Gutt so

1. März 2011

Robin Meyer-Lucht schreibt bei carta.info die wichtige Botschaft:  Karl-Theodor zu Guttenberg ist der erste deutsche Minister, der infolge des Internets zurück getreten ist. Zunächst war es die Webseite Guttenplag, die den vorsätzlichen Betrug zu Guttenbergs belegte. Dann versuchten die Unterstützer des Freiherrn zu kontern – mit nicht zweifelsfreien Klicks. Die Antwort war der offene Brief “causa Guttenberg”, den binnen weniger Tage mehr als 50.000 Doktoranden, Wissenschaftler und Unterstützer unterzeichneten. Zu Guttenberg musste angesichts der moralischen Kraft und quantitativen Wucht dieser Angriffe zurücktreten.

Ohne die traditionellen Medien, lese ich gerade bei netzpolitik.org, wäre der Rücktritt nicht erfolgt.  Nein, sie waren nicht entscheidend. Ohne das Internet wäre die “causa Guttenberg” nach fünf Tagen in dem hinteren Teil der Printmedien und den “Nach-23-Uhr-Sendungen” im TV verschwunden. Und BILD hätte den Täuscher aus Kulmbach weiter bejubelt. BILD schafft in den www-Zeiten  eben nicht mehr alles. Das ist vielleicht die noch wichtigere  Botschaft.

13 Antworten to “Gutt so”

  1. Küster said

    Ich wiederhole mich an dieser Stelle, weil diesen Nazivergleich aus “20.000” einen wirklichen Tiefschlag halte, der so auch nicht hinnehmbar ist: Deswegen die Wiederholung.

    Copy & paste findet der admin aber nicht gut. Also dieser Link

  2. Christian Alexander Tietgen said

    Guttenberg, den finden wir gutt! Guttenbergs Rücktritt, den finden wir nicht gutt!

    • Hans Peters said

      Ein klares Statement, unbegründet und dumm obendrein.

      • Christian Alexander Tietgen said

        Nein, eigentlich finde ich Guttenberg scheiße. Mehr Schein als Sein und keine überzeugende Regierungsarbeit. Aber auf der anderen Seite bin ich noch entfremdeter von der SPD und den Grünen, die ich bisher für die Guten gehalten habe, die sich aber genauso kaltblütig, wie ich es sonst nur von der (bösen) Union erwartet hätte, auf Guttenberg gestürzt haben. Ich bin einfach nur noch verzweifelt. Ich will nicht gegen etwas sein, ich will für etwas sein. Und die SPD und die Grünen sind nur noch dagegen.

        Naja, und was Guttenberg angeht, das ist doch nichts im Vergleich zu Roland Koch, Helmut Kohl, Franz-Josef Strauß, Joschka Fischer etc. etc. etc. Lasst uns doch mal was anderes diskutieren, sonst werde ich unpolitisch. Es sollte wieder um politische Themen gehen, und nicht um Privatgeschichten.

        :((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((((

  3. keiko said

    Es ist gut, dass Guttenberg seinen Hut nimmt! Kein anderer kann mit solchen Lügen weit kommen. Warum sollte das beim Herrn Baron anders sein? Mein Sohn darf auch in keiner Arbeit abgucken. Politiker haben doch eine Vorbildfunktion.

  4. lingentheo said

    abgehoben aufgeflogen

    Das war´s dann wohl mit Karl-Theodor. Ein Blender und Hochstapler gibt auf. Nun ist der Narziss wieder das, was er vor seiner politischen Tätigkeit war: berufslos!Und das ist besser so. Der Mann hat politisch definitiv nichts erreicht, weder für die Finanzkrise als Wirtschaftsminister, noch für die Bundeswehr als Verteidigungsminister, wie sich jetzt herausstellt. Ein comeback halte ich für den selbstverliebten Grafen für völlig ausgeschlossen.

    Im Internet habe ich für Karl-Theodor eine narzisstische Persönlichkeitsstörung ausgemacht, die sich wie folgt zusammenfassen lässt:

    “Diagnose: narzisstische Persönlichkeitsstörung

    Die narzisstische Persönlichkeit ist von einem tiefen Gefühl der eigenen Wichtigkeit durchdrungen. Sie schwelgt in Phantasien des grenzenlosen Erfolges, übertreibt eigene Fähigkeiten und Leistungen maßlos und erheischt bedingungslose Bewunderung. Sie hegt übersteigerte Erwartungen an eine bevorzugte Behandlung und perfekte Rücksichtnahme anderer auf die eigenen Bedürfnisse. Erfüllt von Gefühl der Grandiosität, nimmt sie sich das Recht heraus, andere bedenkenlos auszubeuten und für eigene Interessen einzuspannen. Sie ist nicht willens, die Bedürfnisse anderer als gerechtfertigt anzuerkennen oder sich in ihre Mitmenschen einzufühlen. Häufig wirkt sie arrogant und überheblich.

