Angebot II

10. September 2011

Programm

27. August 2011

Die Kommunalwahlen 2011 sind schon in zwei Wochen! Zeit für einen Blick auf die Wahlprogramme. Die BürgerNahen haben ein Wahlprogramm, die SPD, die FDP, angeblich auch die Grünen, bei denen ich aber gar nichts gefunden habe (Hab ich’s übersehen? Nachtrag: Jetzt hier).

Und die Mehrheits-CDU? Wenn man lange genug auf ihrer Webseite sucht, findet man Schmales. Ist das das CDU-Programm für die nächsten fünf Jahre Kommunalpolitik in Lingen? Urteilen Sie selbst:

Wohnen, wo ich will

Unsere Bürger sollen selbst entscheiden können, wo und wie sie wohnen.

In Lingen gibt es dafür ein sehr abwechslungsreiches Umfeld – in den neuen „Wohnwelten“ in der Innenstadt, den gewachsenen Stadt- und traditionsreichen Ortsteilen.

Jeden dieser Wohnräume möchten wir erhalten und weiterentwickeln, die damit verbundene Infrastruktur stärken.

Wirtschaft stärkt Stadt

Über 3.000 kleine, mittlere und große, leistungsstarke Betriebe in Handwerk, Handel, Dienstleistungsgewerbe und Industrie machen Lingen zu einem bedeutenden Wirtschaftsstandort.

Ihre Mitarbeiter erwirtschaften Arbeitsplätze und Steuerkraft.

Wir fördern die Wirtschaft. Damit die Wirtschaft uns weiter stark macht.

Lingen lebt Kultur – nach allen Regeln der Kunst!

Kunsthalle, Museum, Büchereien, Heimathäuser:

Kulturelle Einrichtungen fördern, vorhandene Bühnen zukunftsfähig erhalten, die Emslandhallen und die neue Emslandarena mit Leben füllen, einen „Kulturpark Wilhelmshöhe“ entwickeln – es gilt viel zu gestalten

Lernen heute, morgen, übermorgen

In Bildung investieren bedeutet: die Zukunft gestalten. Mit Kindertagesstätten und Schulen aller Schultypen bis zur Hochschule sowie vielfältigen Einrichtungen der Erwachsenenbildung ist Lingen ein starker Bildungsstandort.

Ihn stetig weiterzuentwickeln, ist eine unserer wichtigsten Aufgaben.

Einer für Alle. Alle für Eine.

Ehrenamt braucht Anerkennung und Unterstützung:

bei der Gestaltung von Rahmenbedingungen, zum Beispiel durch die Bereitstellung von Räumen oder Ausrüstung sowie bei der Vernetzung untereinander.

Die Stärkung der Vereine und Verbände liegt uns sehr am Herzen.

Das soll alles sein? Zu fast allen wesentlichen Diskussionen schweigt die CDU. Allein die Emslandarena hat es in die 5-Punkte-Spruchleiste geschafft. Nichts aber beispielsweise zum Altenlingener Forst, zum Stadtverkehr, zum Emsauen-Park, zum Facharbeitermangel, zu den Massentierställen, zum Umweltschutz.

In Wahrheit ist das bekanntes CDU-Lingen-Verhalten: Ihre Allgemeinplätze haben längst eine lange Tradition: Seit mindestens 20 Jahren hat es nämlich nie ein Programm der CDU Lingen für die Kommunalpolitik gegeben, allenfalls durften die Wähler wenige Spruchblasen lesen.

So bekommen Lingener CDU-Wähler also einmal mehr die Katze im Sack. Eigentlich ziemlich arrogant – diese Ratsmehrheit.

BNW

6. August 2011

Die unabhängige Lingener Wählergemeinschaft Die BürgerNahen stellt 23 Kandidaten für den Stadtrat Lingen (Ems), 9 Kandidaten für die Ortsräte Altenlingen, Baccum, Laxten und Schepsdorf, sowie -auf der Liste der Unabhängigen Wählergemeinschaft Emsland- 10 Kandidaten für den Kreistag Emsland zur Wahl am 11. September. “Außerdem haben wir jetzt einen BN-Wagen!”

Gestern war Premiere des BNW, und das Gefährt düste ein paar Runden durch die Stadt (naja, eher geschlichen). Die Aufmerksamkeit war enorm, berichten Fahrer Marc Riße und Ko-Pilotin Sabine Stüting: Sie wurden freundlich angehupt, Passanten streckten den Daumen hoch und Radfahrer stiegen mit offenem Mund ab. Kein Wunder: Denn schon auf den ersten Blick ist das (wie die BN) einmalige Gespann für die Lingener Lokalpolitik wegweisend: Man braucht einen schweren Bremsfuß, muss einen Automatic-Vergaser bedienen können und sich daran gewöhnen, mit der rechten Hand zu blinken. Sie verstehen die Parallelen sofort: Weiterhin gilt für meine BN: die Großprojekte EL-Arena und Altenlingener Forst stoppen, nicht glauben, dass alles immer so weiter geht und das auch der CDU deutlich machen. ;-)

Man sieht sich:

Schon?

