Geht doch!

21. Oktober 2009

kultureinrichtungen-emslandhallenConny Spielmanns schickt mir heute diese Presseerklärung der BI Arenawahn. Die zentrale Aussage: Es geht doch! Die Emslandarena kann am Standort der Emslandhallen an der Lindenstraße gebaut werden, haben renommierte Lärm-Sachverständige auf der Grundlage der vorgelegten Zahlen errechnet. Ich sage voraus, dass jetzt die Lärm-Gutachter der Fa Zech alles daran setzen, ihre „Geht-nicht-Zahlen“ zu rechtfertigen.
Die neue Stellungnahme bringt eine spannende Entwicklung, die nur von der noch spannenderen Frage überboten wird, wieviel Geld die Stadt Lingen (Ems) eigentlich im kommenden Jahr und 2011 (nicht) hat, um sich die Arena zu leisten. Aber vielleicht gibt es ja auch einen Schattenhaushalt wie anderswo. Der müsste aber bis 2014 eingerichtet werden. Denn die angekündigten 5 Mio Euro Zuschuss des Landkreises Emsland werden nur in jährlichen Raten von je 1 Mio Euro fließen. Das hat auch kaum jemand gewusst, oder Sie etwa?

Gutachten belegt: Emslandarena kann am Standort Lindenstraße gebaut werden!

Der Bürgerinitiative ARENAWAHN Lingen liegt seit Freitag der vergangenen Woche das von ihr in Auftrag gegebene Gutachten der renommierten Ingenieurgesellschaft Hoffmann-Leichter aus Berlin vor. Basierend auf dem Zahlenmaterial der Firma Zech, Lingen, und der von der Verwaltung bereits im Jahre 2008 durch die Wenzel Consulting AG, Hamburg, angefertigten Machbarkeitsanalysen I + II, erarbeitete das Büro Hoffmann-Leichter mehrere Alternativkonzepte, die zweifelsfrei beweisen, dass dem Bau der neuen Emslandarena an der Lindenstraße nichts im Wege steht.

Die BI und deren Unterstützer sind froh darüber, dieses Gutachten präsentieren zu können. Den Mitgliedern der BI, interessierten Bürgerinnen und Bürgern sowie Vertretern aus SPD und Bündnis90/die Grünen wurden bereits in einer ersten öffentlichen Versammlung am 20.10.2009 das Gutachten und die dazugehörenden Erklärungen im Rahmen einer Powerpoint–Präsentation vorgestellt.

Einhellig wurde von allen Teilnehmern begrüßt, dass bei der Erstellung der Alternativkonzepte die vorgeschriebenen lärmtechnischen Grenzwerte bei der umliegenden Wohnbevölkerung nicht nur eingehalten, sondern zum Teil sogar deutlich unterschritten wurden. Darüber hinaus fand die besondere Akzentuierung des Gutachtens auf die städtebauliche Entwicklung dieses innerstädtischen Areals viel Beifall, da so z.B. ein „Wohnen am Wasser“ am Alten Hafen sowie die Ansiedlung eines gehobenen Tagungs- und Business-Hotels ermöglicht werden kann.

Die bei der gleichzeitigen Nutzung der jetzigen Emslandhallen und der neuen Emslandarena entstehenden Synergieeffekte lassen damit auf einer Fläche von über 7.000 m2 ein Veranstaltungs- und Multifunktionszentrum entstehen, das selbst von größeren Städten wie Osnabrück und Münster nicht geboten werden kann. Damit hätte die Stadt Lingen auf diesem wichtigen Sektor einen Alleinstellungsanspruch in der Region.

Möglich wurden diese umfangreichen Planungen, da die gewonnene Ingenieursgesellschaft Hoffmann-Leichter sich als Spezialist auf den Gebieten der Verkehrsplanung, der Straßenverkehrstechnik sowie des Immissionsschutzes und der Projektsteuerung betätigt und als absolutes Schwergewicht der Branche gilt (www.hoffmann-leichter.de). Unter anderem war Hoffmann-Leichter an der Konzipierung der größten deutschen Arena, der O2-Arena in Berlin, beteiligt und war bei der Entwicklung des Verkehrskonzeptes federführend.

