Zukunft

24. Juni 2008

Heute schreibt Ralf Trepkowski, Strauchweg 12, Lingen, ernsthaft diesen Satz in der lokalen Zeitung:

„Danach muss die Geschichte Platz machen für die Zukunft, denn immer schon bauten Menschen Neues auf Altem auf.“

Trepkowski ist dafür, in Baccum 20 oder ein paar mehr Einfamilienhäuser in ein einzigartiges bronzezeitliches Gräberfeld zu bauen und dieses nach 5000 Jahren zu vernichten. Offenbar „für die Zukunft“, wenn ich ihn richtig verstehe. Das ist schon bemerkenswert gesichts- und geschichtslos, wenn man weiß, dass der Plan nur deshalb umgesetzt werden soll, weil ein Investor zufällig diesen Acker gekauft hat, unter dem das Gräberfeld liegt. Es geht also bloß um dessen Profit und um überhaupt nichts anderes. Für den privaten Vorteil sollen dann auch noch mehrere zehntausend Euro Steuergelder ausgegeben werden und Hartz IV-Empfänger zwangsweise Arbeit verrichten müssen.

Trepkowski fragt auch bräsig nach der „politischen Geisteshaltung“ der Ratsvertreter, die das Bodendenkmal erhalten wollen. An die eigene Nase fasst er sich nicht:

Ich lese noch einmal den „Zukunft“-Satz von Trepkowski, und es schaudert mich. Wie kann ein zivilisierter Europäer nach 5000 Jahren Geschichte so eine Aussage von sich geben?

Ergänzt wird die Position von Herrn Trepkowski durch die Stellungnahme, die die Vorsitzenden der Lingener SPD-Ortsverbände meinten, erklären zu müssen, und die geradezu weihevoll mit dem Satz endet:

 „Nur der gemeinsame und fundierte Dialog und die Suche von Stadt- und Ortsräten nach verantwortbaren Lösungen dienen dem Bürger und somit unserer gesamten Stadt.“

Einmal abgesehen davon, dass die Herren eine äußerst schmale demografische Basis repräsentieren (meistens kommt nicht einmal eine Handvoll SPD-Mitglieder zu den Treffen der vier lokalen Ortsverbände) und sich wohl deshalb auch nicht namentlich zu erkennen geben, fallen sie mit ihrer Erklärung der SPD-Fraktion und ihrem Vorsitzenden Hajo Wiedorn im Lingener Stadtrat atemberaubend in den Rücken. Solidarität ist eben schon lange nicht mehr das Markenzeichen der SPD und programmatische Gradlinigkeit auch nicht; immerhin hat die SPD in ihren wenigen inhaltlichen Zeilen zur letzten Kommunalwahl angekündigt,

„Baudenkmale schützen“

zu wollen und außerdem wollte sie

„die Zersiedelung stoppen durch rücksichtsvollen und nachhaltigen Umgang mit der natürlichen Landschaft“

Was stört mich das Geschwätz von gestern? fragt der sozialdemokratische Funktionär. Die vier Ortsbarone ergehen sich viel lieber im bloßen Populismus des „Alles für alle!“ und kneifen mit ihren wohlfeilen Allgemeinplätzen vor notwendigen Prioritäten, wie sie auch die SPD Niedersachsen im Wahlkampf vor einem Vierteljahr noch hervorgehoben hat:

„angesichts der drohenden Zersiedelung und teilweisen Verödung mancher Regionen Maßnahmen vor allem zur Modernisierung und Sanierung vorhandenen Wohnraumes einsetzen.“

Peinlich, meine Herren.

28 Antworten to “Zukunft”

  1. Yvonne said

    Also..ehrlich gesagt find ich es auch unsinnig um diese ach so tollen Ausgrabungen so einen Terz zu machen. 5000 Jahre alt hin oder her. Was soll uns das heute noch bringen, außer wieder einmal Geld zu verschlingen? Neue Erkenntnisse? Wozu? Forschen die nach den Gründen der Klimawandlung? Na gut..das wäre noch sinnvoll. Aber 5000 Jahre alte Knochen ausgraben? Es gibt wichtigeres, wofür man in dieser Zeit Geld ausgeben sollte. Davon mal abgesehen, dass ich bei einem Gräberfeld dann eher für die „Totenruhe“ plädiere (in dem Sinne, das die Knochen unter der Erde bleiben sollten!)!

  2. Arnd Dieter Falke said

    Genau, Yvonne! Wozu brauchen wir Geschichte. Wir haben doch Dieter Bohlen. Was also soll der „Terz“?

