Aufn Platz

22. April 2012

Bisweilen habe nicht nur ich den Eindruck, dass im Emsland die Fußballweisheit “Entscheidend is aufn Platz” geändert wird in “Entscheidend is inne Zeitung”. Sie kennen diese Schlagzeilen zur genüge: “SV Meppen wirklich gut – aber unglücklich 0:5 verloren.” Auch wenn der stellvertretende Ball-Obmann in Meppen an Husten erkrankt, berichten alle Emslandausgaben der Neuen Osnabrück Zeitung täglich darüber, als wäre der Bundespräsident auf dem Weg zum Emir beim Herumschreien mitgeschnitten worden.

Nun gut: Unser Lingen will voran. Fußballerisch. Die Verwaltung ist aktiv. Weniger aus sportlichen Gründen, denke ich mir, als aus finanziellen. Denn sollte der Nordstadtverein SV Holthausen-Biene (dessen, lt. Wikipedia offizielle  Internetseite nicht fluppt  @-( ) in die Fußball-Regionalliga aufsteigen, würde sich sofort die Sportplatz-,…pardon natürlich Stadionfrage stellen.  Zwar werben die Biener mit ihrer Austragungsstätte, die im Naturschutzgebiet liege und deshalb eine der schönsten in der Liga ist, aber so wirklich prall ist der Platz  für den populären Ballsport nicht. Aktuell weniger des Naturschutzes wegen als vielmehr aus Sicherheitsgründen. Die DFB-Fußballoberen verlangen nämlich einiges, um Raufhändel und Randale zu minimieren. Das scheitert am Biener Busch schon wegen der fehlenden zweiten Zufahrt.

Jetzt also sprechen drei Lingener Fußballvereine über eine gemeinsame Zukunft. Das Gespräch moderiert Ralf Büring, erster Stadtrat. Der dritte, der in der Lokalzeitung namentlich nicht genannt werden wollte, ist offenbar der VfB Lingen, dessen Einzugsgebiet – zwischen Brögbern, Laxten und Altenlingen gelegen – die Damaschkaner keine große Zukunft für sich sehen lässt. Daneben sind SV Holthausen-Biene und TuS Lingen als höherklassig spielende Clubs mit am Tisch.

Etwas versteckt haben sich inzwischen die HoBis zu den Gesprächen so geäußert:

“Nachdem in der lokalen Presse einiges über den ” FC Lingen ” zu lesen war, möchten wir an dieser Stelle auch ein Statement dazu abgeben. Es ist richtig, dass es Gespräche mit der Stadt Lingen und anderen Lingener Sportvereinen gibt. Und ja, auch der TuS Lingen ist an diesen Gesprächen beteiligt. Es sind lockere Gespräche um die Weichen für die Zukunft zu stellen. Entscheidungen, dass haben wir auf…  der Info-Veranstaltung angekündigt, werden im Rahmen einer Mitglieder/Generalversammlung getroffen.

Es ist also vollkommen verfrüht, jetzt schon Vorwürfe an den Vorstand zu richten. Wenn der Vorstand nicht rechtzeitig nach Möglichkeiten sucht, wird es später vielleicht heißen: Warum habt ihr nicht früher…

Außerdem wollen wir den Begriff “Fusion” ins rechte Licht rücken: Es ist nicht beabsichtigt den SV Holthausen/Biene aufzulösen! Unser Sportverein bleibt in seiner jetzigen Form bestehen! Unsere Überlegung ist es für die Zukunft (frühestens 2013/2014) einen NEUEN Lingener Fußballclub zu gründen, der von allen Vereinen und der Stadt Lingen als Aushängeschild getragen wird. Dadurch soll eine Konzentration von Sponsoren, Leistungssport und Wirtschaftlichkeit erreicht werden.

Es gibt bis jetzt noch kein Konzept, wie dieser aussehen wird, sondern lediglich lose Überlegungen. Wir hoffen mit dieser Ankündigung wieder für etwas mehr Ruhe und Sicherheit in unseren Verein zu sorgen.

Das Fazit lautet also: Für die Saison 2012/2013 bleibt es wie bisher!!!

