U10
16. Mai 2012
Man kann ja trotz des gestrigen Bengalo-Radau-Abends in Düsseldorf auch mal zum Fußball gehen: Morgen, am Himmelsfahrtstag führt der TuS Lingen im Emslandstadion sein 2. U10-Bundesliganachwuchs-Turnier durch. U 10 ist die E-Jugend. 8 Fußballmannschaften nehmen in diesem Jahr teil. Neben dem Gastgeber starten die Kreisauswahl Emsland-Süd und Fortuna Düsseldorf, VfL Bochum, SuS Kaiserau, BFC Dynamo Berlin, Bayer 05 Uerdingen und ETB SW Essen. Es spielt “jeder gegen jeden”. Anstoß ist um 11 Uhr. Das 28. und letzte Spiel beginnt um 15:50 Uhr, so dass die Siegerehrung gegen 16:50 Uhr stattfinden dürfte.
Hier geht es zum Spielplan. Eintritt frei. Fürs leibliche Wohl ist gesorgt.
ps Früher gab es mal ein Jugendturnier am Himmelsfahrtstag, das Voran Brögbern prima organisierte. Fällt das 2012 aus?
Aufstieg!
13. Mai 2012

Herzlichen Glückwunsch! Die Poolbillardspieler vom PBC Lingen (Foto) haben den Durchmarsch von der Regionalliga in die erste Bundesliga geschafft. Die Lingener gewannen am Samstag daheim mit 6:2 gegen den PBC Schipkau und machten damit am, 13. von 14 Spieltagen den Aufstieg perfekt. Mit 26 Punkten (62 gewonnenen Partien) liegt das Team vor der Konkurrenz aus Geldern (22 P/57 Partien) uneinholbar an der Spitze der 2. Poolbillard Bundesliga Nord.
Dabei sah es am Samstag zunächst nicht nach einem Erfolg aus. Jörg Uphaus verlor denkbar knapp gegen Sebastian Ludwig und auch René Scharf lag am Ende mit 2:3 Aufnahmen gegen seinen Konkurrenten aus dem Brandenburgischen hinten. Ralf Mess und der Bremer John Blacklaw sicherten aber den Ausgeich, bevor in der zweiten Hälfte gleich alle vier PBC Lingen-Spieler gegen die Lausitzer Konkurrenz erfolgreich waren. Damit stand es am Ende 6:2 für unsere Jungs.
Vor diesem Spieltag hatten zuletzt alle Mannschaften aus der oberen Tabellenhälfte der 2. Bundesliga Nord Punktverluste hinnehmen müssen, während sich das Team des PBC Lingen durch ein 4:4 beim PBC Joker Geldern und den 5:3-Erfolg bei Kamp-Lintfort erstmals in dieser Saison an die Spitze der 2. Bundesliga Nord.
Die Emsländer, die ihre Spiele stets im Time-Out in der Lindenstraße austragen, treffen am heutigen Muttertagsonntag um 11 Uhr auf das Team des BC Queue Hamburg. Dabei können sie es ruhig angehen lassen; denn aufgestiegen sind sie bereits.
