Haiti

31. Januar 2010

Das deutsche Handwerk und seine Organisationen haben ihr neues Werbevideo wegen des Erdbebens auf Haiti offenbar zurückgezogen. Eine sicherlich sinnvolle Entscheidung. Wenn Sie mehr für Haiti tun wollen, klicken Sie hier

Olli Schulz

30. Januar 2010

Olli Schulz
Heute 20:00 Uhr Alter Schlachthof Lingen
im Vorprogramm: BIBI MCBENSON – Der Film

Wochenendstreifzug

30. Januar 2010

Dann klicken Sie bitte mal kurz hierhin. Bei meinem kleinen Wochenendstreifzug im Internet fand ich dies und lasse deshalb die Ausflüge in die englische Unterwelt (hier und hier oder gar hier) weg, wenn Sie nichts dagegen haben.

Anwalt ohne Recht

27. Januar 2010

Heute, am Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus, beginnt im Lingener Rathaus die kleine und feine Ausstellung „“Anwalt ohne Recht – Schicksal jüdischer Anwälte in Deutschland nach 1933„, die vom Deutschen Juristentag und der Bundesrechtsanwaltskammer konzipiert ist. Sie wird um 18 Uhr im Ratssitzungssaal eröffnet. Die  Einführung hält der Vizepräsident des LG Osnabrück aD Dr. Elmar Schürmann über „Einzelschicksale der jüdischen Anwälte im Bezirk des Oberlandesgerichts Oldenburg“.

Bis zum 16. Februar zeigt die Ausstellung Lebensschicksale jüdischer Rechtsanwälte in Weser-Ems und stellt daran anknüpfend die Grundsätzlichkeit der Ausgrenzung, Entrechtlichung und Verfolgung jüdischer Rechtsanwälte in der Zeit des nationalsozialistischen Gewaltregimes dar.

Vielleicht nehmen Sie sch einmal die Zeit und besuchen die Ausstellung, die von der Stadt Lingen (Ems) und dem Forum Juden-Christen Altkreis Lingen e.V. durchgeführt wird? Der Eintritt  ist frei.

Alter Schlachthof

26. Januar 2010

Sie sollten „intro“ kennen. Das Szeneblatt ist eine kostenlose, werbefinanzierte Musikzeitschrift aus Köln, die sich hauptsächlich mit aktueller populärer Musik beschäftigt, aber auch Computerspiele, Mode, Filme und Bücher vorstellt. 1991 gegründet wird sie  kostenlos in Szene-Lokalen und Plattenläden ausgelegt. Längst ist intro mit einer Auflage von rund 140.000 das größte deutschsprachige Magazin dieser Art. Weshalb ich darauf hinweise?

Versuchen wir es anders herum:  Berlin, Berlin , Berlin, Frankfurt /Main, Berlin, Berlin, Frankfurt/Main, Offenbach, München, Hamburg, München, Hamburg, Köln, Münster, Berlin, Heidelberg, Hamburg, Münster, Wiesbaden und Lingen. So lautet die Liste der bei der Leserabstimmung 2009 gewählten besten Clubs Deutschlands, die jetzt veröffentlicht wurde. Ein Lingener Club ist also unter den besten 20 Clubs in Deutschland. Gewählt wurde „Alter Schlachthof“ und zwar -jetzt kommt’s- auf Platz 1. Lingens Alter Schlachthof ist laut intro-Leserschaft der beste Club hierzulande -inmitten der Spitzenclubs aus Berlin, Hamburg, München.

Ich freue mich darüber und finde es atemberaubend, vor allem wenn man weiß, mit wie wenig finanzieller Ausstattung der Schlachthof arbeiten und klarkommen muss. Da wird -wie ich höre- ein Riesendefizit mit Simpley Red produziert und gleichzeitig ganz woanders mit (fast) nichts  eine große Auszeichnung erreicht. Hoffen wir, dass die Finanzausstattung für Lingens Club Alter Schlachthof endlich seinem Ruf gerecht wird. Einen Nachschlag, bitte.

Der Erfolg hat bekanntlich viele Namen, aber dieser hat nur einen: Stefan Epping. Der Mann mit dem „Ausgeh-Ort Lünne“ ist der Macher des Clubs Alter Schlachthof. Ihm gebührt der Ritterschlag von intro (fast) ganz allein. Chapeau!

Donnerstag

26. Januar 2010

„So ist es richtig! Wegen der Haushaltswahrheit und –klarheit fordert die Verwaltung den Ratsmitgliedern immer wieder Opfer ab.