Wir werden weiterhin umfassend berichten. Unsere Versammlungen finden jeweils dienstags um 20.00Uhr im Bürgerzentrum Gauerbach statt. Nähere Informationen gibt es auf unserer Homepage unter www.emslandarena.info oder www.bi-arenawahn.de

(Foto:  Emslandhallen; © Stadt Lingen)

15 Antworten zu “Geht doch!”

  1. Anton said

    Unglaublich. Jetzt bin ich gespannt, was Heiner & Co. sagen und machen.
    Es muss hart sein, ein Gutachten zu bekommen, dass man nicht beeinflussen konnte.

  2. Peter said

    Es spricht doch sowieso alles für die Emslandhallen. Gut und sinnvoll umbauen und gut ist. Selbst das Argument „die haben ja keine Ahnung“ zieht nicht, wenn Hoffmann/Leichter die o2 World konzipiert haben.

    Es wäre in der Tat schlichter Wahnsinn in der derzeitigen Zeit eine 2. Halle zu bauen. Modernisiert und baut die EL-Hallen um und gut ist. Macht es doch einfach 1x…

  3. Lingener said

    Was heißt hier „konzipiert“? Das Büro hat lediglich Verkehrsbeobachtungen und Verkehrszählungen für das Verkehrsmonitoring durchgeführt. Wieso wird hier suggeriert, als ob die Experten die O2-Halle geplant hätten?

    Ich halte das für wenig seriös, so zu argumentieren…!

    Hinweis des Herausgebers: Bitte künftig eine korrekte E-Mailadresse verwenden. Danke!

  4. Stefan Wittler said

    @ Lingener

    Halbe Wahrheiten haben wir in Lingen schon genug. Weiterlesen lohnt sich immer. Ca 40 bis 50 Referenzeinträge !!! Weiter steht folgender Originaleintrag:

    „Erstellung eines Verkehrsmanagementkonzepts für die O2 World in Berlin-Friedrichshain-Kreuzberg, Oktober 2008“
    Auftraggeber: Anschutz Entertainment Group Development GmbH

    Weitere Auskünfte erteilt Hoffmann und Leichter oder die BI Arenawahn Lingen.

    Transparenz ist der BI Arenawahn „wahnsinnig“ wichtig!

    Und seriöse Kommentare auch……..

  5. Selbstverständlich ist die Gegenstudie ein Superergebnis. Vor allem ein souveränes Unternehmen als Partner gewonnen zu haben ist super!! Freude !!!
    Gerade gelesen: 400 Postmitarbeiter müssen wegen Quelle-Konkurs zu Hause bleiben. Und was ist in unserer Region mit Karmann, Krone, Meppener Eisenhütte u.a. Betrieben ? Diese Mitarbeiter (MA) haben andere Sorgen, als eine Emslandarena zu besuchen !!!

  6. Peter said

    @ Lingener

    Ich will hier gar nichts suggerieren! Entscheidend ist, dass die Arena auch auf dem Gelände der EL Hallen durchgeführt werden kann. Soll die BI noch ein Gutachten einholen!!! Am besten was aus München oder Hamburg… doppelt hält besser ;))

  7. Henry Barson said

    Um es mal mit Herrn Koops eigenen Worten vom 19. August 2009 zu kommentieren:

    „…, und ich empfinde diese Nivelliererei auf der Grundlage bestehender wissenschaftlicher Rechenmodelle als unsäglich.“

    „Diesen Unfug haben die Experten mit ihren Modellen so errechnet. Die errechnen mit ihren Modellen auch, dass die Erde eine Scheibe ist. Da fällt mir dieses Beispiel ein: Die 10 Sekunden auf eine glühenden Elektroherdplatte gedrückte Hand wird keine Brandblasen werfen, weil sich nach den einschlägigen Rechenmodellen der Experten im Tagesschnitt die Handtemperatur nur geringfügig erhöht.“

    Und nun?

  8. Thomas said

    @ henry
    in diesem fall hätte wohl auch eine intensivere
    beschäftigung mit dem thema und das zurate ziehen
    der üblicherweise vorhanden lokalen kompetenz ausgereicht. ingenieure gibt es in den behörden sicher genug.
    das problem ist nur :
    einem gutachen kann man leider nur mit einem gegengutachten begegnen.
    alles andere wir nicht mehr akzeptiert !

