Souverän

28. Oktober 2009

…ist anders. Am 11.11. will sich der Planungs- und Bauausschuss der Stadt treffen und das neue, von der BI Arenawahn eingeholte Gutachten zur geplanten 35-Mio-Projekt Emslandarena diskutieren. Offiziell dann mit dabei, ein Rechtsanwalt und der Lärmgutachter Dipl.-Ing. Christoph Blasius der lokalen Ingenieurgesellschaft Zech Gmbh; sie hatte errechnet, dass eine Emsland-Arena an den bisherigen Emslandhallen zu laut sei. Die von der BI Arenawahn beauftragte Berliner Ingenieurgesellschaft Hoffmann-Leichter kommt auf der Grundlage derselben Zahlen zu einem ganz anderen Ergebnis. Nach ihrem Gutachten ist eine Emsland-Arena  an den bisherigen Emsland-Hallen nicht zu laut.
Als wir im Planungs- und Bauausschuss der Stadt dazu heute diskutierten, meinte Stadtbaurat Georg Lisiecki ernstlich, man könne ja die Sitzung am 11.11. unterbrechen, und in der Sitzungspause der BI Arenawahn und, wenn sie wolle, auch ihrem Gutachter Gelegenheit zur Stellungnahme geben. Daraufhin habe ich vorgeschlagen, die BI Arenawahn und ihren Gutachter offiziell einzuladen und anzuhören und den Berliner Gutachter auch zu bezahlen. Schließlich würde es im Interesse der Sache sein, eine optimale und richtige Entscheidungsgrundlage zu erreichen.

Da hättet Ihr sie mal sehen sollen – die Bedenkenträger aus der CDU-Mehrheit! Das gehe ja gar nicht.  Den Gutachter habe man nicht beauftragt und müsse ihn auch nicht bezahlen. Das könne doch die BI tun. Es reiche, in einer Sitzungspause… Zur Erinnerung: Die CDU/FDP-Pläne, eine Emsland-Arena nahe der Hedonklinik zu bauen, verursachen gegenüber dem Standort an den Emslandhallen jährliche Mehrkosten von mehreren Hunderttausend Euro. Das Geld ist also da. Aber einige Hundert Euro für einen renommierten Gutachter aus Berlin? Wo kommen wir denn da hin!Img_2

Ganz seltsam schien mir die Ablehnung von FDP-Ratsherr Jens Beeck, das genaue Gutachten im Ausschuss auszuwerten. Er hielt jede Diskussion für überflüssig, weil alles entschieden sei. Dis Diskussion, so Beeck, sei in die Vergangenheit gerichtet. Es gebe doch bereits einen Beschluss, einen Baubegleitenden Ausschuss und außerdem den Werksausschuss des Eigenbetriebs Emslandhallen. In wie vielen städtischen Ausschüssen man das Projekt denn besprechen wolle, fragte der FDP-Mann. Meine Gegenposition war simpel: Die Stadt wolle einen Bebauungsplan aufstellen. Diese Planung habe im zuständigen Planungs- und Bauausschusses, erst danach der anschließende Bau im baubegleitenden Ausschuss und der sich anschließende Betrieb im Werksausschuss „Emslandhallen“ behandelt zu werden. Außerdem gebe es auch den Beschluss, für die Emsland-Arena den Bebauungsplan der Emslandhallen  zu ändern. Man solle doch alles tun, die beste Lösung zu erreichen. Dafür müsse der Ausschuss alle Informationen haben und auswerten.

Merke: Manchmal gibt es auch Ratskollegen, die sich standhaft weigern, schlauer zu werden. Die wissen dann auch nicht, dass der Landkreis Emsland zwar einen Zuschuss von 5 Mio Euro für das umstrittene Projekt zahlen will, dies aber nur in fünf jährlichen Raten a 1 Mio.  Bei 5 %iger Verzinsung entsteht durch die Ratenzahlung und die notwendige Zwischenfinanzierung ein Zuschussverlust von bis zu 600.000 Euro. Die 5 Mio Euro sind also bei ehrlicher Rechnung allenfalls rund 4,5 Mio Euro. Dieselben Kollegen hoffen auch tapfer, dass man über die wegbrechenden Gewerbesteuereinnahmen („Delle„) hinwegsehen möge, um das Prestigeprojekt doch noch zu realisieren.

Und das alles für eine Sitzung am 11.11.. Narhallamarsch!

