Wortlaut

11. November 2009

test5Einmal mehr gedachten mehrere Dutzend Lingenerinnen und Lingener am Montagabend der grauenhaften Vorgänge des 9. November 1938. Einmal mehr auch fiel mir auf, dass wieder kein offizieller Vertreter der katholischen Kirchengemeinden Lingens bei der Veranstaltung am Gedenkort Jüdische Schule zugegen war. Zum Nachlesen hier im Wortlaut die Rede, die  Dr. Heribert Lange,  stellv. Vorsitzender des Arbeitskreises Juden Christen, bei der Gedenkveranstaltung hielt:

Sehr herzlich möchte Sie alle, junge und alte Bürgerinnen und Bürger der Stadt Lingen, am Ort des Pogroms vom 9. November 1938 gegen die jüdischen Bürgerinnen und Bürger Lingens und ihre Einrichtungen begrüßen – des Pogroms, dessen wir auch in diesem Jahr wieder gedenken wollen und dessen wir soeben im ökumenischen Gottesdienst in der Trinitatis-Kirche im gemeinsamen Gebet gedacht haben.

An dieser Stelle, an. der wir uns heute Abend versammelt haben, stand, bis sie am 9. November in einem von den Nazis über das gesamte damalige deutsche Reich entfachten Flammenmeeer versank, die jüdische Synagoge. –

Als der Gründervater vom Forum Juden Christen, Josef Möddel, sich in den 1970er Jahren erstmals auf den jüdischen Friedhof unserer Stadt begab, da fand er ihn verrottet und verwahrlost vor und offenbar auch zum Steinbruch verkommen; denn eine Reihe der Gedenksteine auf den Gräbern war nicht mehr da,

Als nach Wiederherrichtung des Friedhofs Bernhard Grünberg, der mit 15 Jahren als einziger seiner Familie dem Holocaust durch die Flucht mit einem Kindertransport nach England mit geraumer Not entkommen war, als inzwischen betagter Mann nach Lingen zurückkehrte, beschloss er, für seine Familie, die nach Riga verschleppt worden war und im dortigen Ghetto den Tod fand, einen Gedenkstein auf dem jüdischen Friedhof aufzustellen, und er beschloss auch, sich am Ende seines Lebens an dieser Stelle beisetzen zu lassen. Indessen bedurfte es einiger Mühe, Überzeugungsarbeit und Entschlossenheit, um alle Beteiligten dann auch davon zu überzeugen, dass nur das Wort „ermordet“ als einzig authentische Bezeichnung für den Tod seiner Familie tauge und darum auch so auf diesem Gedenkstein zu stehen habe.

Helga Hanauer schließlich, die als Kind den Holocaust in Holland unter der fürsorglichen Obhut wahrlich gottgefälliger Ordensfrauen überlebt hatte, geriet die völlige Außerachtlassung der Geschichte der jüdischen Familien Lingens während der Naziherrschaft bei der Aufzeichnung der 1000 jährigen Stadtgeschichte – ebenfalls in den 1970-er Jahren – zu aussichtsloser und darum tödlicher Enttäuschung.

Hannah Arendt, die große jüdische Autorin und Vordenkerin hat gesagt:“ Bewältigen können wir die Vergangenheit nicht, so wenig wie wir sie ungeschehen machen können. Wir können uns aber mit ihr abfinden. Die Form, in der dies geschieht, ist indessen die Klage, die aus aller Erinnerung steigt.“ Und sie sagte weiter:“ Sofern es überhaupt ein Bewältigen  der Vergangenheit gibt, besteht es im Nacherzählen dessen, was sich ereignet hat. Es regt zu immer wiederholendem Erzählen an: der Dichter in seinem sehr allgemeinen, der Geschichtsschreiber in einem sehr speziellen Sinn. haben die Aufgabe, dieses Erzählen in Gang zubringen und uns in ihm anzuleiten.

Wenn wir uns heute hier und in inzwischen guter Tradition alljährlich an die Aufgabe machen, an das Unrecht des Nazitenors zu erinnern  und seiner zahllosen Opfer gedenken, dann versuchen wir das in Hannah Arendts Weise, damit der unvorstellbare, unsägliche und wahnsinnige Völkermord niemals in  Vergessenheit geraten möge; wir tun dies aber auch, um den Millionen. Toten durch  unser Gedenken, wenn es denn Verzeihung und Vergebung kaum, vermutlich nie geben kann. um ihnen allen .durch. unsere Ehrerbietung und die Trauer um das furchtbare Opfer ihres millionenfachen Tods ihre Würde zurückzugeben – die  Menschenwürde, das wichtigste Unterpfand und im Übrigen auch. Organisationsprinzip jeder Gesellschaft, die auf den Grundsätzen des Humanismus oder des Glaubens ihrer Menschen gründet.