    Diese Haltungen sind aber keineswegs Ausdruck eines “gesunden” Selbstwertgefühls. Sie sind im Gegenteil häufig die Kompensation eines tiefsitzenden, verdrängten oder abgespaltenen Minderwertigkeitsgefühls.
    Die narzisstische Persönlichkeit ist demgegenüber zutiefst gekränkt und verletzt, wenn man ihre Grandiosität in Frage stellt.

    Aus Sicht der Verhaltenstherapie ist die Narzisstische Persönlichkeitsstörung das Resultat eines elterlichen Erziehungsstils, der narzisstische Einstellungen und Verhaltensmuster fördert. Diese Eltern suggerieren ihren Kindern von Anfang an, etwas Besseres zu sein. Sie seien deshalb in der Lage, ohne größere Anstrengungen alles nur Wünschenswerte im Leben zu erreichen. Entsprechend werden alle Verhaltensmuster der Kinder verstärkt, durch die ihre angebliche besondere Bedeutung und Höherwertigkeit unterstrichen wird (“Ellenbogen-Training”). Die Kinder werden also zur Arroganz. Intoleranz, zum Neid, zur Gier und zum Anspruchsdenken erzogen”

    quelle: http://www.psychoprobleme.de

    Ich meine, die Diagnose für Karl-Theodor kann treffender nicht sein, was meint ihr? Herr Koop, könnten Sie wohl bitte den in Gänsefüßchen gesetzten Diagnose-Text in fett kenntlich machen?

  5. lingentheo said

    Aufgrund der aktuellen Ereignisse beschäftigt sich die Sendung

    “Menschen bei Maischberger”
    Das Erste – 22.45 Uhr

    mit KTG
    Gäste: u.a. Michel Friedmann, Prof. Arnulf Baring

  6. Anne Coßmann-Wübbel said

    da sieht es mal wieder, wir Protestanten sind gradlinig. Bestes Beispiel unsere alte geschätzte Bischöfin Frau Dr. Käßmann. Oder Frauen sind vielleicht doch pragmatischer als Männer denken;-)
    Robert kann es wirklich sein, dass du sortierst?

  7. Dagmar Schön said

    Für KTs übergroße Fangruppe in ALLEN Parteien gibt es m. E. nur 2 Erklärungen: Er ist durch Herkunft und Aussehen die Verkörperung des durch unzählige Märchen und Mythen verankerten ARchetypus des ‘jungen Prinzen’, der wundervolle Dinge vollbringen soll: vom Dornröschen wachküssen bis zum Drachentöten.

    Zweitens und das ist noch wichtiger: an ihm sieht man wieder einmal das ‘kollektive Stockholmsyndrom’ den Feudalismus betreffend. Der Adel wird vom “Volk” immer noch so geschützt, wie Prügelende Ehemänner von ihren Frauen. Über tausend Jahre lang war es für usn, das ‘Volk’ immer extrem Gefährlich, bei jemand wie KT in ‘Ungande’ zu fallen.Und die Feudalstruktur ist noch nicht einmal 100 Jahre lang abgeschafft – beim kollektiven Unbewussten ist diese Botschaft noch nicht angekommen.(Zum ‘kollektiven Unbewussten’ s. C. G. Jung.) Und jedes Individuum, das diese kollektive Bewusstseinstruktur in sich selbst nicht durch Erkenntnis ‘erlöst’ hat wird jemadn wie K. T. gegen alle Angriffe verteidigen und wahrscheinlich auch die Hochzeit am 19.4.11 in England für ein wichtiges Ereignis halten.
    Es wird schon noch eine Weile dauern, bis wir mehrheitlich durch und durch republikanisch gesinnte Bürger haben. Erst dann wird auch Art. 3 GG in unserem Land eine Chance haben gelebt zu werden udn nicht nur auf dem Papier zu stehen.

    • Henk Muhammad Wilders said

      Wieder einmal das DUMME VOLK, das nichts kapiert. Wenn dieses in ferner Zukunft vielleicht doch einmal zur Vernunft kommen sollte, darf KT aber seinerseits der Anspruch auf Artikel 3(3) nicht verwehrt werden. Bodenreform muß her.

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