  3. zivilisierter Europäer said

    Lieber Herr Koop,

    jetzt sind seit Ihrem geistreichen Statement zu meinem Leserbrief aus 2008 zweieinhalb Jahre vergangen. Fast zwanzig neue Häuser mit mehr und mehr Bewohnern und vielen neuen kleinen Stadtbürgern sind entstanden und sorgen dafür, dass die Geschichte der Besiedlung des „Bronzefeldes“ weiter geht.
    Was wurde aus Ihrem „einzigartigen bronzezeitlichen Gräberfeld“? Es wurde von begeisterten Archäologen erkundet und kartiert. Archäologen, denen ohne den unbedingten Willen zur Erschließung neuer Bauplätze oder bei Durchsetzung der oppositionellen Kontra-haltung nichts Anderes geblieben wäre, als den Acker wehmütig von oben zu betrachten, ohne jemals die (finanzielle) Möglichkeit zu bekommen, hier eine Ausgrabung durchzuführen. So kam es zwar im Anschluss an die Ausgrabungen unweigerlich zur bei solchen Ausgrabungen üblichen Zerstörung der Befunde (die Archäologen sprechen bei dunklen Verfärbungen in der Erde nicht von Funden), es wurden allerdings auch eine Erkundung und eine Analyse ermöglicht, die es nicht gegeben hätte, hätten sich die Ihrigen mit Ihren wirren „wir zerstören das Vermächtnis unserer Urahnen-Warnungen“ durchgesetzt.

    Und nicht nur Gräber-Reste wurden gefunden, auch Hinweise auf frühmittelalterliche Wohnbebauung auf diesem Gräberfeld. Welch ein Glück für unsere mittelalterlichen Vorfahren, dass Sie keine Koops und Kemmers hatten, die Ihnen das verbieten wollten.

    So geht der Dank der neuen Siedler an das Engagement der federführenden Lokalpolitiker und es herrscht Erleichterung darüber, dass die Geschicke unserer Gemeinde nicht von fachlicher Unkenntnis und Anti-haltung gelenkt werden, wie sie immer häufiger von oppositionellen Mitgliedern in Orts- und Stadtrat propagiert werden. Den Widerständen gegen weitere Wohnbauareale in den Ortsteilen, wie sie von Seiten einiger Stadtratsmitglieder mit Hinblick auf die demografische Entwicklung vorgebracht werden, kann ich nur entgegenen: Die Ortsteile SIND Lingen. Versteht endlich, dass ein Stadt-gegen-Ortsteile-Kampf nur den umliegenden (Samt-)Gemeinden nützt.

    Mein damaliger Leserbrief hat übrigens sehr viel positive Resonanz erfahren und zur damaligen Zeit vielleicht auch ein Wenig dafür gesorgt, unqualifizierte Meinungen wie die Ihre zu widerlegen und das Projekt voran zu treiben.

    Besuchen Sie uns doch mal „Am Bronzefeld“!

    Ihr Ralf T.

    • Sie nehmen mir vorweg, über was ich gerade nachdenke: Die fehlende Kultur in unseren Breiten. Ich kann mir in ganz Deutschland, ja Europa kaum eine Region vorstellen, wo Einheimische darüber jubeln, ein bronzezeitliches Gräberfeld zerstört zu haben. Sie schaffen das zwanglos mit dem Zusatz, wie toll das doch -wegen der angeblich glücklichen Archäologen- sei, und legen sich dann noch ein Pseudonym als „zivilisierter Europäer“ zu.

      Sie sind eher das Gegenteil, und ein ganz besonders kulturferner Zeitgenosse dazu, Herr Trepkowski!

      • Theobald Tiger said

        Theobald Tiger schlägt vor, in Anlehnung an den Begriff der „Rechtsfreien Zone“,mit dem man Viertel in deutschen Großstädten bezeichnet, in die sich die Polizei nicht mehr traut und in denen andere Rechtsnormen gelten, einigen Gemeinden und Ortsteilen den Titel „Kulturfreie Zone“ zu verleihen!

        Nach diesem Beitrag von Herrn Ralf T. wird Baccum bei der Titelvergabe 2010 ein ernstes Wörtchen mitsprechen.
        Bislang war Lohne klarer Favorit.

        Theobald Tiger ist gespannt, wer die Krone erringen wird, deren Verleihung beim örtlichen Schützenfest, natürlich zu vorgerückter Stunde, erfolgen sollte.

        • kib said

          Das ist eine hübsche Idee. Erinnert mich an T. Schlegl in Extra 3

          Der Überbringe des Preises sollte allerdings nicht vergessen, dass aus einer „kulturfreien“ Zone schnell eine „rechtsfreie“ werden kann… zu vorgerückter Stunde, auf einem ländlichen Schützenfest….