(Foto: © PBC Lingen)
Hometeam
12. Mai 2012
Der TuS Lingen 1910 eV -nach dem MTV Lingen der zweitälteste Sportverein unserer Stadt- ist nur zwei Jahre nach seinem Hundertjährigen in einer wirklich ernsten Krise angekommen, trotz des engagierten Vorstandes um den Vorsitzenden Klaus Salomon und trotz Heinrich Essmann, der im Hintergrund längst wieder dabei ist. Denn gestern ist die zweite Mannschaft des TuS Lingen in der Rückrunde der 2. Kreisklasse nicht angetreten. Und das gibt Anlass zu mehr als Spekulationen:
Die Bezirksliga-Konkurrenz vom SC Spelle-Venhaus hoffte auf einen Aufstieg am grünen Tisch, lese ich: Denn bereits einmal war die TuS Reserve in der “2. Kreisklasse Süd” nicht angetreten. Am 15. April fuhr die Elf, die arg dezimiert längst keine Elf mehr ist und absteigen wird, dann auch nicht zum BV Clusorth/Bramhar und nun trat sie gestern auch bei Fortuna Beesten nicht an. Dreimal nicht angetreten – eigentlich bedeutet dies das Aus für eine Mannschaft; üblicherweise wird ein solches Team aus dem Punkterennen der jeweiligen Klasse genommen. Die entsprechende Kann-Regel will der verantwortliche Staffelleiter Jürgen Siegert aber hier nicht anwenden. Womöglich wegen der Folgen:
Denn dann nämlich wäre der ersten Mannschaft des TuS Lingen, aktuell auf Platz zwei in der Fußball-Bezirksliga 3 Südwest, der Aufstieg in die Landesliga verwehrt. Die Aufstiegsregeln sind klar. Sie lauten:
“Vereine, die eine Herrenmannschaft zur Teilnahme am Pflichtspielbetrieb der Oberliga, Niedersachsen oder Landesliga melden, werden für diese Spielklassen nur zugelassen, wenn sie mit mindestens einer weiteren Herrenmannschaft in einer unteren Leistungsklasse und einer Juniorenmannschaft in einer der Altersklassen von den A- bis C-Junioren (11er-Mannschaft) im gesamten abgelaufenen und neuen Spieljahr am Pflichtspielbetrieb teilgenommen haben und teilnehmen werden. An die Stelle einer weiteren Herrenmannschaft kann eine weitere Juniorenmannschaft (11er-Mannschaft) in den genannten Altersklassen treten.”
Der TuS Lingen erfüllt diese Voraussetzungen nicht mehr, wenn seine zweite Herrenmannschaft aus dem Kreisklassen-Wettbewerb gestrichen wird. Eine weitere als die Herrenmannschaft in der Bezirksliga gäbe es dann nicht mehr. Auch sonst sieht es nicht gut aus: Die A-Jugend belegt in der Landesliga mit nur sieben Punkten den letzten Platz; seine B-Jugend hatte der Verein bereits vor dem Saisonstart zurückgezogen. Ein C-Junioren-Team hat der TuS Lingen nicht. Die aktiven D, E und F-Mannschaften reichen nicht.
Die Folge: Der SC Spelle/Venhaus wäre schon vor seinem anstehenden Spiel bei Concordia Emsbüren Bezirksligameister. Er hat ohnehin sieben Punkte Vorsprung vor dem TuS und will die Meisterschaft jetzt morgen in Emsbüren sichern, während der TuS Lingen morgen Borussia Neuenhaus erwartet.
Doch Staffelleiter Jürgen Siegert (Foto re.) will nicht und der Mann aus Varenrode sagt über seine Entscheidung: “Das ist eine Kann-Bestimmung. Das werden wir nicht machen”. Die Spiele laufen also wie angesetzt weiter, selbst wenn der TuS Lingen II keine Mannschaft mehr stellen kann.
Die Entwicklung beim TuS Lingen ist kein Einzelfall. Darauf weist die Webseite Nordwestsport.com hin, auf der ich meine Informationen gefunden habe. Auch der TSV Oldenburg in der Bezirksliga Nordost steckt in einer ähnlichen Situation. Der TSV ist Erster, kann aber nicht aufsteigen. Der Verein hat nur eine C-Junioren, aber keine 2. Mannschaft. Damit hat der VfL Brake die besten Aufstiegschancen. Und daran knüpfen sich dann bei Nordwestsport.com dargestellte weitere Aufstiegsüberlegungen, die aber so kompliziert sind, dass ich sie nicht wiedergeben will. Sie können sie hier nachlesen.
