Stephanus

26. Dezember 2009

Am 26. Dezember, dem zweiten Weihnachtstag, feiert die katholische Kirche den Märtyrer Stephanus. Hierzulande zwischen Sauerland und den heidnischen Stämmen im Norden (mehr…) geht dies mit deftigen Bräuchen einher. Darob hat die Lingener Tagespost nun den Bonikeller gesteinigt, in dem adoleszente Mitbürgerinnen und Mitbürger ihre Freizeit in einem zeitlosen Ambiente verbringen, der Musik lauschen, leckere Flüssigkeiten zu sich nehmen und sich meist sehr wohl fühlen. Im Mittelpunkt der gesellschaftskritischen Ansätze von LT-Redaktör Ludger Jungeblut alias Meckerziege Rieke steht dabei – nicht der antagonistische Widerspruch zwischen Lohnarbeit und Kapital, sondern die stringente Kohärenz von Katholizismus und Feiern. Nicht ganz zitatsicher übrigens, unser Ludger. Und seine Kolumne liest sich so, wie es rechts zu sehen ist:

Nun, schon während die betroffene Jugend sich ob Riekes profunder Doppelmoral leserbriefmäßig empörte und fleißig Wikipedia zitierte, praktizierte das lokale Meinungsblatt praktische Abhilfe in Form eines Meckerbeitrags, der dem Vernehmen nach nicht von Asket Ludger Jungeblut sondern von Eva Maria Riedel geschrieben ist, wobei meine Quelle für diese Info nicht ganz seriös ist, ich die Verfasserin also nur unter Vorbehalt nenne. Der Glühwein (mehr…) war’s, der alles richten sollte. Rieke ergeht sich in einer Eloge an das Wintergetränk, das man eigentlich nur betrunken zu sich nehmen kann. Und das liest sich so, wie es ganz rechts zu sehen ist.
Fassungslos köstlich sozusagen – der Riekes’sche Antagonismus.

Und wenn Sie heute nichts besonderes vorhaben, ruft am Abend Lingens Bonikeller zum intellektuell-spirit(uellen) Diskurs über „Stephanus, das Steinigen, die Medien und die moderne Zeit“. Viel Spaß dabei.

2 Antworten to “Stephanus”

  1. Hans-Peter said

    Tja. Schönes EIGENTOR würde ich sagen.

    Grüße aus dem fernen Kölle!

  2. Lisan said

    Danke Herr Koop,

    da ich mir Rieke’s Kolumne häufig erspare, aber die Leserbriefe über den Beitrag vom Bonikeller verfolgt habe, weiß ich nun, worauf diese sich bezogen haben.

    Übrigens vielen Dank auch für ihre vielen anderen Veröffentlichungen, die leider in der Presse dieser Region nicht so ungefärbt erscheinen.

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