Reißfest

21. August 2009

P1090555Problem:

Auch wenn man seinen Hund lieber ohne Leine spazieren führt, bleibt den Hundehaltern heutzutage vielerorts keine andere Wahl. Auch in Lingen wird in politischen Gremien darüber diskutiert, ob Hunde in Zukunft an die Leine müssen oder nicht. In unserer Frage der Woche wollten wir deshalb wissen: „Sollte man in Lingen eine Leinenpflicht für Hunde einführen? … weiter hier zur Frage der Woche der Lingener Tagespost vom 14.08.09.

Lösung:

§ 5 Führen und Halten von Hunden und anderen Tieren

(1) Hunde, die nicht ohnehin bereits aufgrund anderer Vorschriften einem Leinenzwang unterliegen, sind in den in Absatz 2 genannten Bereichen an einer biss- und reißfesten Leine zu führen. Die Leinenlänge darf 150 cm nicht überschreiten.
(2) Der Leinenzwang gilt in folgenden Bereichen:
1. auf Verkehrsflächen und in Anlagen, soweit das Mitführen von Hunden zulässig ist,
a) innerhalb des von folgenden Straßen umschlossenen  Teilbereiches der Stadt Lingen (Innenstadtbereich): Konrad-Adenauer-Ring, Wilhelmstraße, Bernd-Rosemeyer- Straße einschließlich der der Innenstadt zugewandtenGehwege dieser Straßen,
b) am Telgenkampsee, innerhalb der Straßen Am Telgenkamp, Hainbuchenweg, Am Neuen Friedhof, In den Sandbergen einschließlich der dem Gelände des Telgenkampsees zugewandten Gehwege dieser Straßen,
c) auf dem Gelände des Dieksees einschließlich der dem Gelände zugehörigen Parkplätze,
d) am Brunnenpark innerhalb der Straßen Schützenstraße, Strootstraße, Ludwigstraße und Neuer Wall,
e) auf dem Leinpfad entlang des Kanals,
2. im Wald und der sonstigen freien Landschaft während der Brut- und Setzzeiten (vom 01. April bis zum 15. Juli) im Sinne des Niedersächsischen Gesetzes über den Wald und die Landschaftsordnung (NWaldLG),
3. in den nach § 24 des Niedersächsischen Naturschutzgesetzes (NNatG) ausgewiesenen Naturschutzgebieten der Stadt Lingen (Ems),
4. bei Umzügen, Volksfesten, Märkten und sonstigen Veranstaltungen mit Menschenansammlungen,
5. auf Anlagen oder Verkehrsflächen, die unmittelbar an für jedermann zugängliche Spielplätze, Sportanlagen, Schulhöfe und Gelände von Kindergärten angrenzen.
Außerhalb dieser Flächen ist ein nicht angeleinter Hund unter Aufsicht zu führen, so dass insbesondere keine Menschen oder Tiere angesprungen oder angegriffen bzw.Tiere gehetzt oder gerissen werden können und der öffentliche Straßenverkehr nicht erschwert oder  gefährdet wird.
(3) Hunde sind von Spielplätzen, Sportanlagen, Schulhöfen und Geländen von Kindergärten fernzuhalten.
(4) Verkehrsflächen und Anlagen nach § 1 dürfen durch Tierkot nicht verunreinigt werden. Die Tierführerin oder –halterin oder der Tierführer oder –halter ist verpflichtet, den Tierkot unverzüglich zu beseitigen. Dieses gilt insbesondere für Hundekot und Pferdemist.
(5) Die Regelungen der Abs. 3 und 4 gelten nicht für Blindenführhunde, die im Führgeschirr bestimmungsgemäß eingesetzt werden. Tiere, die zur rechtmäßigen Jagdausübung, als Rettungshunde, von der Polizei oder dem Zoll eingesetzt werden, sind von den Regelungen der Abs. 1 bis 4 für die Dauer der Jagd oder des Einsatzes ebenfalls ausgenommen.
(6) Die Tierhalterin oder der Tierhalter bzw. die Person, die ein Tier in Obhut hat, hat bei der Unterbringung des Tieres dafür Sorge zu tragen, dass eine Belästigung Dritter durch den von dem Tier ausgehenden Lärm nicht über das nach den Umständen vermeidbare Ausmaß hinausgeht. Dies gilt insbesondere zwischen 22:00 Uhr und 06:00 Uhr.

(Aus der seit Jahren gültigen, zuletzt im Frühjahr neu gefassten städtischen Gefahrenabwehrverordnung)