Nachtrag und Korrektur: Es ist natürlich nicht ein Rechtsanwalt am 11.11. dabei, den die Stadt bestellt und bezahlt hat (Wer hat das eigentlich wo beschlossen?) . Nein, nicht einer – es werden voraussichtlich gleich drei sein. Und wie das gekommen sein dürfte,  erzähl ich später.

(Foto: © S. Hainz, pixelio)

18 Antworten to “Souverän”

  1. Eva said

    Ich hoffe inständig, dass der Baurat noch einmal über die Planungen diskutiert und ernsthaft darüber nachdenkt. Wenn es möglich sein sollte die Arena an den Emslandhallen zu bauen oder diese umzubauen, dann wäre das die beste Lösung. Der einzige Gegengrund wäre für mich, wenn es nicht möglich ist zu gewährleisten, dass der Verkehr ordnungsgmäß läuft wenn 5000 Menschen aus der Arena stoßen. Das ist vielleicht ein Problem. Ein klarer Vorteil des Standortes an dem alten Platz ist die Nähe zur City. Die Arena auf der weiten Flur finde ich einfach unattraktiv. Da hätte ich einen Standort auf dem alten Kasernengelände noch besser gefunden. Das wäre dann noch Stadt aber weit genug raus.

    Ist da jetzt eigentlich schon alles in trockenen Tüchern?

  2. Thomas said

    Warum hat die Stadt einen Bedarf an auswärtigem Rechtsbeistand? Sind die städtischen Beamten im Bauamt nicht in der Lage eine Beurteilung des Erlaubten und Machbaren zu erstellen? Dann sollte die Frage erlaubt sein warum diese auf unsere Kosten durchgeschleppt werden und unsere Steuern und Abgaben verfrühstücken. … Übrigens, war es nicht unser OB, der bei der Vorstellung der Pläne im Gauerbach gesagt hat, dass er gerne einen Ausbau der Emslandhallen an der Lindenstraße gewollt habe, es aber leider rechtlich nicht möglich sei. Ich meine es stünde der Stadt gut zu Gesicht die Gutachter der BI formell einzuladen und auch die Kosten dafür zu übernehmen.

    Warum sich Herr Beeck so vehement für den Subventionsbau Emslandarena ausspricht würde mich schon interessieren. Er wollte doch immer ganz besonders darauf achten, dass keine Steuergelder verplempert werden.

    „Herr Beeck, was ist los mit Ihren Prinzipien?“

  3. Frank said

    Hören nicht beim Geld die Prinzipien auf?

    Warum wollen CDU-Ratsmitglieder in Dörpen gegen den riesigen Widerstand in der Region ein Kohlekraftwerk bauen?

    Geld und Macht…

    Wem scheren dann Bürgerinitiativen und deren Argumente?

  4. Alfrett said

    @Conny Spielmanns:
    „Das Können liegt oft im Wollen.“
    Das mag wohl stimmen, allerdings sollte man auch nicht einem blinden Willen (nach Schopenhauer) verfallen. Kritik im Sinne von Überprüfen kann und muss nicht nur negativ sein.

    Um es vorwegzunehmen, auch ich stehe einem kompletten Neubau eher kritisch gegenüber, allerdings hauptsächlich aus Kostengründen, die aber wiederum bei einem Ausbau der bestehenden Anlagen wohl kaum weniger sein dürften.

    Beim eigenen Haus merkt man es z.B. bereits nach 25 Jahren, wenn da alles neu muss (streng nach ENEV, Energiepass, etc.) und man dann noch ausbauen will, steckt man meistens fast genausoviel rein, als wenn man alles planieren und nach neustem Standard Wiedererrichten würde.

    Meiner Meinung nach wäre die Frerener Straße von der Verkehrslage her ideal, mit der Nähe zur Ortsumgehung, denn seien wir mal ehrlich die meisten Besucher kommen nunmal von außerhalb und die gehen eben nicht wie so oft propagiert in City um einen zu trinken, sondern wollen möglichst fix nach Hause. Viel weiter weg, als der geplante Standort der Arena, ist die Umgehungsstraße vom Ortsteil Gauerbauch auch nicht. Die dortigen Beschwerdeführer werden wohl hauptsächlich die dort wohnhaften Bankster und (die seit über 10 Jahren aussterbenden) Ärzte sein, die einen angeblichen Wertverlust ihrer Grundstücke befürchten, eher weniger besorgt um die Beeinträchtigung der Lebensqualität von Otto Normal, was wohl eine eher fadenscheinige Begründung sein dürfte.