Wer also als Sponsor auf den Zug aufspringen möchte, kann sich gerne an den Vorstand wenden oder unter info@sv-holthausen-biene.com eine Nachricht hinterlassen.”(Quelle: Facebook/SV Holthausen/Biene)

“Noch kein Konzept, alles wie bisher”… wozu also das Ganze? Nun, alle drei Vereine versprechen sich letztlich finanzkräftige Sponsoren und vor allem ein neues, “reines” Fußball-Stadion. Also: Noch’n Platz von der Kommune und die Sponsoren für den Spielbetrieb. Nun müssen wir uns -trotz dieser Probleme- in Lingen nicht in Sack und Asche gewanden und gar nichts mehr zutrauen. Doch eine Emslandarena II wird nicht billig. Sie war  zwar zu Heiner Potts Zeiten schon einmal “langfristig angedacht”. Standort sollte das östliche Altenlingen “Am Bahndamm”  zwischen Eisenbahnlinie und Umgehungsstraße sein. Aber ist sie notwendig?

Allemal sind die erwähnten DFB-Sicherheitsrichtlinien heute am Biener Busch nicht zu verkraften; sie überfordern selbst das Emslandstadion in Reuschberge, mit dessen Fläche unser kühner Heiner anderes vorhatte. Er wollte dort Wohnbauflächen schaffen und mit dem Verkaufserlös das neue Fußballstadion bezahlen; zugleich sollte das Stadion des SuS Darme die Leichtathletikanlagen aufnehmen. Das alles aber ist a) Zukunftsmusik und b) eben doch schwer zu bezahlen (u.a. wg Emslandarena I). Also hilft vor dem Zweitweg -beispielsweise ins benachbarte Meppen (gruselgrusel ;-) ) – zurzeit nur  der Nichtaufstieg. Wie weit der SV Holthausen-Biene damit ist, kann man heute Nachmittag am Biener Busch im  Spiel gegen VfL Bückeburg sehen. Beginn 15 Uhr.

Der 102-jährige Tus spielt zur selben Zeit in der Bezirksliga auswärts gegen Herzlake. Da steht übrigens das Haseltalstadion. Es ist auch regionalligatauglich, seit 1993 der damals möbelfabrikantklose-gesponserte VfL Herzlake an die Tür der zweiten  Liga klopfte, daraufhin das Hasetalstadion mit Innenzaun mittels einer kräftigen Finanzspritze durch den Landkreis  sofort aufgepeppt wurde, der VfL dann aber in den Aufstiegsspielen knapp an Rot-Weiss Essen scheiterte, wo einst Helmut Rahn kickte. Schon daraus kann man manches lernen – oder?  Dass auch der  VfB  heute  um 15 Uhr bei Eintracht Schepsdorf (1. Kreisklasse-Süd) drei Punkte ergattern will, teilt der Chronist hiermit pflichtgemäß mit.

Anschließend wird weiter miteinander gesprochen. Merke: Die  Saison 2013/14 beginnt in 15 Monaten.

34 Antworten zu “Aufn Platz”

  1. Tiger, T. sagte

    Heute bin ich Bückeburger.

  2. Frank O. sagte

    Manchmal muß man sich schon wundern über Koops schlechte Recherche und Gerüchteküche aber irgendwie muß der Blog ja voll.
    Es hat schon etwas von einem gewissen LT-Reporter über den man sich hier ständig beschwert.

    (…..ist offenbar der VfB Lingen….tzzzzz)
    “SV Meppen wirklich gut – aber unglücklich 0:5 verloren” kennt weder Frank O. noch das mächtige Google (am Freitag übrigens 1:0 gewonnen gegen Hertha BSC II) und auch die letzten 3 Spiele davor gewonnen.

    Übrigens:
    Der damalige Möbelfabrikant (Klose) hat (wissentlich aber vermutlich mehr)ca. 800k (damlas noch DM) jährlich gesponsort und 80 % der Spieler arbeiteten (abhängigerweise) auch in seiner Firma.Die Finanzspritze des Landkreises wäre nicht nötig gewesen, aber man nimmt ja was man kriegen kann. Plötzlich meldete der ständig schimpfende Zwerg Konkurs an (inkl. Werk im Osten und in Ungarn) und somit war auch der VFL Herzlake( http://www.vfl-herzlake.de/stadion.html ) am Ar…, denn man hatte ja nur einen Sponsor. Daraus kann man wirklich was lernen.
    Es war schon lustig anzusehen wenn der kleine Gnom(160cm oder so) am Spielfeldrand stand und die Spieler anschrie, während man an Tono´s Bierbude oder Katzof´s abbruchreifen Würstchenstand stand.