1. August 2011

Ja, hamm wa denn schon Wahlkampf?

Darauf deutet: Die Lingener FDP wirbt (s.u.) großflächig ohne FDP-Hinweis, aber mit dem Kopf vor der mitbeschlossenen Bausünde am Ende der Großen Straße und einer Webseite aus 2010 (inzwischen upgedatet mit einem Foto aus noch älteren Zeiten), die SPD mit den (nach wie vor flotten) Strichmännchen-Plakaten aus 1996 2001. Die CDU korrigiert eigene, vor vier Wochen gefasste Linus-Beschlüsse und findet das großartig. Bündnis ’90/Die Grünen präsentieren ihre -angesichts ihres bundesweiten Umfragehochs zahlenmäßig erstaunlich- kleine Bewerberzahl für die Kommunalwahlen am 11. September und sind noch in den Ferien (übrigens in einem Sommer, der in Lingen erstmals seit einem Dutzend oder mehr Jahren nahezu kulturfrei ist).

Und dann gibt es noch die BürgerNahen. Wenn ich das Foto richtig deute, eilen sie wir heran.

ps Frage an alle Twitterfreunde:
Was nehmen wir denn jetzt für einen Hashtag für die Lingener Kommunalwahlteets: LKW2011, KWL2011 LINKW2011, LiKoWa2011, NdsKW2011?

Dagegen

15. Februar 2011

Lingens Oberbürgermeister Dieter Krone ist gegen ein Wiederaufforsten des Altenlingener Forstes; das meldete gestern die Ems-Vechte-Welle. Allein in den Schneisen, die in den Wald geschlagen wurden, sollen, so  Krone,  neue Bäume gepflanzt werden. Die gerodete Fläche soll vermarktet werden, schlägt der OB vor. Er sagte gegenüber der Ems-Vechte-Welle:

„Diese bestehenden Waldflächen müssen erhalten bleiben. Als Kompromiss schlage ich allerdings vor, die jetzt bereits gerodeten Flächen nicht industriell zu nutzen, sondern gewerblich zu nutzen, um eine ökonomische Abfederung der Schäden in diesem Falle zu erzielen. Ich bin also wirklich dafür, dass dieser im Zusammenhang dort weiter erhalten bleiben muss.“

Krones Aussage kann sicherlich nicht nur ich überhaupt nicht teilen. Ich halte sie  für falsch, und es wäre auch wenig klug, sie vor den Kommunalwahlwahlen am 11. September umzusetzen. Jedenfalls besteht überhaupt keine Notwendigkeit, jetzt zu handeln. Die Frage ist doch, wie sich die Mehrheitsverhältnisse im Lingener Rat nach den Wahlen darstellen.  Jedenfalls sollte OB Krone seine Anhängerschaft nicht weiter irritieren. Sonst hat er bald keine mehr. Oder finden sich für Krone (wie vor zwei Jahren für Heiner Pott) in SPD und FDP ausreichend Abholzfreunde?

Meine Frage an Sie: Was jetzt?

Wieder gesund

9. November 2010

Die spätestens seit der OB-Wahlniederlage vom 26. September reichlich gebeutelt wirkenden CDU-Stadtratsmitglieder haben gestern Abend ihre neue Vorstandsspitze gewählt, nachdem die alte Führung mit Swenna Vennegerts und Hermann Gebbeken vor einigen Tagen zurückgetreten war. Zum Vorsitzenden wählten die anwesenden 22 (von 27) christdemokratischen Fraktionsmitglieder dabei Uwe Hilling aus Reuschberge. Neuer stellvertretender Vorsitzender ist jetzt Martin Koopmann aus dem Ortsteil Bramsche. Weitere Stellvertreterin wurde Ratsfrau Irene Vehring, die im Stadtzentrum nahe der Meppener Straße wohnt.

Wir dürfen uns also freuen: Offenbar ist Frau Vehring wieder gesund! Noch im Frühsommer hatte sie ihre Kandidatur für das Amt des Oberbürgermeisters zunächst zwar angenommen, dann aber nach wenigen Tagen zurückgegeben und als Begründung für das Hin und Her ernste gesundheitliche Probleme ins Feld geführt.