    Dementsprechend skeptisch vernahm ich dann auch die Verlautbarung „Es geht (doch)“. Nun bin ich selbst kein Dipl.-Ing. oder sonstwie Lärm- oder Verkehrsfachmann, doch ist es schon mal seltsam, dass das Gegengutachten der Fa. Hoffmann-Leichter nur auszugsweise, das der Fa. Zech jedoch vollständig herunterladbar zur Verfügung gestellt wird.

    Immerhin kann man aber z.B. an diesen Lärmkarten erkennen, dass beide Firmen die Software SoundPlan benutzen, dann jedoch mit den gleichen Rechenverfahren/Verfahrensweisen zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen. Dies lässt für mich eigentlich nur den Schluss zu, das dieses Programm _eben_nicht_ mit den gleichen Zahlen/Parametern gefüttert wurde, denn Computer sind immer noch dumme Befehlsempfänger, sie machen das, was man will.

    Und mal eine Bemerkung am Rande: Es wirkt nicht gerade seriös wenn man die Gutachterfirma, die die eigenen Interessen vertritt, hoch lobt und „renommierte Ingenieurgesellschaft“ nennt und diejenige Gutachterfirma, die wohl den Stein ins Rollen gebracht hat, einen anderen Standort zu wählen, ja schon beinahe abfällig einfach „Firma“ nennt.

    Um mal meinen Standpunkt zu diesem „Geht doch!“-auf-Teufel-komm-raus-Gegengutachten zu verdeutlichen:

    War auch nur ein Vertreter der Fa. Hoffmann-Leichter mal „vor Ort“, nein? Davon muss man nämlich ausgehen, sonst würden diese nicht die öffentliche Straße „Darmer Hafenstraße“ miteinbeziehen, denn wie bestätigte mir Herr Süß vom Fachdienst Recht und Ordnung meine Anfrage bezüglich der An- und Abfahrt zu/von den Emslandhallen in einer schriftlichen Anfrage doch gleich:

    „an den Zufahrten in die Darmer Hafenstraße steht an der Lindenstraße und der Schüttorfer Straße jeweils das Verkehrszeichen 260 (Verbot für Krafträder, Kleinkrafträder und Mofas sowie für Kraftwagen und sonstige mehrspurige Kraftfahrzeuge) mit dem Zusatz „Anlieger frei“.
    Diese Beschilderung bedeutet, dass _nur_diejenigen_, die ein Anliegen _in_ der Darmer Hafenstraße haben, diese auch benutzen dürfen.“

    Nicht umsonst gab es da schon mehrfach Verkehrskontrollen.
    Da u.a. die Emslandhallen mit Lindenstraße 24a adressiert sind und der Raiffeisen Agrahandel auch schon Beschwerden (z.B. wegen der LKW-Waage, die auf dem durchkreuzten Betriebsgelände entlang der Darmer Hafenstraße liegt) eingelegt hatte, wird sich an diesem Zustand wohl so schnell nichts ändern, also entfällt schon mal dieser komplette Verkehrsabfluss und somit auch der feuchte Traum von einer Stunde Kompletträumung.

    Zwischendurch scheint es dann auch immer wieder mal Probleme mit elementarer Mengenlehre zu geben, so sind 60 gleich 160: „60 Stellplätze als Ersatz für den Wegfall der 160 Stellplätze (Parkplatz nord)“

    Den Vogel schießt dann wohl diese Passage ab:
    „Ein Shuttle-Bus-Verkehr kann mit Haltestellen an der Lindenstraße mit bis zu 50 Bussen in der Nacht durchgeführt werden.“ 50 Busse? Fahren die lautlos? Und wer trägt die Kosten bei jeder größeren Veranstaltung für dieses Konzept?

    Alles in allem klingt das noch sehr unausgegoren und nicht wirklich überzeugend, und das sind nur die Punkte die ich nach einmaligem Durchlesen der Auszüge habe („Wer suchet, der findet“).
    Wie schon mal geschrieben, es wäre schön, wenn man auch das Gegengutachten komplett einsehen könnte.

    @Eva:
    Auf dem Gelände der alten Kasernen ist Umweltschutz und wenn ich mich recht entsinne Fledermausansiedlung wichtiger.

    @Thomas:
    Solange die Stadt es nicht muss, wird sie es auch nicht tun, warum für ein nicht bestelltes unliebsames Gegengutachten auch noch Geld bezahlen? Die Menschen wollen beschissen werden, sonst gäbe es solche Dinge wie 9-live gar nicht mehr.

