Dörpen

7. Dezember 2009

SPIEGEL-ONLINE berichtet heute -passend zum ersten Tag der Weltklimaschutzkonferenz in Kopenhagen- über den Kampf der  Bürgerinitiaitive Saubere Energie in Dörpen gegen ein Kohlekraftwerk.

Windkraft oder Kohle? Das Emsland streitet über die Energie der Zukunft – stellvertretend für den Rest der Republik. Im Örtchen Dörpen bekämpfen sich Ökolobbyisten und Anhänger eines geplanten Großkraftwerks: Es geht um Arbeitsplätze, Eitelkeiten und sicheren Strom.

Es ist ein Kampf Klein gegen Groß, Windkraft gegen Kohle, vermeintlich Gut gegen vermeintlich Böse: Im niedersächsischen Dörpen, einem Dorf mit rund 4000 Einwohnern, streiten sich die Anhänger erneuerbarer Energien mit jenen der herkömmlichen Kraftwerkstechnik – quasi stellvertretend für den Rest der Republik. Die einen planen einen neuen Steinkohlemeiler, der 900 Megawatt Strom erzeugen soll. Die anderen wollen im Nachbarort Haren, nur 20 Kilometer entfernt, eine Fabrik für Rotorblätter errichten. Geplante Mitarbeiterzahl: 1000….

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(Foto: © BI Saubere Energie Dörpen)

6 Antworten to “Dörpen”

  1. Ernst said

    es ist einfach unfassbar. atomstrom kann man diskutieren, auch wenn man ihn nicht gutheißt. aber kohle? subventionierter rohstoff, der co2 belastet ist??? meine güte… man kann es einfach nicht verstehen.

  2. Naja, Ernst, „Atomstrom diskutieren“ – Das scheint mir doch eine sehr langwierige Diskussion zu werden: Aus den heute üblichen Schutzbehältern tritt schon nach 1400 Jahren Radioaktivität aus, sagen Forscher der britischen Universität Cambridge. Plutonium 239 aber strahlt 241.000 Jahre.
    Dann im Jahr 243.009 können wir das ja noch einmal andiskutieren…

  3. Frank said

    Schon hart! Da müssen sie Menschen, die sich gegen das Kohlekraftwerk mit den ganzen Schadstoffen und dem CO² als Ökolobbyisten titulieren lassen.

  4. Thomas said

    Atomstrom ist wegen der nicht zu beherrschenden Endlagerung inakzeptabel, Kohle ist ein Klima-Killer.
    Mir fehlt es aber an Alternativen vor allem für die Grundlast und konkreten Ausstiegsszenarien mit haltbaren Zielen. Ständig von Lobbyisten umgarnt bemüht sich die Regierung beim Klimaschutz nicht zu weit voran zu gehen, während Sigmar Gabriel als Minister nichts besseres zu tun hatte als neue Kohlekraftwerke zu fordern. Es wird Zeit, dass die SPD aus der Nummer wieder rauskommt und den Ausstieg aus Atom und Kohle als Oppositionsprojekt betrachtet. Alle Wissenschaftler sagen, dass der Ausstieg machbar ist.
    Aber wer organisiert ihn ?.

  5. Frank said

    @ Thomas

    Organisieren kann den Ausstieg aus Kohle und Atom einzig und allein die Politik. Die großen Parteien CDU und SPD (hier ist das Groß schon ziemlich klein) und wohl auch die FDP hängen allerdings am Geldtropf der großen Energiekonzerne. Wenn Sponsoren der Parteitage e-on, Vattenfall, RAG usw. sind, was will man dann erwarten?

    Ich sehe eine Chance der SPD überhaupt aus der Misere zu kommen, mit einer vernünftigen Energiepolitik… da kann sie sich von der CDU absetzen. Wenn man konseuent auf Erneuerbare Energien setzten würde (ohne Kohle und Atom), dann wäre sie die Zukunftspartei und nicht die selbsternannten Klimaretter der CDU und FDP. Dazu aber müsste die SPD von einigen Geldgebern trennen… und das werden die sicherlich nicht machen.

    Der Umstieg geht allerdings nur mit einem bedindungslosem Wollen… und solange die Energieriesen so viel Macht und Geld haben, um die Politik und Presse (und damit die Verbraucher) zu beeinflussen, wird sich wohl nichts ändern. Leider!!! Wenn man sieht, wie die Energieriesen die DENA beeinflussen, dann fällt einem dazu gar nichts mehr ein…

    Viele Experten sagen, dass der Schritt zu Erneuerbaren Energien mit konsequentem Wollen in 10-20 Jahren vollzogen sein kann. Es ist ja nicht so, dass man ganz auf Gas, Kohle und Atom verzichtet, es gibt ja noch genügend Kraftwerke, aber es dürfen nun mal keine Kohlekraftwerke neben dem in Bau befindenen und genehmigten gebaut werden. Das sagen übrigens nicht die Öko-Spinner, sondern viele Institutionen und Organisationen sondern auch der SRU und Bundesämter.

  6. Frank said

    Ich glaube, die „Öko-Lobbyisten“ haben gesiegt. Das Kohlekraftwerk in Dörpen wird nicht gebaut!!!

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