Die, Juden und Christen gleichermaßen “Heilige Schrift“ erklärt uns unsere Herkunft gemäß dem Schöpfungsakt im 2. Kapitel des Buches Genesis im 7. Vers:

„Dann formte Gott den Menschen aus der Erde des Ackerbodens und blies in seine Nase den Odem des Lebens. So wurde der Mensch zu (s)einem lebendigen Wesen“. Wir haben gelernt zu sagen: Gott schuf den Mensch nach seinem Bild und Gleichnis. Würde und Menschenwürde, die wir uns zurechnen, sind uns so vom Schöpfer zu Regeln gegeben und an keiner Stelle dieses Buchs oder in einer anderen weltlichen oder Religionsverfassung steht geschrieben, dass sie, die Menschenwürde, nur den einen zukommt und den anderen nicht. Denn nach dem Plan Gottes sind alle  Menschen derselben Abkunft. und ihre Würde ist demselben, seinem Geist geschuldet. Und dennoch haben Christen und Juden, obwohl als Kinder desselben Schöpfers beide gleich, die einen gegen die anderen, sich gleich den biblischen Brüdern Kain und Abel und wie diese gegeneinander erhoben, indem die einen die Ebenbürtigkeit der anderen wie mit dem mörderischen Anschlag des Kain gegen seinen Bruder zunichte machten.

Für die Christen und ihre Kirchen wurde der Antisemitismus zu ihrem Kainsmal und durchzieht seit es Christentum gibt., unheilvoll die Geschichte der Menschheit: Die Ungleichheit von Menschen, das Infragestellen ihrer gleichrangigen Würde, die Idee vom Übermenschen oder der Überlegenheit einer besonderen Rasse, womöglich der so genannten nordischen Rasse, und die mindere Achtung der Kleineren, der Ärmeren, der Anderen – dies alles sind Haltungen, die der Spur der unseligen.Antisemitismus-Ideologie folgen und bis heute wirksam sind: Auch in unserer Gesellschaft – gegen. Migranten, gegen Roma, gegen Analphabeten, Andersgläubige, Homosexelle, gegen Hilfsbedürftige, gegen behinderte Menschen oder gegen die Alten.

Es bedurfte also nicht mehr der Erfindung der faschistischen Ideologie, um sie gegen andere Menschen oder ethnische Gruppen zu stellen – unter der Naziherrschaft dann mit millionenfacher tödlicher Perfektion. Denn nicht die verblendeten und wahnsinnigen Naziherrscher haben diesen Ungeist erfunden, vielmehr ist er, der Antisemitismus, ihm, dem Hitler-Faschismus gleich einer Blaupause in die Hände gefallen und damit, wenn auch ungewollt, zu seinem furchtbaren ideologischen Werkzeug geworden. Der perversen Fähigkeit der terroristischen Nazi-Ideologen war es indessen vorbehalten, sich dieser unsäglichen geistigen Tradition des christlichen Abendlands auf ihre einzigartig teuflische Weise perfekt zu bedienen.

Wenn wir schaffen wollen, was man von uns an diesem Tag, an diesem Abend erwarten darf, erwarten muss, dann haben wir bei unserem Erinnern und Gedenken zu bedenken, dass es auch eine Schuld, mindestens aber eine Mitschuld des gesamten christlichen Abendlands und des traditionellen Christentums gibt, ganz gleich, ob ihre Protagonisten Bischof  Williamson von der Pius-Bruderscbalt oder Martin Luther heißen. Und wir haben weiter zu bedenken, dass das blinde Hinterherlaufen  hinter unreflektierten Vorurteilen, Affekten oder Ideologien, wie wir selbst erlebt haben und wie die Geschichte zeigt, den Anfang vorn Ende einer humanen und miteinander befriedeten Gesellschaft bewirken kann.

Künftiger neuer Schuld werden wir nur entgehen können, wenn wir dies nicht nur immer wieder neu bedenken, d.h. den Tod bringenden Ungeist und seine Wurzeln nie zu vergessen und an seine furchtbare Folge, die Shoah erinnern, die am 9. November 1938 ihren Anfang nahm, sondern auch zu handeln, und zwar Tag für Tag, wie es uns von allem Anfang an durch die Bestimmung des Schöpfers aller Menschen aufgegeben ist und wie es in unserer Verfassung in Artikel 1 gleich  im ersten Satz heißt: „Die Würde des Menschen ist unantastbar“. Und die Väter unserer Verfassung meinten damit die Würde jedes Menschen. Ich danke Ihnen für Ihre freundliche Geduld!

Über eine lebhafte Diskussion zu Heribert Langes Aussagen würde ich mich freuen. Ich teile nicht alles, was er gesagt hat, einzelnes halte ich gar für problematisch. Und Sie?