    • Sie schreiben: „Um es vorwegzunehmen, auch ich stehe einem kompletten Neubau eher kritisch gegenüber, allerdings hauptsächlich aus Kostengründen, die aber wiederum bei einem Ausbau der bestehenden Anlagen wohl kaum weniger sein dürften.
      Abgesehen davon, dass Ihr Beitrag Hand und Fuß hat und lesenswert ist und auch ich angesichts wegbrechender Steuereinnahmen die Kostengründe sehe: Ein Ausbau am bisherigen Standort lässt doch immerhin enorme Zusatzkosten am neuen Standort für Parkplätze und Hedon-Klinik-Lärmschutz entfallen. Oder?

  5. Conny Spielmanns said

    @Alfrett
    1. Selbstverständlich war der Gutachter vor Ort
    2. In der Verordnung der Stadt Lingen (Ems) über die
    Hafenbereiche vom 12.11.1997, Seite 2.2
    Bitte nachlesen, – auch der Mitarbeiter der
    Verwaltung- die Darmer Hafenstraße ist eine
    öffentliche Straße.
    3. Selbstverständlich kann man unser Gutachten in voller Länge einsehen.
    Wir schicken es bei voller Namensnennung und E-Mailadresse gerne zu.
    4. Anonym meckern halte ich persönlich für unseriös.
    5. zu den Kosten: unsere Aussage bitte genau lesen
    6. Shuttle-Busse: bitte genau lesen
    7. wer das nicht versteht, ist herzlich eingeladen in die Versammlungen der BI. Da werden wir es gerne erklären.
    8. Da wir die Firma Zech für renommiert und seriös halten, haben wir natürlich auch ein renommiertes und seriöses Unternehmen gewählt.

  6. ThomasA said

    @Alfrett
    1. In dem Verkehrsgutachten der Stadt liest man :
    ..Bei Konzertveranstaltungen wird davon ausgegangen, dass rund 60 % der Besucher aus dem Stadtgebiet von Lingen (Ems)kommen..
    2. Ich gehe davon aus, dass die Erstellungskosten an der Lindenstraße günstiger sein werden, in jedem Fall werden laufenden Kosten bei 2 Standorten aus diversen Gründen höher ausfallen.
    3. Zu der Mengenlehre…
    Bitte den Satz ganz lesen und die 2 Alternativen berücksichtigen.
    4. Den Rest zu kommentieren fällt mir schwer.
    Ich kann mich nur dem Punkt 7 von Conny Spielmanns anschließen.

  7. Stefan Wittler said

    @Alfrett

    Es bleibt mir nichts anderes übrig, als ihren Beitrag ausführlich zu kommentieren, da er – wie viele andere Beiträge auch – zu dem Thema Emslandarena mit Halbwissen, Fehlinformationen und (leider) auch mit Unwahrheiten und Beleidigungen gespickt ist.

    1. Fangen wir mit den herunterladbaren Lärmgutachten an.

    Auf der Homepage der Stadt Lingen können Sie lediglich die Lärmgutachten LL4806.3/01 und LL 4806.4/01 herunterladen. Bei Betrachtung der Titel dieser beiden Gutachten sollte Ihnen auffallen, dass die Lärmgutachten durchnummeriert sind (hier 3 und 4). Die Lärmgutachten LL4806.1/01 aus dem Februar 2009 und das Lärmgutachten LL4806.2/04 aus Mai 2009 wurden der Bevölkerung nicht zur Verfügung gestellt (Warum nicht???).
    Dazu müssen Sie wissen, dass das Lärmgutachten LL4806.1/01 den Standort Lindenstraße betrifft und in diesem von der Firma Zech festgestellt wurde, dass dieser Standort wegen Lärmüberschreitungen in der Form Stand Februar 2009 zu laut sei. Diesem Umstand sei nur mit entsprechenden Lärmschutzmaßnahmen zu begegnen. In diesem Gutachten steht nicht, dass ein Betrieb an der Lindenstrasse nicht möglich ist. Hier auch ein kleiner Hinweis an die Stadträtin Frau Brüggmann: Hier ist die besagte Seite 16, welche es ja nach ihrer Aussage im August gar nicht gibt, äußerst wichtig.

    Das andere Lärmgutachten wurde anlässlich des Dressurfestivals als Sonderveranstaltung auf dem Festplatz erstellt. Sicherlich interessant, aber im Moment nicht unbedingt von Bedeutung.

    Soviel zu der Aussage, die Stadt Lingen habe alle Informationen der Bevölkerung zur Verfügung gestellt.