    Achja…täglich berichten….hier in Osna(wir reden ja über die NOZ) wird übrigens täglich vom VFL Osna berichtet und nicht vom SVM und leider auch nicht, von den sehr sehr guten Sportfreunden aus Lotte.
    Muß wohl was mit dem Lokalteil der Zeitung zu tun haben .Tut mir leid das sie ständig nur vom SVM lesen müssen.

    Was kostet eigentlich ein Karte in Lingen?
    Hier in Osna zahlt man unglaubliche 30 Euro für einen Sitzplatz, und das ist einmalig in der dritten Liga.
    Liegt vermutlich daran,dass das Stadion dem Verein gehört und nicht der Stadt.
    Ist mir trotzdem zu teuer.

    • Rolf Heinrich sagte

      @ Frank O.:

      Was ist denn an dem Text des Blogbetreibers schlecht recherchiert?

      - Die vielen, z. T.ermüdenden Berichte über den SVM, auch unter der Woche zu Lasten (bei Ihnen über den VfL Osnabrück)?
      - Die gefährliche Abhängigkeit von einem Sponsor (Klose/ Wintering)?
      - Fusionsgespräche zwischen drei Lingener Fußballvereinen?

      Alles Thesen und Fakten, die belastbar und diskussionswürdig sind.

      Da Sie sich in der Lingener Fußballzene nicht so gut auskennen, was nicht weiter schlimm und durchaus entschuldbar ist, entgeht Ihnen das eigentliche Anliegen des Herrn Koop:

      Falls der Dorfverein SV Holthausen-Biene (abhängig von einem Großsponsor) den Sprung in die Regionalliga ( viertklassig) schafft, hat die Stadt Lingen ein Problem:
      Es fehlt eine regionalligataugliche Spielstätte! Die Stadt hat aber kein Geld ( u. a. Emslandarena-Bau) und nicht den Willen, die Anlage in Biene (in einem Naturschutzgebiet) entsprechend der DFB-Normen auszubauen.
      Schlössen sich der Dorfclub und der TuS Lingen (Spielstätte: städtisches Emsland-Stadion) zu einem Vereinzusammen, wäre die Stadt vielleicht zu Investitionen bereit.

      Herr Koop, eingefleischter TuSler, setzt eher auf die sportliche Lösung des (Finanz-)Problems:
      Der SV Holthausen-Biene schafft nicht den Aufstieg und geht über kurz oder lang den Weg aller Verein, die nur von einem Sponsor “lebten” …

      • Robert Koop sagte

        @Frank O.
        Sie kommen bestimmt aus Meppen, oder? Egal, die Herkunft sei verziehen. Aber die Stehplatzkarten beim VfL kosten meines Wissens nach 12 Euro (nicht 30 Euro wie kommentiert)

        @Rolf Heinrich
        Ich fahre gleich nach Varenrode. Kreisliga Emsland: SC Varenrode vers. ASV Altenlingen gucken. So viel zum eingefleischten Thema.

        • Frank O. sagte

          @ Rolf H.
          Sie kommen bestimmt noch drauf.

          @R.K.
          Kommentiert war Sitzplatz für 30 Euro. Stehplatz ist mir, in Osna, erfahrungsgemäß zu gefährlich.
          Und !NEIN! kein Meppener.

        • Rolf Heinrich sagte

          Die Fan-Treue zum ASV ist allseits bekannt,
          sie hat aber auch seit einigen Jährchen eine familiäre Komponente.

          Heute nur 2:2 in Varenrode,
          dafür lief’s am Biener Busch besser …

      • ulrike sagte

        Leute, Rolf Heinrich schreibt :” …die Anlage in Biene DFB tauglich auszubauen …. ”

        Ja, gehts noch? Alle Gebäude auf dieser Anlage sind Schwarzbauten , seit Jahrzehnten , und die Stadt , die jedem Häuslebauer sofort die Garage stillegt, die 5 cm zu hoch ist , unternimmt seit Jahrzehnten n i c h t s .

        Solche Schwarzbauten sind nicht zu erweitern und eine illegale Anlage kann nicht DFB tauglich erweitert werden.