Im kommenden Jahr bilden übrigens der TuS Lingen und der SV Dalum eine A-Jugendspielgemeinschaft; damit hat der TuS wieder ein A-Jugendteam und irgendwie will man auch eine 2. Herrenmannschaft zusammenbringen. Die darf dann in der 3. Kreisklasse antreten. Das ist eine Liga für Hobbykicker mit großer Freude am Fußballsport, doch ohne besonderen Leistungsanspruch. Für ein ambitioniertes erstes Herrenteam ist eine solche Liga schwerlich ausreichend, braucht man die eigene Reserve
doch regelmäßig, um beispielsweise verletzt gewesenen Spieler wieder Spielpraxis zu geben.
Aber das Emslandstadion ohne Hometeam ist für mich wirklich schwer vorstellbar und auch der SV Holthausen-Biene als zurzeit ranghöchster Lingener Fußballverein hat noch keine Lizenz für die kommende Saison. Ob auch dort nicht alles glänzt, was glänzen sollte? Mein Fazit: Die von der Stadt angestoßenen Gespräche über eine Zusammenarbeit im Fußballleistungssport in Lingen sind wohl wirklich dringlich.
(Quelle: Nordwestsport.com)
Walter Kellner
10. Mai 2012
Vor zwei Monaten ehrte die Stadt Lingen ihren ältesten aktiven Sportler noch einmal besonders. In der letzten Nacht aber ist der Dachdeckermeister Walter Kellner im Alter von 93 Jahren verstorben. Sanft entschlafen, höre ich und denke zurück an viele Begegnungen mit ihm, auf den Sportplätzen, bei Lingener Veranstaltungen und bei Ehrungen. Oder 1995 im Krankenhaus in Buffalo (New York), als er sich bei den Seniorenweltmeisterschaften doch etwas zu viel zugemutet hatte. Der VfL Lingen hat ein treues Mitglied, unsere Stadt einen verdienten Mann verloren.
Stadtrat Ralf Büring sagte auf dem Sportehrentag am 9. März über Walter Kellner :
“Als Besonderheit des diesjährigen Sportehrentages wollen wir heute auch eine Person ehren, die sich in ganz besonderer Art und Weise durch ihre sportlichen Leistungen auszeichnet. Eine Person, die bereits seit über vier Jahrzehnten im VfL Lingen aktiv ist und als ältester aktiver Leichtathlet des gesamten Emslandes gilt. Die Rede ist von Walter Kellner. Er ist vom VfL Lingen für eine besondere Würdigung seiner sportlichen Erfolge gerade im Alter vorgeschlagen worden. Diesem Vorschlag kommen wir sehr gerne nach!
Verehrter Herr Kellner, wer Ihnen begegnet, mag kaum glauben, dass Sie in diesem Jahr bereits 94 Jahre alt werden. Wer dann hört, dass Sie auch in diesem hohen Alter noch immer regelmäßig an Leichtathletik-Wettkämpfen teilnehmen, ist im ersten Moment sprachlos – sprachlos vor Bewunderung. Ein Blick in die Landesbestenliste 2011 zeigt, dass Sie tatsächlich der älteste aktive Leichtathlet des Emslandes sind. Darauf können Sie stolz sein!
Die Liebe zum Sport ist Ihnen gewissermaßen in die Wiege gelegt – schließlich war Ihr Vater lange Jahre Übungsleiter beim MTV Lingen. Doch obwohl Ihr Vater sportlich engagiert war, haben Sie in Ihrer Schul- und Ausbildungszeit selbst zunächst nur wenig Sport betrieben. Erst bei der Luftwaffe haben Sie dann die Leichtathletik als „Ihren“ Sport entdeckt.
An der Luftwaffenschule in München lernten Sie viele berühmte Sportler kennen und haben zusammen mit ihnen trainiert. Zeitweilig starteten Sie auch für einen Verein in Hamburg-Wandsbeck. Ihre Disziplinen: 100 Meter Lauf, Weitsprung und die vier Mal 100 Meter Staffel.