    2. Zu dem Thema Verkehrserschließung der Emslandarena an der Frerener Straße mache ich jetzt lieber aus taktischen Gründen keine Aussage (Grins), auch hier sollte man nicht alles glauben, was einem vorgegaukelt wird.

    3. Da ja nun 60 Prozent aller Besucher laut Verkehrsanalyse aus Lingen kommen (wer will es überprüfen?), sind viele sicherlich geneigt, nach einem schönen Abend in der Emslandarena noch ein wenig die Stadt „unsicher zu machen“. Die auswärtigen Gäste werden sicherlich nach Hause fahren – aber die Einheimischen werden den Abend vermutlich irgendwo in der City ausklingen lassen wollen – aber in Laxten auf dem Acker wohl kaum. Ein Gruß an die Innenstadtgastronomie!

    4. Das Gutachten der BI Arenawahn Lingen basiert auf den Zahlen der Firma Zech. Diese wurden und werden von der BI nicht angezweifelt. Wie sie zutreffend festgestellt haben, benutzen beide Gutachter die Software Soundplan. Insofern kommen natürlich die gleichen Ergebnisse zustande. Nur wenn man „Berliner Kreativität“ gepaart mit „Lingener BI-Vorstellungen“ zugrunde legt, erkennt man, dass es eben doch geht, indem man vermeintlich unabänderliche Gegebenheiten eben doch ändert, indem man ganz einfach kreativer ist und Möglichkeiten ausnutzt, die der andere Gutachter – ich sage mal: nicht gesehen hat.

    5. Ihre erste Unwahrheit: der Gutachter war vor Ort. Glauben sie allen Ernstes die BI Arenawahn Lingen macht hier Spaß und lässt ein Gutachten über ein Gelände erstellen, welches die Gutachter nie gesehen haben.
    Die zweite Unwahrheit betreffen ihre Bemerkungen zur Lindenstraße 24 a und der Darmer Hafenstraße. Richtig ist, dass die Darmer Hafenstraße durch das Verkehrszeichen 260 und Anlieger frei eingeschränkt ist. Dies ist auch gut so! Daher ist die Darmer Hafenstraße eine öffentliche Strasse. Jeder Besucher der jetzigen Emslandhallen muss – egal von welcher Seite er den Parkplatz an den Emslandhallen erreichen möchte (Schüttorfer Straße oder Lindenstraße) – über die Darmer Hafenstrasse fahren. Er ist somit „Anlieger“ – weil er dort sein Kraftfahrzeug abstellen möchte. Wenn Sie von der Lindenstraße kommend den Parkplatz errechen wollen, müssen Sie die Darmer Hafenstraße befahren. Die postalische Anschrift oder die Lindenstraße mit Hausnummer 24 a hat damit überhaupt nichts zu tun. Zu erreichen ist die Emslandhalle nur über die Darmer Hafenstraße. Eine Betrachtung der Örtlichkeiten ihrerseits wäre vor dem Erstellen ihres Kommentars von Vorteil gewesen. Straßenschilder und Verkehrszeichen sprechen eine „deutliche Sprache“. Zur Not hilft Ihnen hier auch die VKV (früher Katasteramt) weiter. Daran kann auch der Raiffeisen Agrarhandel nichts ändern. Die Strasse ist daher für alle Benutzer, die – wie schrieben sie so treffend –, ein Anliegen haben (den Parkplatz zu erreichen) befahrbar!

    6. Wenzel Consulting aus Hamburg hat zwei Machbarkeitsanalysen (eins/zwei) betreffend des Neubaues einer Emslandareana an der Lindenstraße erstellt. Diese sollte sich jeder interessierte Bürger durchlesen, da diese beiden Analysen nämlich die Grundlage dafür sind, dass eine neue Arena gebaut werden soll – mit dem Standort Lindenstraße. Die Frerener Straße wird in den beiden Analysen mit keinem Wort erwähnt.
    Hier muss zwangsläufig die Frage gestellt werden: Ist denn eine Arena an der Frerener Straße überhaupt machbar? Viele positive Aspekte der Lindenstraße würden bei einem Neubau an der Frerener Straße ersatzlos wegfallen. Obwohl gerade Wenzel sich bei der Machbarkeit auf diese positiven Aspekte der Lindenstraße stützt.
    Hier das Fazit: Es gibt für die Frerener Straße keine Machbarkeitsanalyse, obwohl die Standorte einfach nicht zu vergleichen sind.