        Von restlichen Problemen wie Lärm ,Emissionen , Zuwegung etc. rede ich erst gar nicht.

        Das wird interessant, wie die Verwaltung aus dieser Kiste rauskommen will.

        • Seerose sagte

          Haaaallo, ULRIKE!!!!
          soviel ich in Erinnerung habe, sind diese Gebäude von vielen ehrenamtlichen “Händen” entstanden. Und diese Gebäude sind gemeinnützig. Dort können Kinder sinnvoll ihre Freizeit gestalten.

          Falls sie viele Gebäude sehen wollen, die mit “emsländischer Black Power” hochgezogen worden sind, dann schauen sie in allen Wohngebieten rein!

          • ulrike sagte

            Leute , die ehrenamtlichen Hände sind nicht das Problem.

            Das Gelände ist nicht beplant , kein Flächennutzungsplan und Bebauungsplan existiert bis heute.

            Noch schwärzer als dort ist nicht zu bauen und noch illegaler kein Trainingsfeld anzulegen.

            Und das direkt am Naturschutzgebiet.

            Und das ist der Verwaltung seit Jahrzehnten bekannt.

        • Jürgen Dietrich sagte

          @ulrike
          Schwarzbauten am Bienerbusch?
          Was von Ihnen zu beweisen wäre.
          Wenn ja, dann Kanzlei Koop übernehmen sie bitte.

          • kib sagte

            @ Ulrike am (oder im) Naturschutzgebiet? Ob nun „schwarz“ im politischen oder steuerlichen Kontext, lassen wir zunächst unbeantwortet…Ich denke allerdings, die Sportstätte befindet sich eher „in der Nähe“ des Naturschutzgebiet.
            Ich halte Sie für eine Bereicherung dieses Blags (dessen Zenit mittlerweile überschritten ist):
            Als Persona non grata dieses Blogs erwarte ich weder von Ihnen noch von RK Rückmeldung; was mich nicht hindert hier (oder an anderer Stelle) mitunter dusselige Fragen zu stellen.
            Von dieser Art habe ich eine ganze Menge. Zusammenfassend frage ich:
            Reicht es aus einen „Frittenschlitten“ als optische Beleidigung wahrzunehmen, war das Projekt „Glockenturm“ nicht von Beginn an – auch aus Eurer Sicht- eher zum Scheitern verurteilt, was geht Euch die Personalstärke der Lingener Verwaltung an, warum darf man am Sportplatz in AL Bäume roden, am Golfplatz aber nicht, geschieht nun (hoffentlich) etwas an der Kokemühle und, falls dem so sei: Natürlich kostet das viel Geld…….

            Ich hab mich über die vier orangfarbigen Sitze im vergangenen Herbst zunächst sehr gefreut: Mittlerweile frage ich mich Wo ist ein Programm?

          • Robert Koop sagte

            Manches scheint mir wirr sehr holzschnittartig an kibs Beitrag. Den “Frittenschlitten” winkte die Ausschussmehrheit städtebaulich u.a. mit dem Argument durch, die Wurst sei dort lecker. Städtebaulich ist dieses inzwischen mit Friedhofskorniferen eingerahmte fliegende Bauwerk ein Missgriff; das kann niemand ernsthaft bestreiten und wer es doch tut, darf in den mittleren Westen der USA umziehen. ;-)
            Eine bereits als Bolzplatz genutzte Lichtung im Altenlingener Kiefernwald durch Abholzen aufzuweiten, ist nicht optimal, aber etwas völlig anderes als einen knapp 100jährigen Stieleichenwald aus Parkplatzgründen zu beseitigen. Allerdings hätte ich in Altenlingen gern eine Umsiedlung des Sportgeländes in einen Maisackerbereich westlich des Kanals gehabt; die Mehrheit wollte dies nicht.
            Die Personalausgaben der Lingener Stadtverwaltung führen zu einem unnötigen Verbrauch an Steuern, weil sie zu hoch sind.
            Ich hoffe, dass nichts an der Kokenmühle geschieht, was den Charakter dieses Quartiers verändert, befürchte aber angesichts der von den BürgerNahen entdeckten Planzeichnungen schlimmes.
            Das Programm der BürgerNahen findet sich hier.