(Foto © Verein Judentum Christentum)

PUR

6. November 2009

Eben gefunden. Interessant! Im Begleittext heißt es: „In Zusammenarbeit mit dem Christophorus-Werk Lingen e.V., Alten- und Krankenpflege – Haushaltshilfe Martina Lippert und dem Konrad Adenauer Tierheim Zollstock“.
Weiß jemand mehr über die Aktion?

Spezial

6. November 2009

MDB67904-mauerfall_dummy2_224x103Die Bahn ist wieder ganz vorn dabei und wirbt:  “Das Mauerfall-Spezial. Reisen zum Einheitspreis. Nur 20,- Euro.“ Erhältlich nur am 9.11.09 von 18:57 Uhr bis 3:00 Uhr online auf bahn.de und in einzelnen Reisezentren (nicht in Lingen, das örtliche Reisezentrum ist dann schon längst geschlossen). Die 20-Euro-Fahrkarte gilt für die einfache Fahrt und -zu viel Einheit is’ nich- nur  in der 2. Klasse, allerdings auch im ICE. (Interessiert, dann hier klicken)
Irgendwie finde ich den Fahrkartenpreis zwar in Ordnung. Aber muss denn das einzigartige historische Ereignis „Mauerfall“ so platt kommerzialisiert werden, frage ich und denke im selben Moment daran, dass zum dauerhaften Gedenken an dasselbe Datum auf einer Lingener Baustelle ein beeindruckendes Straßenschild enthüllt wird. Diese lokale Benennung ist übrigens (auch) nicht so ganz meine Sache, ist doch die Maueröffnung bekanntlich erst mal Folge eines Schabowski-Fehlers auf einer Pressekonferenz. Leipzig am  9. Oktober 1989 war für die friedliche Revolution womöglich wichtiger und ein Herr im Moskauer Kreml sowieso. Die deutsche Einheit, die ich gern feiere, ist viel mehr als der 9. November 1989, mag dieses Datum auch das emotionalste sein. „Platz der deutschen Einheit“ wäre daher ein zutreffenderer Name gewesen, sagte die SPD vor Wochenfrist im Stadtrat und lag damit richtig,  gibt es doch auch noch anderes, wichtiges, elementares an jedem deutschen 9. November.

Über all dies habe ich heute morgen um 7 Uhr auf einem der zugigsten Bahnsteigversuche der Republik reichlich frierend nachgedacht. Das hätte ich bestimmt noch ein bisschen intensiver getan, wenn ich da schon die dröhnende Kommerzaktion der Bahn gekannt hätte.

Beethoven

5. November 2009

Beethoven.143180205_stdIch freu’ mich auf eine kleine und feine Konzertveranstaltung am Samstagabend in Meppen. Vielleicht auch etwas für Sie? Um 20 Uhr spielt  im Theater im Windthorst-Gymnasium  das Beethoven-Quartett Bonn und nicht -wie vorgesehen- das staatliche Sinfonieorchester Istanbul. Die Theatergemeinde Meppen freut sich auch, schreibt sie in einer Presseerklärung, mit dem 2006 in der Geburtsstadt Beethovens gegründeten Quartett mehr als nur ein Ersatzensemble verpflichten zu können.
Die vier Musiker gründeten ihr Quartett unter Bezug auf eine große Vergangenheit, weshalb sie sich auch Beethoven-Quartett benannten. Beethoven gilt als die die geistige Mitte des Quartettspiels, der Kammermusik überhaupt. In der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts gab es ein unvergleichliches Beethoven-Quartett, das sich aus Moskauer Philharmonikern um den „Beethoven des 20. Jahrhunderts“ bildete, um Dmitri Schostakowitsch.

An ihn und sein Ensemble will das neue Beethoven-Quartett mit seiner Gründung erinnern. Das Quartett öffnet sich nicht nur der Moderne, sondern will auch anregen und animieren zu neuen musikalischen Experimenten und Denkfiguren. In Meppen wird es Joseph Haydns Streichquartett d-Moll op. 103 (Hob. III: 83), Ludwig van Beethovens Quartett für zwei Violinen, Viola und Violoncello (a-Moll) op.132 (1825) und Felix Mendelssohn Bartholdys Streichquartett Nr.2 a-Moll op.13 aufführen. Das Quartett besteht aus den namhaften Musikern Jacek Klimkiewicz, Violine, Hideko Kobayashi, Viola,  Angela Schwartz, Violoncello und mein alter Freund und Mitabiturient am Lingener Gymnasium Georgianum Laurentius Bonitz, Violine.
Lau Bonitz dürfte dem einen oder anderen noch als musikalischer Leiter des Europäischen Musikfestivals in Erinnerung sein, das 1992 in Lingen (Ems) stattfand. Weil es dem Vernehmen nach dem damaligen Oberstadtdirektor nicht preiswert genug war, ist es nicht neu aufgelegt worden. In Lingen ist es eben schon fast traditionell etwas schwieriger, mit klassischer Musik Gehör zu finden.
Eintrittskarten für das Meppener Konzert zum Preis von 17 € (Vergünstigungen für Schwerbehinderte, Jugendliche zahlen nur 5 €) gibt es in Meppen bei der Touristinformation (TIM), am Markt, und im Internet unter www.theatergemeinde-meppen.de.