Während des Zweiten Weltkrieges gerieten Sie schon früh in Kriegsgefangenschaft und wurden in ein Kriegsgefangenenlager nach Kanada gebracht. Doch auch während Ihrer Zeit in Gefangenschaft haben Sie viel Sport getrieben. Sie haben Handball gespielt und sogar Fußball mit dem späteren Trainer des 1. FC Nürnberg Herbert Widmayer. Und auch Ihrer Leidenschaft für die Leichtathletik konnte die Gefangenschaft nichts anhaben. Sie waren im Lager sogar einer der besten im Dreikampf.
Nach einer längeren Sportpause haben Sie, lieber Herr Kellner, sich dann mit Beginn der 70er Jahre wieder sportlich betätigt – und das bis zum heutigen Tage. Obwohl Sie beruflich als Inhaber einer Dachdeckerfirma sehr eingespannt waren und später auch von 1981 bis 1986 dem Stadtrat angehörten, widmeten Sie sich voller Enthusiasmus und sehr intensiv der Leichtathletik. Als Mitglied des VfL Lingen haben Sie erfolgreich zahlreiche Wettkämpfe auf nationaler und internationaler Ebene bestritten. Ihr wichtigster Trainingspartner war dabei der sehr erfolgreiche Seniorensportler Ernst Korte aus Lingen, mit dem Sie sogar zusammen an Europa- und Weltmeisterschaften für Senioren teilgenommen haben.
Und auch in den letzten Jahren haben Sie es sich nicht nehmen lassen, regelmäßig am Kugelstoßen oder Diskuswerfen bei Seniorensportfesten und -Meisterschaften in Niedersachsen teilzunehmen. Dabei mussten Sie allerdings meist gegen ein weitaus jüngeres Teilnehmerfeld antreten, da Sie mit großem Abstand der älteste Teilnehmer am Wettbewerb waren.
Und gerade das macht Sie, verehrter Herr Kellner, einzigartig. Ihre sportlichen Leistungen, die Sie auch mit 93 Jahren an den Tag legen, sind bewundernswert. Immer wieder aufs Neue beweisen Sie uns und sich selbst, dass Sport keine Frag des Alters ist! Sie, verehrter Herr Kellner, sind dadurch ein Vorbild für all unsere Sportlerinnen und Sportler.
Ihre besonderen sportlichen Leistungen im Alter möchte ich nun würdigen und Ihnen als Zeichen unserer Anerkennung für Ihre Leistungen eine Ehrenurkunde und eine Ehrenmedaille überreichen. Ich wünsche Ihnen, dass Sie auch weiterhin gesund bleiben und noch viele Jahre lang Ihre Leidenschaft für die Leichtathletik nachgehen können!”
Dem möchte ich nur hinzufügen, dass Walter Kellner zwei Tage vor seinem Tod noch im Emslandstadion trainierte mit dem Ziel, seine letztjährige Diskus-Bestleistung von 13,13m in diesem Jahr deutlich zu verbessern. Mit den 10,26m. die er vor etwas mehr als drei Wochen in Groß Hesepe geworfen hatte, war er nämlich gar nicht zufrieden. Tschüss, Walter!
(Foto: © Stadt Lingen)
Schemmpienslieg
26. April 2012
Ford Jansen sei Dank!