  9. Henry Barson said

    @Thomas:
    Ich meinte eher die ambivalenten Stellungnahmen des Herrn Koop/der BI Arenawahn bezüglich Gutachten von Ingenieuren/Experten. Solange nämlich ein solches Gutachten die eigenen Interessen unterstützt, wird es hochgejubelt: „ES GEHT DOCH!!!!11elfelfelf“ ohne dass allerdings der Weg/dieMethode „Wie?“ aus dem Gutachten der Fa. Hoffmann-Leichter hervorgeht. Nicht umsonst heißt es doch „Der Weg ist das Ziel“. Mir scheint hier wurde eher das Ziel festgesetzt und dann ein nicht klar dokumentierter (Irr-)Weg benutzt.
    Und wehe, wehe, ein solches Gutachten stellt sich gegen die eigenen egoistischen Interessen, dann ist das Geschrei groß.
    Man sollte das auch mal so sehen, die genannte Fa. Zech hat ihren Sitz in Lingen, hätte also (über-)regional einen Ruf zu verlieren. Der Berliner Firma kann es quasi egal sein, wenn sie im Emsland einen nicht so guten Ruf hat, denn sie hat ja noch ihren „Kerneinzugsbereich“ in Berlin und drumherum. Für das Tagesgeschäft der regional ansässigen Firma wäre das aber möglicherweise schon existenzgefährdend (das nur mal so an den Adressaten der hier Korruptionsvorwürfe einbrachte).

  10. Henry Barson said

    @Thomas:
    Ich meinte eher die ambivalenten Stellungnahmen des Herrn Koop/der BI Arenawahn bezüglich Gutachten von Ingenieuren/Experten. Solange nämlich ein solches Gutachten die eigenen Interessen unterstützt, wird es hochgejubelt: „ES GEHT DOCH!!!!11elfelfelf“ ohne dass allerdings der Weg/dieMethode „Wie?“ aus dem Gutachten der Fa. Hoffmann-Leichter hervorgeht. Nicht umsonst heißt es doch „Der Weg ist das Ziel“. Mir scheint hier wurde eher das Ziel festgesetzt und dann ein nicht klar dokumentierter (Irr-)Weg benutzt.
    Und wehe, wehe, ein solches Gutachten stellt sich gegen die eigenen egoistischen Interessen, dann ist das Geschrei groß.
    Man sollte das auch mal so sehen, die genannte Fa. Zech hat ihren Sitz in Lingen, hätte also (über-)regional einen Ruf zu verlieren. Der Berliner Firma kann es quasi egal sein, wenn sie im Emsland einen nicht so guten Ruf hat, denn sie hat ja noch ihren „Kerneinzugsbereich“ in Berlin und drumherum. Für das Tagesgeschäft der regional ansässigen Firma wäre das aber möglicherweise schon existenzgefährdend (das nur mal so an den Adressaten der hier Korruptionsvorwürfe einbrachte).

    Addendum:
    Hach wie herrlich, Herr Koop spielt den Zensurclown, unbeliebte Meinungen werden einfach gelöscht bzw. IP-Adressen kritischer Kommentatoren ausgeschlossen.

  11. @ Henry Barson

    Wenn schon Zitat, dann bitte vollständig und nicht, wie es Ihnen auszugsweise in den Kram passt. Ich habe am 19.08. dies geschrieben:

    „Die Vertreter der BI Arena-Wahn kündigten an, die Lärmgutachten durch einen eigenen Sachverständigen überprüfen zu lassen. Das ist gut so, obwohl ich grundsätzlich nichts von diesen Grenzwert-, Milligramm- und Dezibeldiskussionen mit Fachleuten halte. Meine Erfahrung ist, dass politischer Streit nicht mit Technokraten gelöst wird, und ich empfinde diese Nivelliererei auf der Grundlage bestehender wissenschaftlicher Rechenmodelle als unsäglich. Nach diesen Rechenmodellen wird es zB auch im Gauerbach oder in Ramsel nicht lauter, wenn Abends um 23 Uhr 1000 Kraftfahrzeuge vorbeifahren. Diesen Unfug haben die Experten mit ihren Modellen so errechnet. Die errechnen mit ihren Modellen auch, dass die Erde eine Scheibe ist. Da fällt mir dieses Beispiel ein: Die 10 Sekunden auf eine glühenden Elektroherdplatte gedrückte Hand wird keine Brandblasen werfen, weil sich nach den einschlägigen Rechenmodellen der Experten im Tagesschnitt die Handtemperatur nur geringfügig erhöht.“