Mehr:

November

1. November 2009

s_w165183_r_by_gerhard_giebener_pixelio.deDer November ist für die Deutschen der Monat der Besinnung und des Gedenkens: An Allerheiligen (1.11.) gedenkt die römisch-katholische Kirche aller ihrer Heiligen. Darauf folgt am 2. November Allerseelen, an dem die römisch-katholische Kirche der Verstorbenen gedenkt. Am 9. November wird der Novemberpogrome 1938 gedacht. Der Volkstrauertag wird immer zwei Sonntage vor dem 1. Advent begangen und ist der Gedenktag für die gefallenen deutschen Soldaten der beiden Weltkriege. Am Mittwoch zwischen Volkstrauertag und Totensonntag liegt der Buß- und Bettag, ein Feiertag der evangelischen Kirche, an welchem man sich wieder mehr Gott zuwenden soll. Einen Sonntag vor dem 1. Advent liegt der Totensonntag, an dem die evangelische Kirche der Verstorbenen gedenkt.

Längst gibt es neue Rituale der Bestattung und Erinnerung Es gibt längst die Seebestattung, inzwischen den Friedwald in Bramsche, gar die Diamantbestattung. Die Bestattung folgt in allen Kulturen bestimmten Ritualen. Sie dienen in erster Linie  der Trauerbewältigung der Angehörigen, die eines Raumes des Abschiednehmens bedürfen, selbst wenn  SPIEGEL-online jetzt über andere, aktuelle Formen des Gedenkens berichtet:

Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die mit dem Internet aufgewachsene Generation auch den Ausdruck der Trauer im Web zum Normalfall machen wird. Noch sind Gedenk-Portale die Ausnahme, exotische Adressen. Erste Dienstleister stehen bereit… (weiter auf der Seite von SPIEGEL-online)

Derweil  streitet man sich in Lingen über den Plan, ein Krematorium zu bauen. Die Verbrennung des Körpers eines Verstorbenen ist in vielen Kulturen bekannt und gebräuchlich. Das Christentum allerdings lehnte die Feuerbestattung jahrhundertelang ab. Wenn nämlich der Körper des Verstorbenen bei der Auferstehung von Gott wieder zum Leben erweckt werde, bedeute es eine Missachtung Gottes, den Körper durch Feuer zu zerstören, hieß es. Demgegenüber orientiert sich die christliche Erdbestattung an der Grablegung Jesu Christi. Das alles oder jedenfalls das meiste habe ich bei Wikipedia nachgelesen und mir dabei die Frage gestellt, wie viel davon auch heute noch in Köpfen mancher lokaler Entscheidungsträger herumspukt.

Etwa in dem des Darmer Ortsbürgermeisters Werner Hartke (CDU). Er lehnte nämlich brüsk die Idee ab, südlich des Darmer Waldfriedhofs ein Krematorium zu errichten. Warum, weiß ich nicht. Es wurde auch nie groß diskutiert. Mit Hartkes Nein sollte die Sache erledigt sein. Ist sie aber nicht, obwohl ihm auch der Verwaltungsausschuss der Stadt beigesprungen ist. Der Bereich des Darmer Waldfriedhofs ist nämlich ein guter Platz für ein Krematorium. Ein Gewerbegebiet ist dies nicht. Trotzdem soll  das Lingener Krematorium nach dem Willen von OB Heiner Pott und seiner Mannen  genau in das Gewerbegebiet „Schüttelsand“ in Holthausen-Biene direkt südlich der Umgehungsstraße B70. „Zweifellos ist der jetzt gewählte Standort für dieses Vorhaben geeignet.“ sagt die Lingener SPD beiläufig, obwohl sie sich unbehaglich fühlt, wenn man die Stellungnahme liest.

„Nein, ist er nicht“, sage ich, ohne mich damit den Bedenken der Anlieger aus Holthausen-Biene anzuschließen, die ganz andere Sorgen und persönliche Bedenken als ich haben.