Das Lingener Kfz-Unternehmen nimmt an einer Sponsoringaktion des Autoherstellers KIA teil (Schon das hat was: FordJansen für KIA…
ach ‘schuldigung, gerade seh ich , dass FordJansen jetzt Autohaus Jansen heißt) Egal, es geht um einen ordentlichen Trikotsatz für eine Jugend-Fußballmannschaft. Um so etwas Gutes für die Jungs auf dem Foto unten zu tun, muss man 1. den Link öffnen, 2. gefällt mir klicken und das war’s schon. Das Team mit den meisten Klicks bekommt den Trikotsatz, glaub ich. Weil ich nicht genau wusste, wo ich klicken soll, hab ich zwei mal geklickt. Hinter FordJansen und unter dem Foto gleich auch noch. Ich hätte auch drei mal…,wenn der Schriftzug auf dem Foto gefehlt hätte. Er stört den Eindruck des Bildes etwas, obwohl ich natürlich auch verstehe, dass alle wissen sollen, wer da im Tor steht. Auch ohne sieht man allerdings doch sofort: Mindestens Schemmpienslieg 2020…
Also, ich bin ja nicht so der Sponsorenfreak, aber dieses Foto der ASV-C-Jugend (U14) ist schon eine richtig gute Nummer – oder? Also klickt mal schön. Bitte. Danke.
Nachtrag:
Die Sponsoring-Aktion von Autohaus Jansen ist seit heute (1.5.) Mittag abgeschlossen und die ASV-Jungs bekommen, des großen Zuspruchs wegen, tatsächlich einen Trikot- und einen Satz Trainingsanzüge. Dem Sponsor sei Dank! Das Foto der Altenlingener C-Jugend war allerdings wirklich überzeugend. Da vergisst man sogar das aufziehende kommunalpolitische Unwetter um den vierten (benötigten) Sportplatz in Altenlingen…
Aufn Platz
22. April 2012

Bisweilen habe nicht nur ich den Eindruck, dass im Emsland die Fußballweisheit “Entscheidend is aufn Platz” geändert wird in “Entscheidend is inne Zeitung”. Sie kennen diese Schlagzeilen zur genüge: “SV Meppen wirklich gut – aber unglücklich 0:5 verloren.” Auch wenn der stellvertretende Ball-Obmann in Meppen an Husten erkrankt, berichten alle Emslandausgaben der Neuen Osnabrück Zeitung täglich darüber, als wäre der Bundespräsident auf dem Weg zum Emir beim Herumschreien mitgeschnitten worden.
Nun gut: Unser Lingen will voran. Fußballerisch. Die Verwaltung ist aktiv. Weniger aus sportlichen Gründen, denke ich mir, als aus finanziellen. Denn sollte der Nordstadtverein SV Holthausen-Biene (dessen, lt. Wikipedia offizielle Internetseite nicht fluppt @-( ) in die Fußball-Regionalliga aufsteigen, würde sich sofort die Sportplatz-,…pardon natürlich Stadionfrage stellen. Zwar werben die Biener mit ihrer Austragungsstätte, die im Naturschutzgebiet liege und deshalb eine der schönsten in der Liga ist, aber so wirklich prall ist der Platz für den populären Ballsport nicht. Aktuell weniger des Naturschutzes wegen als vielmehr aus Sicherheitsgründen. Die DFB-Fußballoberen verlangen nämlich einiges, um Raufhändel und Randale zu minimieren. Das scheitert am Biener Busch schon wegen der fehlenden zweiten Zufahrt.
Jetzt also sprechen drei Lingener Fußballvereine über eine gemeinsame Zukunft. Das Gespräch moderiert Ralf Büring, erster Stadtrat. Der dritte, der in der Lokalzeitung namentlich nicht genannt werden wollte, ist offenbar der VfB Lingen, dessen Einzugsgebiet – zwischen Brögbern, Laxten und Altenlingen gelegen – die Damaschkaner keine große Zukunft für sich sehen lässt. Daneben sind SV Holthausen-Biene und TuS Lingen als höherklassig spielende Clubs mit am Tisch.
Etwas versteckt haben sich inzwischen die HoBis zu den Gesprächen so geäußert:
“Nachdem in der lokalen Presse einiges über den ” FC Lingen ” zu lesen war, möchten wir an dieser Stelle auch ein Statement dazu abgeben. Es ist richtig, dass es Gespräche mit der Stadt Lingen und anderen Lingener Sportvereinen gibt. Und ja, auch der TuS Lingen ist an diesen Gesprächen beteiligt. Es sind lockere Gespräche um die Weichen für die Zukunft zu stellen. Entscheidungen, dass haben wir auf… der Info-Veranstaltung angekündigt, werden im Rahmen einer Mitglieder/Generalversammlung getroffen.