          • schmut said

            Ich finde auch, dass wir die gesamte Anliegerschaft der besagten Fläche in einen Topf schmeißen sollten.
            Dass sie ihren Wunsch nach einem Eigenheim 5000 Jahre alten Münzen, Knochen und anderen Relikten wie bspw. Kot vorzieht ist doch mit gesundem Menschenverstand nicht nachvollziehbar.

            Nachdem wir dann alle geistig unterbemittelten Kulturbanausensiedlungen abgesteckt haben, können wir uns beruhigt in unseren elitären Schaukelstuhl zurücklehnen.

          • kib said

            @smut. Ich habe den Eindruck, Sie missverstehen mich zum wiederholten Mal. Ihre (direkten) Antworten auf meine Kommentare sind wenig hilfreich*.
            Weder für mich noch für ottoh ist das sinnstiftend. Lesen Sie doch einfach die Beiträge des RK durch, denken kurz drüber nach („hab ich eine Meinung/hab ich keine“?) und kommentieren Sie erst dann, vorausgesetzt, Sie können inhaltlich beizutragen .
            Beurteilungen von Kommentaren zeugen von mangelnder Meinungsbildung.

            @ Ottoh: Mein Zitat an RK war evtl. missverständlich:
            „Solltest Du künftig Anlass zur Kritik an der neuen Führungsspitze der CDU haben, Du wirst es uns sicherlich wissen lassen.“

            Mit „uns“ war der geneigte Blogleser gemein. Ich dachte ausreichend klar gemacht zu haben, dass ich mich politisch keiner Partei zugeordnet habe, und das künftig auch nicht plane.

            *PS: Zu „smut“ habe ich keinerlei Verbindung, die außerhalb dieses Blogs gehen.

          • schmut said

            gelbe karte, weil ich mittels ironie die undifferenzierte bewertung einiger ortsteile durch andere kommentarverfasser kritisiere?

            so bspw. baccum und lohne als kulturfreie zonen zu titulieren…
            scheinbar empfinde nur ich das als anmaßend…

        • Heukampstannener said

          Zum Beitrag von Schmut von 21:35

          Och kommen sie, Herr Koop, dafür hat er jetzt echt kein gelb verdient. Da war er schon schlimmer und hätte längst vom Platz verwiesen werden müssen.

          Ich find ihn auch manchmal komisch, aber er schreibt halt sehr ironisch. Dafür sollte er auch mal eine grüne kriegen.

          Lohne und Baccum liegen nunmal eng beieinander. Rein global gesehen. Und mental sowieso…

      • zivilisierter Europäer said

        @Ulrike
        Die Ausgrabungen wurden vom Landesamt für Archäologie detailiert dokumentiert und sollen, das ist mein letzter Stand, in Zukunft auch publiziert werden. Ich denke, dass der Leiter des Stadtmuseums Interessierten schon jetzt Ergebnisse zeigen kann.
        @Robert Koop,
        dass Sie mich gleich persönlich angreifen und mich als „kulturferner Zeitgenosse“ betiteln, kann ich nur bedauern. Zur Erklärung: Mein Pseudonym habe ich ganz bewußt in Anlehnung an Ihren frühesten Kommentar zu meinem Leserbrief gewählt. Scheinbar haben Sie aber ein ganz eigenes Verständnis des Begriffes Kultur. Es spiegelt sich hier, wie zu erwarten, die bekannte Haltung: z.B. dörfliche Schützenfeste als kulturlose Gelage (s. Theobald Tigers Kommentar), als Synonym für archaische Kulturlosigkeit. Daher haben, wie Sie es ausdrücken, auch gejubelt, als WIR (sic) das Gräberfeld zerstörten. Wir haben sogar dabei gegrunzt, Bier gesoffen und in Fellen und Schützenfestjacken gehüllt, wilde Freudentänze veranstaltet.
        Aber wo fängt Kulturhaftigkeit an: Zwischen Laxten und Innenstadt? Muss man die Kivelingsaktivitäten ausschließen? Oder ist das Kultur, weil man andere Uniformen trägt? Findet Kultur nur beim KULTIvierten Politgespräch mit Rotweinschlürfen statt?
        Und nochmal zur Erklärung: Ihr „Bodendenkmal“ wäre ein Acker geblieben, in den nächsten Jahrzehnten (so die Archäologen) wäre jeglicher BEfund witterungsbedingt und bedingt durch die Beackerung verschwunden gewesen.
        Nebenbei endet das Gräberfeld nicht am Rand der neuen Siedlung. Da die kulturlosen Barbaren/bronzezeitlichen Hochkulturellen (je nach Auslegung) sich einfach nicht an den städtischen Bebauungsplan gehalten haben, liegt der Großteil des Areals heute unter bestehenden Siedlungen. Dass man in der Hochkultur Stadt Lingen damals in den 90ern bereits Hinweise hatte, ist mittlerweise bewiesen. Was machen Herr Koop? Abreißen? Einfacher ist: Verdammung als Kulturlose!
        Und zurück lehnen und Rotwein schlürfen, aber nicht den mit Schraubverschluss, denn das wäre kulturlos!