    7. Zum „Vogel Abschießen“ folgende Informationen: Wenzel geht bei den Emslandhallen von 982 Parkplätzen (Stand Juli 2008) für ca. 4.910 Besucher aus. Das Gutachterbüro aus Berlin hat bei der Variante I 1090 Parkplätze und bei der Variante II 990 Parkplätze errechnet. Über die Insassenbelegung dieser PKW kann man sicherlich streiten. Aber die einheimischen Besucherzahlen und die zu erwartende Auslastung, sprich ausverkaufte Veranstaltungen, lassen (leider) nicht erwarten, dass es oft zu einem Shuttle-Bus-Service kommen wird/muss. Dieser Shuttle-Bus-Service wird selbst in dem Gutachten der Firma Zech erwähnt. Entscheidend ist nur: wo halten die Busse an und von wo fahren sie los.

    @Alfrett, auch ich lade Sie herzlichst ein, die Veranstaltungen der BI Arenawahn Lingen immer Dienstag um 20:00 im Bürgerzentrum des Gauerbachs zu besuchen. Diese Veranstaltungen sind immer öffentlich, und wir freuen uns über jeden Besuch! In diesem Rahmen kann man sicherlich Missverständnisse aus dem Weg räumen, und man wird unter Umständen feststellen, dass man doch mit der jeweiligen Meinung nicht so weit auseinander liegt.

    Ein Letztes noch: Anonyme Kommentare gefallen mir überhaupt nicht. Nur das „Gesicht“ lässt Wahrheit und Ehrlichkeit erkennen. Wer allerdings rechtschaffende Mitbürger als Bankster bezeichnet, hat allen Grund anonym zu bleiben. Solch eine menschenverachtende Bezeichnung gehört nicht zum Sprachgebrauch der BI Arenawahn Lingen. Oder wissen Sie nicht, was Sie geschrieben haben: http://members.chello.at/herrabisz/GANGSTERundBANKSTER.htm

    Der Demagogie (Volksverhetzung) hat man die BI Arenawahn Lingen schon bezichtigt – aber Bankster setzt noch einen drauf!

  8. Alfrett said

    Hallo Herr Wittler, um:
    „Es bleibt mir nichts anderes übrig, als ihren Beitrag ausführlich zu kommentieren, da er – wie viele andere Beiträge auch – zu dem Thema Emslandarena mit Halbwissen, Fehlinformationen und (leider) auch mit Unwahrheiten und Beleidigungen gespickt ist.“
    mal abzukürzen: DITO! Aber was kann schon erwarten, im ach so anonymen (ich lachte) Internet, dessen Struktur und Kultur hier manche Diskussionsteilnehmer wohl nicht so recht verstanden haben. Nur weil man unter einem Pseudonym Artikel bzw. Kommentare verfasst, ist man doch noch lange nicht anonym im INternet unterwegs. Eine krumme Bemerkung, die Herrn Koop aufstößt ordentlich protokolliert, und das macht das WordPress-CMS, und er kann anhand meiner IP-Adresse zumindest den Anschlussinhaber, der allerdings i.d.R. identisch mit dem Störer ist, ermitteln.

    zu 1.
    Ich habe nicht behauptet, dass die Stadt Lingen „alle Informationen“ zur Verfügung gestellt hat, es ist nur so, dass ein gebundenes Gutachten als PDF mit ordentlichen Grafiken, in die man auch ohne Probleme hineinzoomen kann, ohne gleich Augenkrebs zu bekommen, überzeugt irgendwie mehr als Textauszüge und Grafiken die teilweise bis zur Unkenntlichkeit verpixelt/komprimiert wurden, dass es vorteilhafter gewesen wäre diese nicht online zu stellen. Man will doch mit dem Gegengutachten Leute vom eigenen Standpunkt überzeugen und nicht mit fingiert erscheinenden Auszügen abschrecken.
    Und wenn diese omminöse Seite 16 so essentiell für ihre Argumentationskette ist, sie aber immerhin davon Kenntnis haben, warum stellen Sie sie nicht zur Verfügung? Denn an Urheberrechtsfragen wegen veröffentlichung scheint es ja nicht zu scheitern.

    zu 2.
    Zum Standort Frerener Straße habe ich meine eigenen Überlegungen angestellt und nichts von anderen übernommen, wem oder was soll ich nun also keinen Glauben schenken? Siehe „Meiner Meinung nach wäre die Frerener Straße von der Verkehrslage her ideal, mit der Nähe zur Ortsumgehung“.

