auf, den ich eigentlich schätze; ich hätte in meinem Blog geschrieben, sagte er, dass er „betrunken im Rathaus“ sitze und Entscheidungen treffe. Er meinte das wiedergegebene Zitat.

Tja, ich finde es reichlich seltsam, wie man (m)eine Metapher so falsch verstehen kann. Ratskollege Hajo Wiedorn hatte zeitgleich die Rodungsentscheidung. um dies es in meinem Beitrag ging, öffentlich als unsinnig bezeichnet; das erregte nicht.

Derselbe Beamte empörte sich außerdem erst, nachdem ich kritisiert hatte, dass  ein großes städtisches (Schokoladen-)Grundstück für eine Spielhalle verkauft wird und das einmal mehr  ohne jede öffentliche Ausschreibung. Es versteht sich fast von selbst, dass der Verkauf innerhalb der Lingener gesellschaftlichen Szene erfolgt, also nach Gutsherrenart. Sollte vielleicht von meiner inhaltlichen Kritik durch die auf mich konstruiert wirkende Empörung abgelenkt werden?

(Foto: Empörung © Rainer Sturm, pixelio.de)