Der neue CDU-Fraktionschef Uwe Hilling ist Verwaltungsangestellter in Emsbüren. Unter dem früheren Bürgermeister Norbert Verst war er Leiter des wichtigen Hauptamts. Inzwischen nimmt er in der Nachbargemeinde andere Aufgaben war. Nachdem Tode des langjährigen CDU-Fraktionsvorsitzenden Werner Schlarmann im Sommer 2009 war der 44-jährige Hilling in die dreiköpfige Fraktionsspitze aufgerückt. Am Montagabend war er der einzige Kandidat für den Vorsitz. Irene Vehring (45, Syndikusanwältin bei GdF-Suez) und Martin Koopmann (49, Industriemeister und Druckereibesitzer) rücken als stellvertretende Vorsitzende erstmals in den Fraktionsvorstand auf; sie erhielten – nach meinen ersten Informationen- bei der geheimen Wahl jeweils zwei Stimmen mehr als Uwe Hilling.

Das neu gewählten CDU-Führungspersonal ist bislang in den Rats- und Ausschussdebatten nicht sonderlich groß hervorgetreten. Uwe Hilling war allerdings seit August 2009 neben den zurück getretenen Hermann Gebbeken und Swenna Vennegerts als stellvertretender Fraktionsvorsitzender Mitglied der Fraktionsspitze. Uwe Hilling kündigte laut Presseerklärung der CDU nach seiner Wahl  eine gute Zusammenarbeit mit Oberbürgermeister Dieter Krone an und betonte, dass die CDU-Stadtratsfraktion ” geschlossen und einheitlich Politik für Lingen” machen wolle. Das ist nicht wirklich überraschend, finde ich. Eher vage ist auch der Satz: „Unser Ziel ist es, mit Blick auf die Kommunalwahl 2011 die Erfolge unserer Politik deutlich zu machen, uns aber auch neuen Ansätzen und Ideen zu öffnen.“

Was die neuen Ansätze und Ideen ausmachen wird, ist unklar. In einem Pressegespräch mit der “Lingener Tagespost” benannte Hilling am Dienstagmorgen  allerdings in einem Punkt Konkretes, dass nämlich die neue Führungsspitze der CDU-Fraktion  vorschlagen wolle, die Bürger aktiv an der Erstellung des Haushaltsplans 2011 zu beteiligen. Diese nicht ganz neue Idee des so genannten “Bürgerhaushalts” hatte in der letzten Wahlperiode des Lingener Stadtrates der 2006 aus dem Rat ausgeschiedene Ratsherr Gerhard Kastein (SPD) vergeblich forciert.

“Als Nachtrag diese E-Mail von Uwe Hilling:
Lieber Robert Koop,
ich freue mich, dass ich wieder Inhalt Deines Blogs geworden bin. Es wäre jedoch schön, wenn Du zumindest inhaltlich richtig berichten würdest.
Die von Dir genannten Zahlen hinsichtlich der am Montag anwesendenen Fraktionsmitglieder als auch der abgegebenen Stimmen sind schlicht falsch.
Gruß
Uwe Hilling

Lieber Uwe Hilling,
veröffentlicht habe ich das Ergebnis meiner Recherchen.  Wenn die Stimmenzahlen nicht korrekt sein sollten, könnte man dies ja leicht richtig stellen, indem die neue CDU-Fraktionsführung einfach die korrekten Zahlen nennt (z.B. als Zeichen des Neuanfangs).
Gruß zurück
Robert Koop

Normal

3. Oktober 2010

Ich bin mir überhaupt nicht sicher, ob der Tweet (nicht) ein mediales Konstrukt ist. Soll er aber nicht sein. Der regelmäßig bestens informierte Blogger Felix von Leitner, Spitzname Fefe, der heute auch sonst Neues zum CDU-Bahnprojekt S21 mitteilt, kommentiert den Tweet der CDU-NRW:

“Es ist also völlig klar: nie wieder auch nur eine Stimme für die CDU, auch nicht in NRW.”

In unserem Lingen wird am 11. September 2011 ein neuer Stadtrat gewählt. Da kann man diese Konsequenz schon mal vormerken. Vormerken darf auch die CDU, dass es einen neuen Ortsbürgermeister in Altenlingen gibt. Wetten?!

Nachtrag:
Der Tweet ist ein Fake – oder? Andererseits gibt es hierzulande genügend rechtliche Möglichkeiten, es  jedem Twitter-Nutzer zu verbieten, einen fremden Namen zu nutzen, und die weiteren Tweets unter diesem Twitteraccount sind auch nicht gerade CDU-kritisch.

Und hier der Überblick von carta.de

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 1.046 Followern an