    zu 3.
    Es muss ja nicht beim Acker bleiben, wenn man dann baut, sollte man eben nicht kleckern sondern _protzen_. Ist z.Z. nicht eh wieder der Trend rauf aufs Land?

    zu 4.
    „Berliner Kreativität“ gepaart mit „Lingener BI-Vorstellungen“ sind nun aber wohl nicht im Sinne der Lingener Stadtplanung, bzw. eher umgekehrt. Sicherlich sehen hier 4 Augen mehr als 2, aber der „Kasus Knacktus“ des „Wie?“ wird einem vorenthalten.

    zu 5.
    Seit wann ist eine Frage eine Aussage? Wie kann eine Frage in die Runde unwahr sein? Ich habe mit keinem Wort behauptet, dass niemand vor Ort war, ich habe lediglich meine Annahme postuliert, siehe: „War auch nur ein Vertreter der Fa. Hoffmann-Leichter mal „vor Ort“, nein?“
    Und was für eine zweite Unwahrheit meinen Sie? Ich habe lediglich Herrn Süß vom Fachdienst Recht und Ordnung (der sollte es doch wissen, wenn nicht, bitte den korrekten Ansprechpartner nennen, danke!) _zitiert_ wie ich eingangs zu meinem ersten Beitrag bereits schrieb, ich bin sicherlich kein Fachmann für Lärm und Verkehr, deshalb versuchte ich eine konkrete Aussage bei der Stadt zu bekommen. Ich selbst wurde da zumindest schon mal mündlich ermahnt, obwohl ich von einem Konzert aus den Emslandhallen kam.

    zu 6.
    Welche der „vielen positiven Aspekte“, _außer_ der ach so wichtigen Innenstadtnähe, würden denn einer Standortrealisierung an der Frerener Straße zum Opfer fallen? Und wo wir schon noch mal bei den Standorten sind, soweit mir bekannt, ist das Kasernengelände (ich weiß nicht ob nun das ganze) wirklich für Naturschutz und Fledermausansiedling verplant, da sie ja sehr in der Materie vertieft zu sein scheinen, wissen sie ob auch noch andere Standorte diskutiert wurden? Die wenigen Punkte, die man dort als „positiv“ ansehen könnte sind entsprechend dem Rating der Fa. Wenzel nur mit „befriedigend“ markiert, einzig die „Leuchtturmfunktion“ für Lingen ist mit gut markiert, auf Seite 5 kommen dieselben Aussagen noch mal mit ähnlicher Bewertung (differenzierter?!), ohne jedoch wirklich zu überzeugen.

    zu 7.
    Wenn das Wörtchen „wenn“ nicht wär‘. Bezüglich der shuttle-Busse bin ich sehr am finanziellen Aspekt interessiert und wo sie angeblich abfahren, ist doch im Hoffmann-Leichter gutachten in einer der unscharfen Grafiken gerade noch so zu erkennen, machen Sie doch bitte Ihre Hausaufgaben.

    Zur Einladung:
    Die lehne ich dankend ab, denn ich verkrieche mich lieber im „anonymen“ Internet, ja und sowieso bin ich wohl ein nerdiger Sozialphobiker, den man wohl nicht wirklich ernstzunehmen braucht, wenn er mal wieder andere auf virtuellen Diskussionsplattformen mit seiner Cerebraldiarrhoe beglückt.
    Seit dem ich gemerkt habe, da es auch „Menschen“ gibt, die einem dreist ins Gesicht lügen können, ohne auch nur eine Millisekunde die Miene zu verziehen, gebe ich auf solche Face2Face-Plattitüden nicht mehr viel.

    Auch mit solch Floskeln wie „rechtschaffende Bürger“ wäre ich in der heutigen Zeit- und Informationsgesellschaft ziemlich vorsichtig, das behaupten nämlich NPD-Funktionäre auch immer von sich, „rechtschaffende Bürger“ zu sein (da sie die sogenannte Nazi- bzw. Faschismuskeule schon mal ins Gespräch gebracht haben, habe ich sie auch mal geschwungen, amen.).
    Für die von Ihnen erwähnten Volksverhetzungsvorwürfe hätte ich gerne eine nachvollziehbare Quelle, von mir kamen diese zumindest nicht.
    Und bitte nicht einfach nur auf den (möglicherweise) TOP-hit von google verweisen, mit der Suchmaschine komme ich gerade noch so zurecht. Fakt ist, dass Bankster alles andere als „rechtschaffende Bürger“ sind. Falls Sie sich irgendwie angesprochen fühlen, bedaure ich das, nur würde ich nie einen rechtschaffenden Briefmarken- und Münzhändler (ja, die Tür schwingt in beide Richtungen) mit einem Bankster in Verbindung bringen.