  3. kib sagte

    Im Zusammenhang mit der Reise des Blogbetreibers nach Vahrenrode zum Spiel gegen Altenlingen (und dem in AL entstehenden vierten Fußballplatz- für den AUCH Bäume gefällt werden/ wurden): Ich würde im Zusammenhang mit Äußerungen im Zusammenhang mit Family& Friends die Füße ruhiger halten.
    Ich kann und will vor allem nicht parteipolitische Strategien entwickeln: ME ist es nicht ausreichend dem gesamten Stadtteil Damaschke vor den Koffer zu schei… und als „Sparmaßnahme“ für Kosteneinsparungen innerhalb der Stadtverwaltung zu plädieren (die Rolle des Herrn D. halte ich hier für äußerst fragwürdig).

  4. kib sagte

    ok: streichen Sie das Wort “Zusammenhang” mind. zwei Mal… ;)

  5. ulrike sagte

    An Kip : am.
    Die Trainingsfläche wurde aus dem emsbegleitenden Landschaftsschutzgebiet in den neunzigern entnommen.

  6. kib sagte

    @ Ulrike: Ihnen ist natürlich klar, dass mir ihre Antwort nicht reicht. Trotzdem für Sie (Anklickverbot für alle anderen): http://ev1.tv/Video/1857622838/?bctid=1451281780001

    • ulrike sagte

      Kenn ich.
      War schon damals erstaunt.

      • Jürgen Dietrich sagte

        @ulrike
        Ist der Sportplatz am Bienerbusch oder die Gebäude darauf nun schwarz errichtet worden oder nicht?
        Oder ist das nur dummes Geschwätz?

        • Seerose sagte

          Ich kann mich nur daran erinnern, daß Großväter deren Enkel in Biene Fussball spielen, und Väter deren Söhne dort am Busch Fussball spielen lernten, abends ehrenamtlich sich am Aufbau der Gebäude beteiligten. Danach gab es ein Bierchen und ne`Bratze.
          Ob bei komplizierten Arbeiten Spezialisten herangezogen worden sind kann ich nicht beurteilen, interessiert mich auch nicht.
          Es würde mich auch nicht interessieren, ob sie eine Raumpflegerin und einen Fensterputzer arrangiert haben, und das für einen “schmalen Euro” ohne Anmeldung.
          Und falls sie ein Haus besitzen, ob dort “dunkle Arbeiten” verrichtet worden sind, ist auch egal. Denn das ist ja wohl Standart.

  7. Robert Koop sagte

    Als in den 1980er Jahren der dritte Sportplatz am Biener Busch eingeweiht wurde, gab es ein beeindruckendes Fußball”prominenten”spiel, an dem auch ein heutiger Blogbetreiber teilzunehmen die große Ehre hatte. Ein beeindruckendes Ereignis.

    Voraus gegangen waren diverse Beratungen in den kommunalen Gremien, ob man dort “am” (nicht im) Naturschutzgebiet den Platz ausbauen solle. Nach Abwägen vielerlei Für und Wider haben die kommunalen Gremien seinerzeit Ja gesagt. Es mag sein, dass es keinen B-Plan für das Sportzentrum gibt, für den Platz waren wir allerdings alle und nach meiner Erinnerung auch einstimmig.

    • Jürgen Dietrich sagte

      @Robert Koop
      Es mag sein, dass es keinen B-Plan für das Sportzentrum gibt.
      Robert, wenn dies so i.O. ist, dann frage ich mich, wieso du dann so ein Theater um Mastställe machst, die auch keinen B-Plan haben?

      • Robert Koop sagte

        Vielleicht weil es da einen Unterschied gibt?

        • Jürgen Dietrich sagte

          Typisch Robert, er legt sich sein Rechtsempfinden so zu recht wie er es für richtig hält. Ich denke, dass die Rechtsprechung keinen Unterschied zwischen schwarz gebaute Mastställe und schwarz gebaute Sportanlagen macht.
          Oder doch Herr Rechtsanwalt?

          • Aatsche sagte

            Lieber Jürgen Dietrich, verrennen Sie sich doch nicht! Was ist in Biene schwarz gebaut, wenn der Stadtrat und das Bauamt alles genehmigt haben? Auch alle Mastställe sind meines Wissens genehmigt und daher keine Schwarzbauten. Die Ställe brauchen keine B-Pläne, weil sie im Außenbereich entstehen. Alles klar?

