Das

18. Mai 2010

“Der Vorstand des CDU-Stadtverbandes hat die 45-jährige Ratsfrau Irene Vehring am Dienstagabend als Kandidatin für das Oberbürgermeisteramt in Lingen vorgeschlagen. Nach dem einstimmigen Votum im Konrad-Adenauer-Haus muss nun eine Mitgliederversammlung der CDU einberufen werden.” Diese Mitteilung erreicht mich heute Abend.

Die Mutter von zwei Kindern, die in der Rechtsabteilung des  Energieversorgungsunternehmens GDF SUEZ im Rahmen einer Teilzeitstelle als Juristin tätig ist, wird -keine Frage- am 15. Juni von den CDU-Mitgliedern bestätigt werden. Ich rechne mit mindestens 100%. Anschließend tritt die Arztgattin am 12. September zur OB-Wahl durch die Lingener Bürgerinnen und Bürger an. „Ich traue mir diese Aufgabe zu und sehe das als eine große Herausforderung an“, sagte die CDU-Frau laut einem vorbereiteten Artikel in der Lingener Tagespost nach ihrer Nominierung. Erst vor vier Jahren war Frau Vehring erstmals in den Rat der Stadt Lingen gewählt worden.

Die CDU-Kandidatin ist zwar Vorsitzende des Kulturausschusses der Stadt, jedoch in dieser Funktion bislang nicht sonderlich aufgefallen. Allerdings äußerte sie sich in einem Interview zu Schülern des Lingener Georgianum zur jüngeren deutschen Geschichte so: “Zum einen war Bernd (Rosemeyer) bei seinem Eintritt in die SS mit 23 Jahren noch jung. Zum anderen wurde die SS ursprünglich mit der Maßgabe des Ausführens des Polizeidienstes innerhalb der Partei (gegründet). Das heißt der Charakter der späteren SS war zur Zeit seines Eintritts noch nicht ganz klar. Außerdem galt die SS im Gegensatz zur SA als Elite-Organisation.”  Ich halte dies für eine völlig verquaste, indiskutable Position zu einer verbrecherischen Nazi-Organisation.

Die Ratsminderheit wird sich am 1. Juni erneut treffen und sich -so hoffe ich- auf einen eigenen gemeinsamen Wahlvorschlag einigen.

Nachtrag:  Hier erste Stellungnahmen von

CDUSPD - Die BürgerNahenFDP – Bisher nichts von: Bündnis’90/Grüne

43 Antworten zu “Das”

  1. Jochen S. sagte

    eine(r) muß es ja machen ;)

    die Frauen in der CDU können es eben (Angie! Zensursula!) :D

    dazu ein (stadt-)bekannter Familienname, da gab es doch in der Familie schon mal jemanden in exponierter szädtischer Funktion ;)

    (Letzteres trifft meines Wissens übrigens auch für einen potentiellen Gegenkandidaten zu)

  2. [...] This post was mentioned on Twitter by Bernd Koop and Bernd Koop, Robert Koop. Robert Koop said: #Lingen CDU nominiert Ratsmitglied #Vehring zur Lingener #OB-Wahl: http://wp.me/p2aew-13J [...]

  3. Günter sagte

    Ja, Herr Koop, das war schon eine Überraschung für mich, als ich das heute morgen in der LT gelesen habe. Hatte das, obwohl der Name Irne Vehring schon länger kursierte, eigentlich nicht erwartet. Mir ist Frau Vehring in der Vergangenheit an exponierter Stelle im Rat bzw. in der CDU nie aufgefallen. Da haben scheinbar der Name “Vehring” und die juristische Ausbildung bei der Kandidatenfindung die alles entscheidende Rolle gespielt.
    Aber, wenn sich die Oppositionsparteien auf eine(n)geeignete(n) Kandidatin/Kandidaten einigen können, werden das sicher noch spannende Wochen und ich bin auch absolut nicht sicher, ob das dann für die CDU ein Selbstläufer wird.
    Also an die anderen Parteien: Mit gesundem Selbstvertrauen durchstarten.

  4. Hannelore sagte

    es hätte viel schlimmer (für uns alle in Lingen) kommen können.
    Ausserdem, noch ist die Wahl nicht gelaufen!?

    Hannelore

  5. Chrissi sagte

    Und so süß das Bild heute in der Zeitung! Mit Kinderbüchern im Hintergrund. Das wird bestimmt eine gaaaanz liebe, kinder- und familienfreundliche Bürgermeistern! Hat ja auch eine lange Tradition, sich mit Kindern und anderen niedlichen Personen ablichten zu lassen…

  6. Lutz Golke sagte

    Mutter mit Kind, “alter Name”?
    Die Wahl ist doch somit entschieden, da braucht niemand mehr einen Gegenkandidaten aufstellen.