        • Hendrik said

          Wer ohne Sinn für Kultur ist, ist zu bedauern; schlimm jedoch wer ohne Sinn für Kultur ist, aber denkt er hätte.

          Viele Leute mit Sinn für Kultur fallen mir da im südlichen Emsland nicht ein. Die die einfallen haben interessanterweise auch mal grundverschiedene Ansichten. Wenig überraschend ist, dass diese zumeist schon mal über den Tellerrand „Münster, Osnabrück, Emsland“ schauen konnten.

        • Sie fühlen sich ertappt,! Stimmt’s?

          • zivlisierter Europäer said

            Eine Antwort mit Substanz, Respekt. Ja, ich bekenne mich schuldig dabei ertappt worden zu sein, nicht Ihrer verqueren Vorstellung von KULTUR zu entsprechen. Doch ich bin mit meiner Meinung auf jeden Fall: bürgernah! Sie auch?

  4. ulrike said

    Da ich auch zivilisiert und Europäerin bin, wäre ich dankbar für einen Hinweis für mich als geschichtsbegeisterten Heimatfan über eine Nachlesemöglichkeit zu den archäologischen Erkenntnissen an dieser Stätte. Hoffentlich nicht auf elektronischen Medien gespeichert, die hätte sogar ich noch eine Chance zu überleben.

  5. ulrike said

    Da ich gar nicht genug betonen kann, w i e zivilisiert ich bin, komme ich nicht umhin zu fragen, ob den glücklichen Siedlern auf den bronzezeitlichen Feldern das ekelerregende Wort “ Demographie“ so recht geläufig ist. Vermutlich nein, denn Ihnen ist nicht gesagt worden ( von den Ortsoberen schon gar nicht), daß sie ihr Vermögen in den bronzezeitlichen Sand gesetzt haben.In allerspätestens 30 Jahren sind Immobilien, die mehr als drei Kilometer vom Stadtkern entfernt liegen, nicht mehr verkäuflich.Der Trend zeichnet sich schon jeztz ab. Bei späteren Ausgrabungen sieht man als Folgeschicht nach der bronzezeitlichen Besiedlung eine ganz kurzfristige Besiedlung aus dem zweiten Jahrtausend, an einigen dürftigen Grundmauern auszumachen.

  6. schmut said

    Frage an den Bloginhaber: Kann man „gefällt mir“-Button einrichten, sodass man seine Übereinstimmung zum Ausdruck bringen kann?

    • ulrike said

      Warum diesen Aufwand für den „Blogwart“ ?Sie könnten doch Herrn R. T. vom Bronzefeld auch schriftlich zu seinem geglückten Artikel gratulieren.Oder auch nicht.

  7. BN-Leser said

    So wie Herr T. („zivilisierter Europäer“)sind manche dröhenden Ortsbewohner, die sich darüber aufregen, wenn ihnen jemand den Spiegel vorhält und belegt, wie vordergründig und oberflächlich sie denken und handeln.
    Es ist schon richtig, @Hendrik: Kultur geht manchen ab, weil sie offenbar nie über den ortsteiligen Tellerrand geschaut haben. Da bleibt dann -entgegen der dringenden Bitte der Archäologen- ein 5000 Jahre altes Bodenkulturdenkmal auf der Strecke und dieser traurige Sachverhalt wird anschließend auch noch bejubelt. R. Koop hat Recht, wenn er schreibt, er könne sich in „Europa kaum eine Region vorstellen, wo Einheimische darüber jubeln, ein bronzezeitliches Gräberfeld zerstört zu haben“, weil man stattdessen einige Einfamilienhäuser auf einer Fläche bauen wollte, die ein Investor erworben hatte. Die Zerstörung ist schon dreist genug, noch dreister ist es, sie zu feiern und anderen, die dies kritisieren, „Rotwein schlürfen“ vorzuwerfen. T. ist einfach nur provinziell, dumm und peinlich.