Mein Standpunkt:  In ein Gewerbegebiet  gehört kein Krematorium, in dem Angehörige und Freunde von Verstorbenen Abschied nehmen. Sagt auch das Bundesverwaltungsgericht und zwar mit guten und überzeugenden Gründen:

Der traditionelle Standort eines Krematoriums ist …  das Friedhofsgelände … . Friedhöfe sind üblicherweise Orte der Ruhe, des Friedens und des Gedenkens an die Verstorbenen. Sie bieten das kontemplative Umfeld, in das eine pietätvolle Totenbestattung nach herkömmlicher Anschauung und Erwartungshaltung einzubetten ist. Im Gegensatz zu Friedhöfen sind Gewerbegebiete nicht durch Stille und Beschaulichkeit, sondern durch werktägliche Geschäftigkeit geprägt. Deshalb sind Krematorien jedenfalls dann, wenn sie mit Räumlichkeiten für Trauerfeierlichkeiten ausgestattet sind, für Gewerbegebiete nicht charakteristisch.

Jedes Krematorium ist ein Ort für Ruhe, Besinnung, Trauer und innere Einkehr.  Daher ist auch sein Standort  Ausdruck, mit welcher Würde wir mit unseren Verstorbenen und unserer Trauer umgehen. Nicht nur im November.

(Foto: © Gerhard Giebener, pixelio.de)

Geburtstag III

25. Oktober 2009

Rosemeyer2_9531_bigSie kennen das sicher: Hier in Lingen (Ems) oder im Emsland kann den Menschen der Himmel auf den Kopf fallen, es interessiert niemanden der bundesdeutschen Medienmeute. Interessant wird es offenbar erst unter der Voraussetzung, dass Medienschaffende das Ereignis binnen einer Stunde per Pkw aus Hamburg oder Hannover in Augenschein nehmen können; die Bremer kommen sowieso nur bis ins Weser-Stadion, wo es allerdings tatsächlich schön ist.
Also
wird auch Bernd Rosemeyer und sein 100. Geburtstag -Sie erinnern sich an dies und das?- nur wahrgenommen, wenn „sein“  Ereignis sich in Hamburg zuträgt. Wie jetzt in SPIEGEL-online, diesem reichlich sinnentleerten aber flott und trendig präsentierten Produkt des einstigen Sturmgeschützes der bundesdeutschen Demokratie, das längst -wie es einmal so schön hieß- zur Spritzpistole für Angela Merkel verkommen ist:  Ein hingerotzter Jubel-Artikel über Lingens Aushängesportler der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts. Und das alles offenbar, weil im PROTOTYP Automuseum in Hamburgs Speicherstadt eine Ausstellung über den Autorennfahrer Bernd Rosemeyer präsentiert wird, die -folgt man dem Pressetext- nun gar nichts mehr über die problematische Rolle Rosemeyers als Propagandist für das NS-Regime zu berichten scheint. Das erledigt dann allerdings eine heftige Diskussion in SPIEGEL-online. Klicken Sie mal rein. Ich gestehe: Gefallen hat mit der beißende Sarkasmus von gardie45:

Seit 60 Jahren lese ich immer wieder fasziniert, warum der oder der in der SS war: Der eine wegen der Pferdchen (Reiter-SS), der nächste wegen der schicken Uniform undRosemeyer war Mitglied der SS – offenbar war er beigetreten, um das Ziel des Berufsrennfahrers erreichen zu können„. Und immer wieder in mir die bange Frage, ob es denn in der SS auch richtige Nazis gab, die einzig und allein dieser Organisation „offenbar … beigetreten“ waren, um als überzeugte Nazis bei dem neuen Elite-Orden ihr Bestes zu geben. Darüber sollte viel mehr wissenschaftlich geforscht werden, vielleicht gipfelnd in einem Abschluss-Symposium ‘War Hitler Nazi?’

Obwohl gardie45 natürlich nicht wissen kann, was wir Emsländer wissen, dass nämlich Bernd Rosemeyer eigentlich wirklich…

Naja, wenn sich jemand in Hamburg die Ausstellung bei PROTOTYP (mehr…)angesehen hat, wäre es schön, würde er hier berichten, was ihm dabei aufgefallen ist, und natürlich, wie sie ihm gefallen hat.

Basel

23. Oktober 2009

Eintracht_Schepsdorf_2Toptorwart Stefan Wessels, TuS Lingener von Eintracht Schepsdorf, Münchener, Kölner, Engländer und in Osnabrück reichlich schäbig Behandelter, spielt künftig im Tor des FC Basel 1893. Der Vertrag von Wessels endet am 30. Juni 2010 und ist zustande gekommen, weil sich der etatmäßige Stammtorwart der Basler nach einer Patellasehnenverletzung einer Operation unterziehen musste und längerfristig ausfällt. Die entstandene Lücke soll Stefan Wessels schließen, wobei klar ist, dass der FCB zunächst erst einmal weiterhin seiner „Nummer Zwei“, Massimo Colombo, das Vertrauen ausspricht.