Es ist also vollkommen verfrüht, jetzt schon Vorwürfe an den Vorstand zu richten. Wenn der Vorstand nicht rechtzeitig nach Möglichkeiten sucht, wird es später vielleicht heißen: Warum habt ihr nicht früher…
Außerdem wollen wir den Begriff “Fusion” ins rechte Licht rücken: Es ist nicht beabsichtigt den SV Holthausen/Biene aufzulösen! Unser Sportverein bleibt in seiner jetzigen Form bestehen! Unsere Überlegung ist es für die Zukunft (frühestens 2013/2014) einen NEUEN Lingener Fußballclub zu gründen, der von allen Vereinen und der Stadt Lingen als Aushängeschild getragen wird. Dadurch soll eine Konzentration von Sponsoren, Leistungssport und Wirtschaftlichkeit erreicht werden.
Es gibt bis jetzt noch kein Konzept, wie dieser aussehen wird, sondern lediglich lose Überlegungen. Wir hoffen mit dieser Ankündigung wieder für etwas mehr Ruhe und Sicherheit in unseren Verein zu sorgen.
Das Fazit lautet also: Für die Saison 2012/2013 bleibt es wie bisher!!!
Wer also als Sponsor auf den Zug aufspringen möchte, kann sich gerne an den Vorstand wenden oder unter info@sv-holthausen-biene.com eine Nachricht hinterlassen.”(Quelle: Facebook/SV Holthausen/Biene)
“Noch kein Konzept, alles wie bisher”… wozu also das Ganze? Nun, alle drei Vereine versprechen sich letztlich finanzkräftige Sponsoren und vor allem ein neues, “reines” Fußball-Stadion. Also: Noch’n Platz von der Kommune und die Sponsoren für den Spielbetrieb. Nun müssen wir uns -trotz dieser Probleme- in Lingen nicht in Sack und Asche gewanden und gar nichts mehr zutrauen. Doch eine Emslandarena II wird nicht billig. Sie war zwar zu Heiner Potts Zeiten schon einmal “langfristig angedacht”. Standort sollte das östliche Altenlingen “Am Bahndamm” zwischen Eisenbahnlinie und Umgehungsstraße sein. Aber ist sie notwendig?
Allemal sind die erwähnten DFB-Sicherheitsrichtlinien heute am Biener Busch nicht zu verkraften; sie überfordern selbst das Emslandstadion in Reuschberge, mit dessen Fläche unser kühner Heiner anderes vorhatte. Er wollte dort Wohnbauflächen schaffen und mit dem Verkaufserlös das neue Fußballstadion bezahlen; zugleich sollte das Stadion des SuS Darme die Leichtathletikanlagen aufnehmen. Das alles aber ist a) Zukunftsmusik und b) eben doch schwer zu bezahlen (u.a. wg Emslandarena I). Also hilft vor dem Zweitweg -beispielsweise ins benachbarte Meppen (gruselgrusel
) – zurzeit nur der Nichtaufstieg. Wie weit der SV Holthausen-Biene damit ist, kann man heute Nachmittag am Biener Busch im Spiel gegen VfL Bückeburg sehen. Beginn 15 Uhr.
Der 102-jährige Tus spielt zur selben Zeit in der Bezirksliga auswärts gegen Herzlake. Da steht übrigens das Haseltalstadion. Es ist auch regionalligatauglich, seit 1993 der damals möbelfabrikantklose-gesponserte VfL Herzlake an die Tür der zweiten Liga klopfte, daraufhin das Hasetalstadion mit Innenzaun mittels einer kräftigen Finanzspritze durch den Landkreis sofort aufgepeppt wurde, der VfL dann aber in den Aufstiegsspielen knapp an Rot-Weiss Essen scheiterte, wo einst Helmut Rahn kickte. Schon daraus kann man manches lernen – oder? Dass auch der VfB heute um 15 Uhr bei Eintracht Schepsdorf (1. Kreisklasse-Süd) drei Punkte ergattern will, teilt der Chronist hiermit pflichtgemäß mit.