  7. Dieter Herrmann sagte

    Warum so pessimistisch???

  8. Hans sagte

    hahhaaaaaahaha. Wenn Frau Vehring so qualifiziert und passend ist, hätte die CDU sie sofort vorgeschlagen. Sie ist 2te Wahl!!

  9. horst sagte

    Lieber Herr Koop,
    bei diesem “Gegner” hätten sie doch endlich gute Aussichten auf einen Wahlsieg.
    Endlich mal ein patenter SPDmann als Spitze der Verwaltung!

  10. Christoph Frilling sagte

    Die Aussagen von Frau Dr.Vehring im Kontext Bernd Rosemeyer sind nicht nur “verquast”, sondern schlichtweg falsch. Rosemeyer war stolz auf seine Mitgliedschaft in der SS, und er gab in seinem Heiratsgesuch – fälschlicherweise – als Eintrittstermin das Jahr 1932 an. Warum? Er wollte damit (1936) unterstreichen, dass er nicht etwa erst der SS nach Hitlers Machtantritt beitrat, als dies politisch opportun erscheinen mochte, sondern dass er diese Entscheidung schon vor 1933 getroffen hätte, wo das auch nach hinten hätte losgehen können (wenn sich etwa die Nicht-NS-Parteien zu einem gemeinsamen Bündnis gegen Hitler zusammengetan hätten). Rosemeyer störte es nicht, dass er in eine verbrecherische Organisation eintrat, die auch schon 1936 für massenhafte Verbrechen gegenüber Juden, anderen Minderheiten und politisch Andersdenkenden stand. Ich habe dies in meinem Buch “Die Pilotin und der Rennfahrer” genau aufgearbeitet und mit entsprechenden Dokumenten belegt. Es wäre schön, wenn die OB-Kandidatin sich von ihren von Ihnen zitierten Äußerungen über Rosemeyer und die SS öffentlich distanzieren würde.

  11. Christian sagte

    Besser kann es die Opposition nicht haben. Wer Frau V. live erlebt hat, weiß, was sie kann bzw. NICHT kann.

  12. Ui sagte

    Ui Herr Koop! Das Interview mit Frau Vehring ging noch weiter:

    “Kann man ihm vorwerfen, dass er mit dem Eintritt in die SS einen Fehler gemacht hat?

    Ja, das muss man meiner Meinung nach ganz klar mit „Ja“ beantworten. Er hat sich mit dem Regime zu wenig auseinander gesetzt und sah, wie eben schon gesagt nur seinen persönlichen Vorteil. Er war 23, also auch kein Kind mehr.”

    Ausschnitte sind immer irgendwie… naja…

  13. Tim Kornblum sagte

    So langsam könnte man den Eindruck gewinnen, mit der CDU in Deutschland geht es bergab: Wulf bildet sein Kabinett um (und greift auf Hamburger und Brandenburger zurück), dann verliert die CDU immer mehr bei Wahlen (keine Sorge liebe Unionisten: daran gewöhnt man sich)und jetzt hat sogar die “gottgewollte” CDU Lingen nur noch Notnagel ohne politische Erfahrung aufzubieten.

    Also die Chance zum Wechsel ist da! Wenn die CSU in Bayern schon ihre absolute Mehrheit verliert, dann auch die CDU im Emsland! Man braucht nur eine willige, solidarische und kämpferische Opposition und den entsprechenden Kandidaten!

  14. Tim Kornblum sagte

    Ach und: Wenn man sich den völlig unabhängigen Presseartikel ansieht und dieses Geschwafel von Kompetenz, ist sie
    1. Kompetent, weil sie Jura studiert hat und eine Halbtagsstelle ausfüllt
    und
    2. Kompetent, weil ihr Vater einmal Oberstadtdirektor war.

    Sind wir in Deutschland inzwischen wieder so weit, dass wir Leute ohne Leistung in ein Amt wählen, nur weil ihre Eltern einmal in höhren Positionen waren, wie bei diesem Baron aus Bayern Guttenberg?
    Ich weiß nicht wie es ihnen geht, aber das alles zusammen, besonders dieses Interview zu Bernd Rosemeyer, erinnert mich irgendwie an Sarah Palin.
    Jetzt brauchen wir nur noch einen “Obama” als Korrektiv.

  15. Hermann sagte

    Ich finde, das die Kandidatin eine gute Kandidatin ist.
    Es muss erst mal eine bessere Person von der Oppostion gefunden werden.
    @Robert:Interviews auseinanderzupfücken finde ich nicht richtig und ist billige Antiwerbung.
    Bitte immer objektiv bleiben. Das was bisher eine Stärke des Blogs!!