Heute morgen hatte Stefan Wessels nach der obligatorischen sportärztlichen Untersuchung einen Vertrag beim schweizerischen Erstligisten  unterschrieben. Der FC Basel belegt zur Zeit den dritten Platz in der Axpo Super League und nimmt an der UEFA Europe League teil. Nach drei Spieltagen in der Europe League und einem 0:2-Sieg in Sofia führt der FC Basel die Tabelle in der Gruppe E, in der neben dem FCB und Sofia auch AS Rom sowie der FC Fulham spielen, an. Trainer der Basler Mannschaft ist Thorsten Fink.

„Der FCB ist ein Traditionsverein und eine Topadresse in der Schweiz. Als die Verantwortlichen des FCB mit uns Kontakt aufgenommen haben und ich ein sehr gutes Gespräch mit Thorsten Fink geführt habe, den ich ja noch aus gemeinsamen Zeiten bei Bayern München kenne, war ich überzeugt, dass ich zum FCB passe und der Verein zu mir. In Basel finde ich absolut professionelle Strukturen vor und tolle Fans“, erklärte Stefan Wessels auf seiner Internetseite seine Entscheidung und ergänzte zur Torwartsituation bei seinem neuen Verein: „Ich komme nach Basel, um meine Erfahrung einzubringen und da zu sein, wenn ich gebraucht werde. Im Training werde ich mich einbringen und selbstverständlich alles geben, um zu spielen – diesen Ehrgeiz hat jeder Spieler.“

Seinem ersten Arbeitstag am Montag wird schon Mittwoch das erste Spiel folgen. Der FC Basel muss beim FC Zürich antreten. Das erste internationale Spiel steht am 5. November im Joggeli – so der „Spitzname“ des Basler St. Jakob Parks – gegen CSKA Sofia an. Durch die Verletzung von Constanzo und eine entsprechende Ausnahmeregelung für Torhüter in den UEFA-Statuten kann der FC Basel Stefan Wessels auch für die Europe League nachmelden. Beim FC Basel erhält er die Rückennummer 18 und nimmt damit Abschied von der „33″, die er  bisher traditionell trug.

„Ich bin glücklich, nach der Zeit meiner Vertragslosigkeit nun einen passenden Verein gefunden zu haben. Bis zur heutigen Unterschrift musste ich einen langen Atem beweisen – der europäische Transfermarkt war für Torhüter in diesem Sommer quasi nicht existent. Auch wenn die letzten Wochen für mich nicht die einfachsten in meiner Karriere gewesen sind, zeigt mir die aktuelle Entwicklung, dass es richtig war, auf das richtige Angebot zu warten und nicht in Panik zu verfallen und das erstbeste anzunehmen“, resümiert Stefan Wessels, der sich in den letzten Monaten im Trainings-Camp der Vereinigung der Vertragsfußballspieler (VdV) fit gehalten hatte.

Wessels soll schon am kommenden Mittwoch in der Super League gegen den FC Zürich zum Einsatz kommen. „Ich bin froh und fühle mich sehr geehrt. Der FC Basel ist ein Top-Verein mit vielen Erfolgen und einer langen Tradition. Ich werde mich sofort voll und ganz auf meine neue Aufgabe konzentrieren und freue mich, wieder täglich im regulären Mannschaftstraining zu sein“, sagte der Schepsdorfer.

1992 wechselte Stefan Wessels von Eintracht Schepsdorf zum TuS Lingen,  von dort 1998/99  zum FC Bayern München, wo er in fünf Jahren allerdings nur selten an Stammtorhüter Oliver Kahn vorbeikam und es auf lediglich sechs Bundesligaspiele brachte. Immerhin zehn Mal durfte er in der UEFA Champions League ran, wo er durchgehend starke Leistungen zeigte. Bis heute ist Wessels der jüngste deutsche Keeper, der je in der Champions League zum Einsatz kam (1999). Nach seinem Abschied von den Bayern im Jahr 2003 wechselte er zum 1. FC Köln, wo er sich auf Anhieb einen Stammplatz erkämpfte. Nach einem kurzen Intermezzo bei Everton FC in der englischen Premier League nahm er womöglich übereilt ein Angebot von Zweitligist VfL Osnabrück an, wo man ihn nicht so doll behandelte. Sein Kontrakt galt jedoch nicht für die dritte Liga. Also musste der Verein ihm nach dem Abstieg nicht mal kündigen. Bundesweit bekannt wurde er auch als Bergwanderer in einem Werbefilm der US-Bekleidungsmarke „Jack Wolfskin“:

Nachtrag: Viel Erfolg dem erfolgreichen Trainer der F-Jugend 1995 des TuS Lingen in Basel!

(Quelle: www.stefan-wessels.de)

Geht doch!