Wenn der Rat am nächsten Donnerstag den Tagesordnungspunkt 6 (Vorlage 2010-019) berät, wird es wohl sehr lange Diskussionsstoff geben. Wenn man der mathematischen Formel des Kommentators Müller jüngst in der Lingener Tagespost vom 23. d.M. folgt ( „Je kleiner die Summe, desto länger die Debatte – …“ zur Bewertung des Streits um ein Gutachten im letzten Umweltausschuss von 15000 € ), so wird für die Folgen eines Fehlbetrags von 806 Cents wohl mehr Zeit notwendig werden. Die etwa 20 Cent pro Ratsteilnehmer bedingen natürlich einen eigenen Tagesordnungspunkt.

Welches Verständnis zeigt die Verwaltung mit dem Oberbürgermeister Heiner Pott für die Funktion der ehrenamtlichen Politiker ? Oder ist es wieder ein Lapsus des RIS (RatsInformationsSystem)? Ich erwarte als Bürger Lingens mehr Selbstbewusstsein der von mir gewählten Ratsmitglieder in der Wahrnehmung ihrer wichtigen Funktion.“

ein Gastbeitrag von Gerhard Kastein

Kramer

25. Januar 2010

Vor 85 Jahren wurde Harry Kramer in der Hinterstraße 2 in Lingen (Ems) geboren. Kramer war und ist einer der wenigen aus dem niedersächsischen Westen stammenden bildenden Künstler von internationalem Rang, wie es so schön heißt. Der „Friseur aus Lingen“, wie er sich selbst nannte, wurde 1964 als Objektkünstler der Kinetischen Kunst und als Teilnehmer der documenta III international bekannt und in den Jahren vor seinem Tod 1997 vor allem durch seine Initiative zur  Künstler-Nekropole im Habichtswald bei Kassel zum erneuten Gegenstand des Kunstdiskurses.

Hier sein kinetisches Werk „Elephant“. Das schlechte Youtube-Video bringt allerdings nicht wirklich einen guten Eindruck von den Arbeiten Kramers. Die Kunsthalle Lingen im Kunstverein betreut und pflegt einen großen Teil des Nachlasses Kramers, der jedoch der Stiftung Nekropole in Kassel gehört. Dort erinnerte die Stadt Kassel am vergangenen Freitag an den Künstler, der heute 85 Jahre alt geworden wäre. Lingen hält sich offenbar zurück.

Nackig

24. Januar 2010

Wieder einmal ein Ganz-was-anderes-Beitrag. Gefunden im Blog der Ruhrbarone. Der Beitrag bringt meine Gedanken fast auf den Punkt – nach meinen Diskussionen der letzten Tage, bei denen ich überwiegend auf viel Zustimmung zu den Nacktscannern traf, die durch derlei inszenierte (?) Alarme geschürt wird:

Nacktscanner – unsere Würde ist antastbar.

Ich vermisse in der Diskussion um die Einführung der Nacktscanner an den Flughäfen einen Punkt, der mich persönlich wütend macht.

Was habe ich verbrochen, dass ich mich vor unterbezahlten Hilfskräften nackig machen soll?

Ich bin ein durchschnittlicher, weißer Deutscher. Ich bin kein Terrorist und ich will keiner werden. Ich finde unseren Staat im Prinzip super-besser jedenfalls als alles was es sonst auf der Welt so gibt. Vielleicht nicht ganz so toll, wie Norwegen, aber knapp dahinter. Ich habe nichts verbrochen.

Wieso soll ich mich also nackt betrachten lassen?

Mich ärgert es jetzt schon, wenn die privaten Wachdienste am Flughafen in meine Taschen schauen. Das sind irgendwelche Vögel. Die haben keine hoheitlichen Rechte und Pflichten. Das sind keine Polizisten, das sind unterbezahlte Wachdienstler.

Wieso dürfen die in meine Sachen schauen?

Ich war mal in Düsseldorf so ziemlich alleine im Sicherheitsbereich. Da wollte einer der Hiwis in meine Klamotten gucken. Ich hab ihn gefragt, welchen Verdacht er gegen mich hat. Auf dem Bildschirm beim Durchleuchten sei doch nichts zu sehen gewesen, was den Schluss nahe legt, dass ich Terrorist wäre. Er hat mir gesagt, die Hilfskräfte müssten in eine bestimmte Menge Taschen je Stunde schauen, das sei so vertraglich festgelegt. Und wenn wenige Leute da wären, müssten sie halt in jede Tasche, also auch in meine, schauen. Egal ob da was auf dem Bildschirm zu sehen ist oder nicht.

Ich habe gefragt, was passiert, wenn ich mich weigere, weil es keinen Grund gibt, in meine Tasche zu sehen und in meine Privatsphäre einzugreifen.

Dann würde ich zu einer Körperuntersuchung weggebracht, hat der Hiwi gesagt. Da müsste ich mich dann ausziehen und man könne mir in den Arsch sehen.