    • zivlisierter Europäer said

      Und am Ende leider nur Beleidigungen. Man mag ja meine Meinung für „provinziell, dumm und peinlich“ halten, aber in Unkenntnis meines Bildungsweges und meiner Erfahrungen außerhalb des dörflichen Tellerrandes ist es schon vermessen, mich persönlich als dumm zu bezeichnen.
      Was schreibt der Nächste: Ich find alle aufm Dorf blöd, und T. auch!?
      Niemand hat hier „darüber gejubelt, ein bronzezeitliches Gräberfeld zerstört zu haben“. Kein Investor (scheint hier ein Unwort zu sein) hat das Land erworben. Es war ein Landwirt und das Feld gehörte ihm schon immer! Die Archäologen baten nicht „dringend“ um Erhalt. Wie ich im persönlichen Gespräch erfuhr, war man im Gegenteil äußerst froh darüber, die Mittel für eine Ausgrabung zu erhalten (deren Folge bei Befunden diesen Alters immer die Zerstörung ist). Die Befunde wären auch ohne Ausgrabung zeitnah verschwunden, nur ohne dass man sie jemals hätte erforschen können.
      Die Polemik in einigen Beiträgen zeugt von ganz viel Frust jahrzehntelanger Agitation, ohne auch nur für kurze Zeit wirklichen Einfluss und Gestaltungsmöglichkeit gehabt zu haben.
      Warum gelingt es hier niemandem, sich mit der Sache auseinanderzusetzen, anstatt die „Ortsbewohner“ pauschal mit beliebten Attributen wie „provinziell“ oder „dröhend“ (sollte es „dröhnend“ heißen?) zu beleidigen und dann die Kulturkeule zu schwingen? Diskussionskultur sucht man hier wohl vergebens.

      • Anton said

        Er versteht es nicht.

        • kib said

          Herr T. sollten Sie derjenige sein, der in seiner Freizeit gern Militärmodellbau im Maßstab 1:35 betreibt (sprich „kleine Panzer zusammen frickelt“), werden Sie hinsichtlich Ihrer Definition der Begriffe Kultur, Werte, etc. mit RK und vielen der hier vertretenden Kommentatoren wohl eher nicht auf einen Nenner kommen.
          Wundern Sie sich also nicht, wenn Sie im direkten Vergleich mit Herrn Koop hinsichtlich der Einschätzung, wer von Ihnen beiden eine „ verqueren Vorstellung von KULTUR“ (Ihr Zitat) besitzt, nicht zwingend als Sieger das „Bronzefeld“ verlassen. … zumindest hier nicht, aber das „Dörfchen Internet“ lässt Ihnen viele Möglichkeiten / Foren offen…

          • schmut said

            aufwiedersehen niveau, hallo niedertracht 😀

            mehr mehr mehr…

          • zivilisierter Europäer said

            @kib. Selbstverständlich ging ich nicht davon aus, hier Bekehrungen zu bewirken. Der „Kulturkampf“ wurde nicht von mir angezettelt und auch das Werte-Fass habe ich nicht aufgemacht. Und dennoch hatte ich die Hoffnung, dass hier so etwas wie eine Diskussion entstehen könne, in der deutlich wird, dass für politische Entscheidungen mehr notwendig ist, als nur mit der Keule aufeinander einzuschlagen.
            Der Zusammenhang meines früheren Hobbies, dem ich aus zeitlichen Gründen nicht mehr fröhne und dem ich sehr nachtrauere, mit der Sache hier ist mir noch nicht deutlich geworden (zumal es doch, meine Damen und Herren, um Fahrzeuge unserer demokratisch legitimierten Streitkräfte ging). Es könnte allerdings das selten gewordene „iiihh-bahhh-böses Kriegsspielzeug“-Phänomen mitspielen, dem man in bestimmten Kreisen solange begegnet, bis deren eigenes Kind auf der Kirmes wild brüllend eine Pistole einfordert oder heimlich in online-Games böse Kerle abschießt. Sollte dennoch irgendwann die Sache an sich Inhalt der Kommentare werden und nicht nur Schmähungen und Beleidigungen, werde ich gerne mal wieder hier vorbei schauen. Ich wünsche allen hier im Blog eine besinnliche Weihnachtszeit.

      • Falsch, Europäer. Eigentümer war die GEO Konzept GmbH & Co KG. Ich meine, mir sicher zu sein, dass dies kein Landwirt sondern eine Kommanditgesellschaft ist.
        Wo Anton Recht hat, hat er Recht.
        Es grüßt in den kommunalen Osten der fast sechs Jahrzehnte-lang-alte, diskussionskulturfreie Agitator

  8. ulrike said

    Mein Gott,warum müssen die Jungs immer so ellenlang reden? Versucht doch mal bei zehn Zeilen zu bleiben.

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