21. Oktober 2009

kultureinrichtungen-emslandhallenConny Spielmanns schickt mir heute diese Presseerklärung der BI Arenawahn. Die zentrale Aussage: Es geht doch! Die Emslandarena kann am Standort der Emslandhallen an der Lindenstraße gebaut werden, haben renommierte Lärm-Sachverständige auf der Grundlage der vorgelegten Zahlen errechnet. Ich sage voraus, dass jetzt die Lärm-Gutachter der Fa Zech alles daran setzen, ihre „Geht-nicht-Zahlen“ zu rechtfertigen.
Die neue Stellungnahme bringt eine spannende Entwicklung, die nur von der noch spannenderen Frage überboten wird, wieviel Geld die Stadt Lingen (Ems) eigentlich im kommenden Jahr und 2011 (nicht) hat, um sich die Arena zu leisten. Aber vielleicht gibt es ja auch einen Schattenhaushalt wie anderswo. Der müsste aber bis 2014 eingerichtet werden. Denn die angekündigten 5 Mio Euro Zuschuss des Landkreises Emsland werden nur in jährlichen Raten von je 1 Mio Euro fließen. Das hat auch kaum jemand gewusst, oder Sie etwa?

Gutachten belegt: Emslandarena kann am Standort Lindenstraße gebaut werden!

Der Bürgerinitiative ARENAWAHN Lingen liegt seit Freitag der vergangenen Woche das von ihr in Auftrag gegebene Gutachten der renommierten Ingenieurgesellschaft Hoffmann-Leichter aus Berlin vor. Basierend auf dem Zahlenmaterial der Firma Zech, Lingen, und der von der Verwaltung bereits im Jahre 2008 durch die Wenzel Consulting AG, Hamburg, angefertigten Machbarkeitsanalysen I + II, erarbeitete das Büro Hoffmann-Leichter mehrere Alternativkonzepte, die zweifelsfrei beweisen, dass dem Bau der neuen Emslandarena an der Lindenstraße nichts im Wege steht.

Die BI und deren Unterstützer sind froh darüber, dieses Gutachten präsentieren zu können. Den Mitgliedern der BI, interessierten Bürgerinnen und Bürgern sowie Vertretern aus SPD und Bündnis90/die Grünen wurden bereits in einer ersten öffentlichen Versammlung am 20.10.2009 das Gutachten und die dazugehörenden Erklärungen im Rahmen einer Powerpoint–Präsentation vorgestellt.

Einhellig wurde von allen Teilnehmern begrüßt, dass bei der Erstellung der Alternativkonzepte die vorgeschriebenen lärmtechnischen Grenzwerte bei der umliegenden Wohnbevölkerung nicht nur eingehalten, sondern zum Teil sogar deutlich unterschritten wurden. Darüber hinaus fand die besondere Akzentuierung des Gutachtens auf die städtebauliche Entwicklung dieses innerstädtischen Areals viel Beifall, da so z.B. ein „Wohnen am Wasser“ am Alten Hafen sowie die Ansiedlung eines gehobenen Tagungs- und Business-Hotels ermöglicht werden kann.

Die bei der gleichzeitigen Nutzung der jetzigen Emslandhallen und der neuen Emslandarena entstehenden Synergieeffekte lassen damit auf einer Fläche von über 7.000 m2 ein Veranstaltungs- und Multifunktionszentrum entstehen, das selbst von größeren Städten wie Osnabrück und Münster nicht geboten werden kann. Damit hätte die Stadt Lingen auf diesem wichtigen Sektor einen Alleinstellungsanspruch in der Region.

Möglich wurden diese umfangreichen Planungen, da die gewonnene Ingenieursgesellschaft Hoffmann-Leichter sich als Spezialist auf den Gebieten der Verkehrsplanung, der Straßenverkehrstechnik sowie des Immissionsschutzes und der Projektsteuerung betätigt und als absolutes Schwergewicht der Branche gilt (www.hoffmann-leichter.de). Unter anderem war Hoffmann-Leichter an der Konzipierung der größten deutschen Arena, der O2-Arena in Berlin, beteiligt und war bei der Entwicklung des Verkehrskonzeptes federführend.

Wir werden weiterhin umfassend berichten. Unsere Versammlungen finden jeweils dienstags um 20.00Uhr im Bürgerzentrum Gauerbach statt. Nähere Informationen gibt es auf unserer Homepage unter www.emslandarena.info oder www.bi-arenawahn.de

(Foto:  Emslandhallen; © Stadt Lingen)

positiv

19. Oktober 2009

querbeetAlso, meine Frau sagt mir gerade, ich solle nicht so viel schimpfen. Meine Kollegin beanstandet „zu viel und viel zu lange“ Beiträge zur Atomenergie (Dialog: „Kann ich nicht mehr lesen!“ – „Is aber wichtig!“). Beides erinnert mich an meine immerwährende Verpflichtung, auch über Positives in Lingen (Ems) zu berichten. Also, bitte schön:
„Querbeet“ heißt ein neues Gemüse- und Obstgeschäft, das den Versuch unternimmt, am Ende der Großen Straße für etwas (regionales) Leben zu sorgen. Mit heimischem und anderem Obst, Säften, Salaten, Wurst- und anderem, was auf Brot und Brötchen gehört, Salaten und Eintöpfen – lecker und erfrischend! Diese Neugründung find ich richtig gut und wünsche den Querbeterinnen um Gerlinde Thedering (Inhaberin), Geschäftsführerin Gabriele Gutbier und die Mitarbeiterinnen Gisela Preun und Annegret Musekamp einfach, schlicht und herzlich „Viel Erfolg!“.