Aha. Ich hab ihn dann in meine Tasche sehen lassen.

Ich kann also gezwungen werden, zu akzeptieren, dass irgendwer ohne Verdacht und ohne hoheitliche Befugnisse in meine Privatsphäre eingreift. Ich soll das normal finden.

Ich finde das ärgerlich.

… (Fortsetzung hier)

Foto: Arno Bachert, pixelio.de)

Kopenhagen

24. Januar 2010

Stadtrat Büring hat per Interview bekannt gegeben, dass die Stadt weitere 8 Hektar Wald an der Raffineriestraße abholzen will. Ein Minus an Wald, das zum mit dem vorsätzlichen Waldflächen-Minus  aus dem letzten Februar (Foto lks) zu addieren multiplizieren ist, ohne dass dies „ein Plus“ ergäbe, und für das es keinen einzigen Grund gibt. Wiederholung: Keinen einzigen Grund. Die Sozis im Stadtrat schreiben dazu aktuell auf ihrer Internetseite:

Als unsinnig bezeichnet der Vorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion Hajo Wiedorn die jetzt von der Stadt Lingen (Ems) durch den 1. Stadtrat Dr. Ralf Büring angekündigte Rodung der Flächen an der Raffineriestraße. Dafür gibt es nach Ansicht des Sozialdemokraten keinen aktuellen Anlass.

„Wir haben im letzten Jahr viele, auch umstrittene Absichten von OB Pott und seinem Gefolge mitgetragen.“ erklärte Wiedorn gegenüber der Presse. „Für diesen Unsinn haben wir aber keinerlei Verständnis!“
In mehreren Anfragen nach konkreten Ansiedlungsabsichten hatte die Verwaltung, an erster Stelle Baudezernent Lisiecki, immer nur ausweichende oder eher verschleiernde Antworten parat. Und die jüngsten Aussagen von Dr. Büring gegenüber der Presse sagen auch nur, dass Gespräche geführt werden.

Offensichtlich sollen mit der geplanten Rodung Fakten geschaffen werden die nicht oder nur schwer rückgängig gemacht werden können, so wie es schon im letzten Jahr bei der übereilten Baumfällaktion an der Waldstraße praktiziert wurde. „Nach Kenntnis der SPD gibt es keine verbindlichen Ansiedlungsabsichten von Unternehmen an dieser Stelle“ so Wiedorn weiter „oder die Verwaltung hat uns nicht die Wahrheit gesagt. Und an die Verlegung der Raffineriestraße glauben wir nach den Aussagen der BP in den nächsten 5 Jahren auch nicht mehr.“

Sprachlich ausbaufähig aber inhaltlich eindeutig, was Hajo Wiedorn sagt. Ich schließe mich dem Inhalt an.

Geschätzte Leserschaft, hier erleben Sie erneut noch einmal den besonderen eigenen Beitrag der Stadt Lingen (Ems) zum Weltklima (Sie wissen, das Problem aus Kopenhagen mit K, was uns in Lingen mit L ja nicht betrifft, weil hier die CDU die Mehrheit hat) lässt mich die – ich räume ein –  unsachliche Frage aufwerfen, ob die Herrschaften im Rathaus vielleicht besoffen sind, solche Entscheidungen zu treffen und auch noch zu realisieren. Zweite Frage: Warum  eigentlich verkündet der  OB nicht diese umweltfeindliche Entscheidung?

Ps Aktualisiert am heutigen Abend (s. Kommentar von R. Rauscher und mehr und meine Kommentar-Antwort)

unsachgemäß

21. Januar 2010

Aktuelle Meldung auf NDR2:

„Bei Apothekeneinbrüchen in Wietmarschen und Lohne sind Betäubungsmittel und Medikamente entwendet worden, die bei unsachgemäßer Anwendung zu schweren Gesundheitsschäden führen können! Hinweise zum Verbleib der Arzneimittel bitte an die Polizei in Lingen unter der Telefonnummer 0591 / 870.“

Es scheint mir, dass dieser Warnhinweis wenig mit Verkehrsfunk zu tun hat, mehr mit Polizeiarbeit, mit Aufklärung von Straftaten, mit Denunziation. Denn können Betäubungsmittel und Medikamente nicht immer „bei unsachgemäßer Anwendung zu schweren Gesundheitsschäden führen“? Also sollte man eher dazu auffordern, die gestohlenen Präparate anonym abzugeben, zB bei einem Anwalt. Der wird es dann schon an die Freunde mit der Rufnummer Lingen 870 weiterreichen. Da sind die Risiken und Nebenwirkungen auch ohne Packungsbeilage, Arzt oder Apotheker für die Beteiligten geringer.