    Zur kleinen Pöbelei „Zensurclown“: Ich betreibe in der Tat diese Blogseite nicht, um mich von anonymen Herrschaften beschimpfen zu lassen. Daher habe ich bislang einen entsprechenden Beitrag gelöscht, weil er unter einer falschen E-Mailadresse gefaked war. Also: Bitte immer hübsch artig bleiben 😉 Oder ist Ihre E-Mailadresse auch gefaked und Sie regen sich schon mal vorsorglich auf?

  12. jonas said

    herr koop hat sogar die pflicht die kommentare zu kontrollieren und eventuell rechtswidrige zu löschen, sobald er kenntnis davon erlangt. ich würde genauso verfahren, wenn der kommentar lediglich beleidigend war/ist.

    @henry ich würde gerne noch auf eine sache hinweisen:
    Du schreibst „Für das Tagesgeschäft der regional ansässigen Firma wäre das aber möglicherweise schon existenzgefährdend (das nur mal so an den Adressaten, der hier Korruptionsvorwürfe einbrachte).“

    das siehst du falsch. denn es ist doch so: würde eine im emsland ansässige firma ein gutachten erstellen, dass den vorstellungen der auftrageber widerspricht, wären folgeaufträge schlicht und ergreifend nicht zu erwarten. hier hat man nunmal zu hüpfen, wenn dies gefordert wird. für eine lahmende verwaltung, wie lingen sie hat, wäre auch alles andere viel zu nervenaufreibend. lieber beim altbewährten bleiben, dann geht auch nichts schief.

    daher ist es schon klug, ein berliner büro mit einem gutachten zu beauftragen, dass schon erheblich größere und kompliziertere planungen umgesetzt hat. ich sehe es auch als großen vorteil, dass dieses büro nicht in irgendeiner art und weise bisher im emsland in erscheinung getreten ist.

    es ist ein fehler , keine gutachten zu den eigentlichen nutzungen einer halle abseits von sport, messen, comedy und volksmusik zu erstellen. aufwändige fernsehproduktionen, größere konzerte mit bekannten künstlern aus nah und fern haben ganz andere anforderungen als die, die lt planung in der jetzigen hallen-version vorgesehen sind.

    man muss sich auch davon lösen, dass nur durch eine neue halle alles besser wird. dem ist nicht so. jemand muss einfach mal leute fragen, die in diesem geschäft arbeiten. lingen ist ein c-standort mit a- und/oder b-standorten nicht konkurrenzfähig – weder mit emslandhallen noch mit emslandarena. lingen wird es auch nie werden – schon mangels einzugsbereich. das muss mal in die köpfe.

  13. Carsten Primke said

    Hallo!

    Also ich freue mich für die BI Arenawahn. Sie hat, trotz aller Unwegsamkeiten und finanzieller Schwierigkeiten, einen langen Atem bewiesen. Es ist eigenartig, dass ganz normale Leute in ihrer Freizeit und an ihrem wohlverdienten Feierabend einen besseren Job machen als einige andere Leute im Rathaus. Das sollte auch unserem OB zu denken geben.
    Ich freue mich schon auf das erste Motörhead-Konzert in der neuen Halle am alten Standort.

    Gruß

    Carsten Primke

  14. jonas said

    @carsten, dieses denken meine ich.

    ein konzert der größenordnung war und ist das einzige in 5 jahren. und dann nicht aufgrund der fans oder halle (die wie schon gesagt auch in der geplanten fassung zu schmal bemessen wäre [deckenhöhe! technische austattung!] UND dann kommt hinzu das empzufällig*“ die jungs dazu bewogen hat, hier zu spielen. mach‘ doch mal die augen auf.

  15. Nachtrag
    „Sehen gute Ansätze für eine Eweiterung am Standort Lindenstraße“
    Die Stellungnahme der SPD Lingen (Ems) vom 22.10.2009

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