Fair

17. Oktober 2009

wiebke-kethorn-09-10„Ein Unentschieden ist im Handball ein besonderes Ergebnis. Es ist deswegen so besonders, weil eine Menge Tore fallen und sich am Ende selten alles ausgleicht. Es ist wie ein Kubus, der auf der Kante stehen geblieben ist: Eine Kleinigkeit genügt, um das Spiel zu entscheiden.
Hätte Wiebke Kethorn (Foto lks) an jenem Mittwochabend im März den Ball ins leere Tor geworfen, dann hätte ihre Mannschaft, der VfL Oldenburg, die Partie gegen den HC Leipzig vielleicht gewonnen. Der VfL hätte am Ende der Saison vielleicht einen Punkt mehr gehabt und damit zum ersten Mal die Bundesliga-Playoffs erreicht. Aber Kethorn entschied sich gegen das Tor. Sie brach den Angriff ab und legte den Ball zu Boden. Das Spiel endete 24 : 24, und zum Saisonende reichte es nicht für die Runde der besten vier.
Warum warf Kethorn nicht? Aus Fairness: Die gegnerische Torfrau war zuvor vom Ball im Gesicht getroffen worden und am Boden liegen geblieben. „Es wäre kein faires Tor gewesen“, sagt Kethorn. Die Mitspielerinnen meckerten, aber die Deutsche Sporthilfe wusste die Geste zu schätzen: Sie hat der 24-Jährigen aus Nordhorn gestern in Hamburg den „Preis für Toleranz und Fair Play“ verliehen.
Sie sei sich damals sofort sicher gewesen, die richtige Entscheidung zu treffen, sagt Kethorn. Bereut habe sie das nie. „Ich glaube fest daran, dass man auch mit fairen Mitteln seinen Weg gehen kann.“
In diesem März wurde Kethorn in die Nationalmannschaft berufen, nun hofft sie auf einen Platz im Kader, wenn es im Dezember dieses Jahres zur Weltmeisterschaft nach China geht. „Ich bin sehr ehrgeizig“, sagt sie. Ein Ehrgeiz, der nie zwanghaft wurde. Wenn sie über ihren Sport spricht, gerät Kethorn schnell ins Schwärmen. Sie plappert und lacht und klingt rasch ein bisschen atemlos. In ihrer Jugend spielte sie auch in der niedersächsischen Fußballauswahl, hat sich aber dann für Handball entschieden: Weil mehr Tore fallen, mehr passiert. „Ich kann nie stillsitzen“, sagt Kethorn.
Sie mag den Kampf, will gewinnen, aber sie will am Ende auch wissen, dass sie wirklich die Bessere war. „Ein Sieg macht nur Spaß, wenn man fair gespielt hat.“ Und das ist keine bloße Floskel, sondern eine Überzeugung Kethorns jenseits von Erfolgsdruck und Geld.
Sie weiß aber auch, dass andere da anders denken. Als sie nach jener Partie im März vom Spielfeld lief, war sie auf Vorwürfe gefasst. „Mensch, macht mich jetzt nicht fertig wegen der Szene“, raunte sie den wartenden Journalisten zu, noch ehe diese den Mund aufmachten. Es ist letztlich anders gekommen. Viele Mitspielerinnen, die sie zum Wurf gedrängt hatten, entschuldigten sich im Nachhinein. Auch Trainer Leszek Krowicki stellte sich hinter sie: „So eine faire Geste. Ich wette, 99 Prozent aller Handballer hätten geworfen“, sagt er. Die verpassten Playoffs hat Kethorn niemand zum Vorwurf gemacht. Im Fußball wäre das vielleicht anders gewesen.“

Das schreibt heute CARINA BRAUN in der taz (Nordausgabe). Unsere Lokalpresse hat offenbar die Auszeichnung der Nordhorner Handballnationalspielerin übersehen. Denn nichts über die faire Sportlerin und ihre hoch verdiente Ehrung lese ich in der – von mir bekanntlich bisweilen gescholtenen – Lingener Lokalpresse. Die palavert statt dessen breit über eine wenig souverän wirkende Presseerklärung des taumelnden, 100jährigen TuS Lingen. Immerhin gab es für den aber gestern einen wichtigen 3:0 Erfolg. Doch Wiebke Kethorn hat mir deutlich mehr imponiert…

(Foto: © VfL Oldenburg)