  8. Schwarzbauten am Biener Busch?
    Am 22.05.1966 wurde das erste Umkleidegebäude am Biener Busch mit einem Fussballspiel zwischen Vorstand und Gemeinderat eingeweiht. Ich war als Vorstandsmitglied dabei, auf der anderen Seite spielte auch mein Vater mit.
    Seitdem wurde das Gebäude mehrfach erweitert und auch das Sportplatzgelände um zwei Plätze vergrößert. Bei der von Robert Koop erwähnten Einweihung des dritten Platzes war ich ebenfalls dabei. Mein ehemaliger Schulfreund Heinz Borker, eisenharter Verteidiger des SV, hat mich zur totalen Wirkungslosigkeit verurteilt.
    Auf jeden Fall wurden die Bauvorhaben mit viel Eigenleistungen durch Vereinsmitglieder erbracht, ob mit oder ohne Genehmigung kann ich nicht nachvollziehen. Dass all die Bauvorhaben über viele Jahre hin von den zuständigen Behörden unbeanstandet geblieben sind spricht zumindest dafür, dass alles rechtens ist. Soviele Augen können die Verwaltungen in Stadt, Kreis und wo noch doch garnicht zugedrückt haben…
    Anders war es, als eine Tennisabteilung gegründet wurde und Plätze notwendig wurden. Das alles konnte am Biener Busch nicht mehr genehmigt und realisiert werden. Und so entstand die Tennisanlage in unmittelbarer Nähe des Speicherbeckens am “Biener Sand”. Gleiches gilt für den neuen Trainingsplatz an der Langen Straße, ohne Umkleideräume und sanitäre Anlagen allerdings immer noch ein Provisorium.
    Dass der SV Holthausen-Biene jetzt von der Stadt LIN im Stich gelassen wird ist offensichtlich. Der Name “Lingen” kommt im Vereinsnamen nicht vor, ein großer Mangel, wie der OB vor einigen Monaten sagte. Sonst wäre der Verein ja ein Werbeträger, wie die HSG Nordhorn. Mit den Zusatz “Lingen” im Vereinsnamen wurde der Zuschuss an diesen Verein zur Unterstützung des Profisports möglich. Und der TuS Lingen hat im Jahr seines 100-jährigen Jubiläums eine große finanzielle Zuwendung erhalten, zu Recht, wie ich meine.
    Warum wird jetzt dem SV H.-B. nicht geholfen?

    • ulrike sagte

      Sehr geehrter Herr Wiedorn,
      Sie werfen ganz massiv mit Nebelkerzen , wenn Sie nur von fehlender Unterstützung durch die Stadt sprechen.
      Ihnen als Politiker dürfte es doch ein leichtes sein, bei der Stadtverwaltung, z. B. Herrn Krämer ,sich über den Vorgang
      ” Sportplatz und Gebäude am Biener Busch ” zu informieren.

      Sie werden feststellen , daß bis heute noch nicht mal ein Planfeststellungsverfahren eingeleitet worden ist.

      Sie dürften auch wissen, was alles dazu gehört.

      Und daß Ihre oben ausgesprochene Vermutung, alles sei wohl rechtens, nur eine rhetorische Floskel ist, um den Sachverhalt zu beschönigen.

      Nochmal genau gesagt : Es handelt sich um einen unbeplanten Außenbereih.

      Und wer wann im Außenbereich bauen darf , kann jeder nachlesen.
      Eine wie von Aatsche vermutete Genehmigung durch das Bauamt ist wegen fehlender Rechtsgrundlage in der Vergangenheit schlicht nicht möglich gewesen.

      Ein regionalligatauglicher Ausbau dieser Anlage und Gebäude mit allem ” Zubehör ” inklusive Zu-Und Abfahrten, Parkplätzen usw, ist so wohl nicht zu genehmigen.

      Besonders gespannt wäre ich auf das Gutachten zum Umweltschutz so direkt am Naturschutzgebiet Biener Busch. im Rahmen eines Planfeststellungsverfahrens.

      Sie könnten Sich, lieber Herr Wiedorn, auch beim Ortsbürgermeister schlau machen. Die Brisanz des Themas soll dort inzwischen auch schon bekannt geworden sein.

