Standortnachteil

28. August 2009

IMG_0007Sonntag wählen unsere  Nachbarn in Nordrhein-Westfalen neue Kommunalparlamente. Schade, dass man in unserer Lokalpresse darüber nichts lesen kann. Mich würde schon interessieren, wie es zum Beispiel in Rheine oder Ibbenbüren aussieht. Aber ich erfahre immerhin auf SPIEGEL-online  den durchdachtesten Vorschlag, den ein Kölner Oberbürgermeisterkandidat je aufgestellt haben dürfte! Und der hat meine Lachmuskeln strapaziert. Hier die Originalmeldung

Am 10. Juni wurde (Peter Kurth) zum Spitzenkandidaten der CDU nominiert. Dass ihn inzwischen schon jeder dritte Kölner zu seinem Oberbürgermeister wählen will ist mehr als ein achtbarer Erfolg. Tendenz steigend. Und er könnte noch deutlich mehr Stimmen bekommen, wenn die FDP auf ihren eigenen OB-Kandidaten verzichten würde. Kurth spricht schmallippig von einer „Schwächung des bürgerlichen Lagers“ – und hofft, dass FDP-Mann Ralph Sterck vielleicht doch noch aufgibt, was dieser bisher vehement ablehnt.

Doch nun hat sich Sterck selbst ein Bein gestellt und für Kölner Verhältnisse eine Ungeheuerlichkeit begangen: Er stellt den in der Domstadt traditionell arbeitsfreien Rosenmontag in Frage. Der sei ein „Standortnachteil für Köln“, auch die Beamten der Stadt müssten sich demnächst am höchsten Feiertag der Kölner Urlaub nehmen, wenn Sterck Oberbürgermeister würde. Doch davon ist der Liberale weit entfernt: 6,3 Prozent bekam er bei einer Umfrage des „Kölner Stadt-Anzeigers“, und das war noch vor der Sache mit dem Rosenmontag.

Hier zum SPIEGEL-online-Beitrag: Kommunalwahl: CDU fürchtet Schockergebnis in NRW-Großstädten

Und ansonsten ein schönes Wochenende!

(Foto: pixelio ©  tommyS)