Anschließend wird weiter miteinander gesprochen. Merke: Die Saison 2013/14 beginnt in 15 Monaten.
Maren II
27. Februar 2012
Da wollen wir gemeinsam Maren Kock aus Brögbern gratulieren, die seit Anfang des Jahres für die LG telis finanz Regensburg startet. Am ersten Tag der deutschen Hallenmeisterschaften der Leichtathleten in Karlsruhe holte sie nämlich am Samstag die Silbermedaille in der 3000m-Entscheidung und belohnte sich dann selbst und ihren krank zuhause danieder liegenden Trainer Arno Kosmider gestern mit nicht erwartetem Gold über 1500m und vor allem einer wunderbaren persönlichen Bestzeit.
Nur 3000m-Siegerin Corinna Harrer und ihre Vereinskameradin Maren Kock konnten in diesem denkwürdigen 1500m-Finale Gesa Felicitas Krause (Eintracht Frankfurt) folgen, als diese fast 1400m Tempo machte. Nachdem Maren Kock nach der Hälfte des Rennens so gar etwas den Anschluss verloren hatte, kämpfte sie sich in der Schlussrunde wieder heran, ging auf der letzten Gegengeraden an ihren Konkurrentinnen vorbei und zog in ihrem Windschatten noch Corinna Harrer an der Frankfurterin Krause, immerhin Jugend-Leichtathletin des Jahres, vorbei. In 4:14,72 Minuten lief die 3.000-Meter-Zweite so schnell wie keine andere DM-Siegerin seit mehr als zehn Jahren und sie verbesserte ihre persönliche Bestleistung mal eben so um 9 Sekunden…
Corinna Harrer machte in 4:15,24 Minuten den “Regensburger Doppelsieg” (leichtathletik.de) perfekt, Gesa Felicitas Krause wurde in 4:16,36 Minuten Dritte. „Auf den 1.500 Metern hätte ich mir nie zugetraut, dass es so schnell werden kann“, sagte Maren Kock, die sich eigentlich auf die 3.000 Meter konzentriert hatte.
Video
Video-Interview
(Quelle)
„Kicker, Kämpfer und Legenden“
5. November 2011
Juden haben den Fußball in Deutschland populär gemacht. Sie wurden umjubelt, verehrt und respektiert, galten als Vorbilder im Sinne des sportlichen Gedankens des Fairplays. Ihre revolutionären Visionen und Methoden setzten Maßstäbe, die den Fußball hierzulande lange prägten. Sie haben für den deutschen Fußball Pionierarbeit geleistet, bis sie verfolgt, ausgegrenzt und vernichtet wurden.
Die Ausstellung „Kicker, Kämpfer und Legenden“ ist diesen Sportlern, Trainern und Funktionären gewidmet. Sie ist vom 8. bis 19.11. in der Lingener Lookentorpassage zu sehen. Damit trägt das veranstaltende Forum Juden-Christen Altkreis Lingen e.V. seine Erinnerungsarbeit mitten in die Bevölkerung – unterstützt durch das Centermanagements um Hermann Klaas.