  9. [...] die kommende Saison. Ob auch dort nicht alles glänzt, was glänzen sollte?  Die von der Stadt angestoßenen Gespräche über eine Zusammenarbeit im Fußballleistungssport in Lingen sind wohl wirklich [...]

  10. Tiger, T. sagte

    Was ist eigentlich dran an den Gerüchten, dass man am Biener Busch zukünftig kleinere Brötchen backen muss?

  11. Robert Koop sagte

    Das steht heute so im EL-Kurier am Mittwoch und wir haben das Thema -auch mit Blick auf geplante (und notwendige) Hochbaumaßnahmen am Sportplatz Biener Busch- in der Stadtratsfraktion der BürgerNahen am Montagabend besprochen. Ich will mich mal so ausdrücken: Es ist wohl nicht einfach. Aber klar muss sein, dass die Stadt keinen Verein im Regen stehen lassen darf (und wird).

    • Job sagte

      Gilt dies auch für den Golfclub Emstal e.V.??

      • Robert Koop sagte

        Nö, Golfer stehen bekanntlich immer im Regen. Da kann man nix machen.

        • Job sagte

          Donnerwetter, so eine intelligente Antwort habe gar nicht von Ihnen erwartet

        • kib sagte

          @ Robert. Die Formulierung „jemandem im Regen stehen zu lassen..“ stammt nicht von Dir und darum ist ein „online-Dialog“ schwer ; Trotzdem verstehe ich nicht, warum angesichts leerer Kassen die professionelle Optimierung von Sportförderung stigmatisiert wird / werden soll. Das Thema Fusion TUS/Laxten/ FC Wintering ist offensichtlich vom Tisch- soweit ich weiß.
          Versteh mich nicht falsch, aber mit Verzicht von Ortsteil-Eitelkeiten ist / WÄRE viel zu erreichen. Im Fussi kennst Du Dich eh besser aus als ich. Was spricht bitte gegen einen FC – Lingen, der (wo auch immer) unter sehr guten Bedingungen trainiert?
          Es ist m.E. vermeidbar, dass junge Talente kilometerweit zum Training anreisen müssen, um für fremde Vereine zu spielen/starten. Ich habe das selbst einmal getan und fühlte mich damit extrem unwohl . Sehr vielen Fußballern in Lingen geht es auch so- sie werden tlw., angefeindet / gemoppt, sobald sie den Verein wechseln.
          Schlussendlich aber frage ich mich, warum die Stadt künftig Gelder im Gießkannen-Prinzip verteilen soll (te), die nicht einmal den Platzwarten helfen, einen bespielbaren Platz zu gestalten.

  12. Tiger, T. sagte

    In aller Kürze, ist schon spät:
    @Robert Koop:
    “Ich will mich mal so ausdrücken: Es ist wohl nicht einfach.”,
    wirkt ein bisschen gequält, heißt aber (hoffentlich) wohl, dass man am Anfang eines nicht ganz einfachen, bürgernahen Entscheidungsprozesses steht. Gerüchteweise soll auf den SV H-B eine Nachforderung (Steuern/ Sozialabgaben) im sechsstelligen Bereich zukommen. (Sportsfreund Brode, der in dem EL-Kurier-Artikel zu Wort kommt, hat inzwschen beim TuS angeheuert. “… verlassen das sinkende Schiff”). Selbst wenn diese Klippe umschifft wird, muss doch von verantwortlicher Seite gefragt werden, wie sind die mittelfristigen Perspektiven für einen Verein wie den SV H-B: Was kostet eine Saison in der OL-Nds (Trainer, Fixkosten, Mannschaft) Wer garantiert diesen Etat für einen Zeitraum, der Investitionen am Biener Busch rechtfertigt???

    @Kib:
    Fusionen im Fußball sind so eine Sache. Manchmal geht es gut, d. h. danach aufwärts, zumindest eine gewisse Zeit, ab dann … Kleines Ratespiel für alle Freaks, kann ergänzt werden:

    TuS Schloss-Neuhaus -
    SV Waldhof -
    SpVg Fürth -
    Union Ohligs –
    TSG Ulm 46 –
    Uerdingen 05 –
    1. FC Styrum -

    Ohne genaue Daten zu haben: meistens geht’s schief (s. o.)

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