  9. Peter said

    @Alfrett

    selbst wenn es der pure Aufwand ist und die Renovierung der EL Hallen ebenfalls 25Mio kosten würde, wäre das auch gerechtfertigt!

    Warum? Weil zwei Hallen hunderttausende Euros kosten! Es ist einfach irre… allein dieser Fakt rechtfertigt eine Renovierung.

    • Alfrett said

      Na dann sollte man die alten Hallen ganz schnell abreißen, oder umfunktionieren; vielleicht macht man da auch eine Fledermausansiedlung draus, der NABU würde sich bestimmt freuen 😉

      • Conny Spielmanns said

        Ach Alfrettchen, jetzt wirst du aber wirklich nur noch albern….

        Da es hier um unsere Steuergelder geht, sollte man als verantwortungsvoller Mensch dieses ganze Unterfangen schon mit dem nötigen Ernst betrachten und kommentieren.

      • Alfrett said

        Extra für Leute die mit ironischer Überspitzung nichts anfangen können, habe ich noch einen Smiley (;-) )angehängt und selbst der wurde offensichtlich übersehen.
        Nun ja, da hier wohl kaum noch Fakten reinkommen, warten wir mal die Sitzung zum Faschingsbeginn ab, mal schauen welche Pappnasen sich da die Blöße geben.

  10. Bernd Koop said

    Vorteile eines Ausbaus am bisherigen Standort, die mir spontan einfallen:
    • nur eine Verwaltung
    • nur ein Lager bzw Magazin
    • öffentliche bzw wirtscaftliche Ausweichflächen was Parkraum angeht, gegenüber öffentlichen Straßen und Privatgrundstücken
    • ein Wartungsteam, bzw Instandhaltung
    tba….

  11. Hans said

    Was mich mal interessieren würde: die Stadt/OB Pott schießen sich auf den Lärm ein. Andere Städte haben ihre Arenen doch auch in der Innenstadt. Münster, Kiel usw… Wieso gibt es dort keine Probleme? Und zum „Verkehrsabfluss“ an der Frerener Straße müssen alle(!!!) über die Bundesstraße. Am alten Standort verteilt es sich…

    FAZIT: Im Rathaus ist man zu stolz und träumt wohl in der Tat von „Wetten, dass!?“

    Aber soll ich mal eine Wette anbieten: Die neue Halle wird so oder so Mist – und teuer! Zu teuer sowieso… mindestens im Unterhalt. Einfach lächerlich, Pott!

    • Alfrett said

      Das mit den Arenen in Kiel und Münster kann vielleicht an den unterschiedlichen Bebauungs- und Flächennutzungsplänen liegen. In denen wird doch letztendlich festgelegt, was ein reines Wohngebiet, oder Wohngebiet mit Einschränkung etc. ist und dementsprechende Lärm- und sonstewas-Obergrenzen festgelegt. Natürlich könnte wohl die Stadt Lingen vielleicht einfach die Einstufung ändern und die Standortfrage wäre quasi erledigt, aber zum einen scheint ja hinter der Arena ein Politikum (Demokrötie funktioniert einfach nicht, siehe AKW-Beitrag&Kommentare) zu stehen und zum anderen fürchten die Einwohner der Kolkstraße und der anderen anliegenden Wohngebiete ebenso eine Einschränkung ihrer Lebensqualität, wie auch die Iniatoren der BI-AW.
      Und vielleicht versteift man sich eben auch auf Lärm und Verkehr bevor es dann, wenn dementsprechende Szenarien eintreten sollten, Klagen hagelt. Aber wie man es auch macht, man wird es nie allen recht machen können, deshalb versucht man sich so weit wie möglich vorher abzusichern.
      Mal eine andere Frage zum Finanziellen Aspekt, sollen in der „Arena“ nicht auch die Spiele des HSG NOH-LIN stattfinden? Sollte das nicht ein kalkulierbarer Standfuß sicherer Einnahmen sein?

  12. […] Planungs- und Bauausschusses hatten sich die CDU-Leute außerordentlich schwer getan. Sie wollten nichts von meinem Vorschlag wissen, die Stadt solle die Kosten der Sachverständigen der Berliner Ingenieurgesellschaft […]

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