Die Ausstellung zeigt längst vergessene Opfer nationalsozialistischer Verfolgung. Im Zentrum den Visionär Walther Bensemann (1873-1934), der den Fußball in Deutschland etabliert. Um 1900 organisiert er die ersten internationalen Fußballspiele und wirkt bei der Gründung des Deutschen Fußballbundes (DFB) mit. 1920 ruft er die Fußballzeitschrift „Der Kicker“ ins Leben, ist Inhaber, Herausgeber und Chefredakteur zugleich. „Der Sport ist eine Religion, ist vielleicht das einzig wahre Verbindungsmittel der Völker und Klassen.“ Diese Botschaft Bensemanns ist heute aktueller denn je: Fußballbegegnungen sind internationale Medienereignisse, die Mannschaften sind kosmopolitisch aufgestellt und adaptieren unterschiedliche Spielsysteme.
Gezeigt werden in der Ausstellung die Lebenswege von Menschen wie Walther Bensemann (1873-1934). Ein anderes Beispiel ist Kurt Landauer (1884-1961). Vor 1933 und nach 1945 war er langjähriger Präsident des FC Bayern München und führte die Mannschaft zu internationalem Erfolg. Wer kennt
heute noch den Stürmer und Nationalspieler Julius Hirsch (1892-1943; Foto unten), der unter anderem mit dem Karlsruher FV Deutscher Meister wurde? Oder Gottfried Fuchs, den der spätere Bundestrainer Sepp Herberger »mein Idol« nannte? Der begnadete Mittelstürmer schoss bei den Olympischen Spielen 1912 in Stockholm in einem Spiel gegen Russland zehn Tore – ein bis heute in Deutschland ungebrochener Rekord.
Deutlich macht die Ausstellung die Mechanismen der planvollen Ausgrenzung bestimmter Bevölkerungsgruppen unter dem NS-Regime. “Kicker, Kämpfer und Legenden“ erweckt die Geschichte des Fußballs zum Leben und regt gleichzeitig zur Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte an. Sie leistet damit nicht nur einen Beitrag zur Erinnerung und Würdigung legendärer Fußballikonen, die so ihren verdienten Platz in der Historie einnehmen. Sie führt auch den Nationalsozialismus in seinem falsch verstandenen Deutschtum und seiner menschenverachtenden Absurdität vor.
Kicker, Kämpfer und Legenden
Juden im deutschen Fußball
Lingen (Ems) – Lookentorpassage
08. bis 19.11.2011
während der Öffnungszeiten
Eröffnung Montag, 07.11.2011, 20 Uhr
Stefan Wessels
18. August 2011
Das wird spannend. Vor allem wird es in einer Woche nicht leicht für den spanischen Fußballclub FC Villareal . Der Club verlor das Hinspiel in der Champions-League-Qualifikation bei Odense BK 0:1 (0:0). Für den dänischen Vize-Meister erzielte Hans Henrik Andreasen in der 84. Minute den entscheidenden Treffer. Eine starke Leistung für die Dänen bot der aus Schepsdorf stammende, frühere Bundesliga-Torwart Stefan Wessels, der gegen die zeitweise drückend überlegenen Spanier mehrere Male sehr gut hielt.
Übrigens schrieb jetzt die FAZ einen Bericht über den sympathischen Lingener Fußballer, der bei Odense BK wieder eine Perspektive gefunden hat – eine deutlich gelassenere als in der Bundesliga. Dabei könnte Odense, die dänische Nummer zwei, gegen Villareal sogar die Gruppenphase der Champions League erreichen.
“17. August 2011
An solchen Tagen kann sich Stefan Wessels gar keinen besseren Arbeitsplatz vorstellen. Das Training ist beendet, der Sommer schaut für ein paar Stunden in Odense vorbei, und in der nachmittäglichen Dänischstunde sind er und seine Frau Ivka wieder ein Stück weiter in diese merkwürdig weiche Sprache eingetaucht. Alles drehte sich im Unterricht ums Thema Einkaufen. Wie man im Café bestellt, weiß Wessels…”
weiter auf der Seite der FAZ
Saisonauftakt
6. August 2011
Zum Saisonauftakt meiner Vereine TuS Lingen, ASV Altenlingen und BN. Mit und ohne Ball – viel Spaß und Erfolg