    • Robert Koop sagte

      1. Das muss ein Missverständnis sein: Dieser Blog war immer subjektiv. Darauf lege ich größten Wert!

      2. Eine Kandidatin für ein politisches Amt, die bislang wenig Politisches erklärt hat, muss sich gefallen lassen, dass man sie an dem Wenigen misst, was sie gesagt hat. Mit Nachdruck unterstreiche ich daher nochmals: Was die Kandidatin zur SS gesagt hat, ist unerträglich.

      • schmut sagte

        Welch dubiose Standpunkte zu B. Rosemeyers Lebenslauf.
        Doch abgesehen davon beschränkt sich der Inhalt von fast allen Kommentaren ausschließlich darauf Frau Vehring auseinander zu nehmen. Produktive Vorschläge für eine alternative Besetzung des Amtes werden nicht geliefert.
        Wenig konstruktiv…

      • Jochen S. sagte

        @schmut:

        kannste haben:

        Die Fraktionsvorsitzende der CDU.

        Auch Frau, Vollzeitstelle, gebildet und rhetorisch durchaus begabt. Politisch sehr aktiv und bekannt.

        Aber vielleicht wollte sie selbst nicht ;)

      • Sing sagte

        Aber keine Juristin o.ä. – aber wie wichtig ist das?

      • kib sagte

        Zu 1. Sollte dies so nach wie vor so sein (was ich nicht hoffe), bitte ich um erneute Bestätigung: Denn dann verabschiede ich mich hier.
        Zu 2. Hat sich von allein erledigt, wobei die Schelte gegen Frau Vehring sich mittlerweile völlig erledigt hat. Die bessere Leinweberin ist/war sie allemal…

    • Kevin sagte

      Wie vorher schon Mal gesagt: Herr Koop hat doch das komplette Interview verlinkt?! Jeder kann es selbst nachlesen.
      Das ist vollkommen leigitm und jede “objektive” Zeitung macht das nicht anders.
      Zumal das was hier zitiert wurde ja nichtmal aus dem Kontext gerissen wurde..

  16. Christian sagte

    was? eine gute Kandidatin? Wieso hat es dann nicht schon vorher für mehr gereicht? Wieso kann sie nur eine Halbtags-Stelle annehmen, will aber vollzeit als OB arbeiten? Wieso ist sie nur Nr 2 in der CDU Wahl?

    Gute Kandidatin? Ich lache mich tot. Wer sie erlebt hat, kennt sofort ihre Schwächen. Sarah Palin lässt grüßen.

  17. Ernst sagte

    Mal zu dem Interview.

    Natürlich sagt Frau Vehring, dass Rosemeyer “einen Fehler gemacht” hat. Aber sie relativiert ihn zunächst. Er war jung und die SS zunächst eine Art Polizei.

    Also: natürlich ist das eine: verquaste, indiskutable Position!

    Rosemeyer war Rennfahrer, aber auch eben eine Nationalsozialist. Da hilft auch nicht, dass er “jung war od aus falschen Gründen” eingetreten ist.

  18. Andy Reitz sagte

    Klasse Beitrag! Kann ich eigentlich so unterschreiben wie es sich anhört!

  19. Carsten Primke sagte

    Hallo!

    Ich verstehe die ganze Aufregung nicht. Die CDU hat ihre Kandidatin für die Oberbürgermeisterwahl vorgestellt. Das ist ihr gutes Recht. Und das es eine Frau ist, finde ich sehr positiv. Ihre Äußerungen zur SS-Vergangenheit von Bernd Rosemeyer sind bestimmt sehr unglücklich, mehr aber auch nicht. Bis vor einem Jahr hat sich in Lingen dafür fast keiner interessiert. Erst zum 100. Geburtstag von Herrn Rosemeyer kam dieses Thema auf die Tagesordnung. Vorher war der Bernd einfach ein netter Kerl, von dem Großeltern ihren Enkeln lustige Geschichten erzählten. Meine Oma hat das auch getan.

    Ich kenne Frau Vehring nur aus unserer früheren Nachbarschaft und da war sie immer sehr nett. Politisch trennen uns aber bestimmt Welten.

    Die anderen Parteien sollten sich nun lieber Gedanken darüber machen, wen sie aus ihren eigenen Reihen als Gegenkandidatin bzw. Kandidat aufstellen.

    Und dann wünsche ich uns allen einen guten und fairen Wahlkampf! Und das mit richtigen Themen, die die Leute in Lingen wirklich bewegen.

    MfG

    Carsten Primke

  20. Dieter Herrmann sagte

    Ich bin ja mal gespannt, ob sich die Gegenseite wirklich auf 1 Gegenkandidaten einigen kann :)

  21. Hans Peters sagte

    @Carsten Primke
    Sie sind im Vorstand der Linken. Für einen Linken finde ich Ihr Posting eigenartig. “Frau positiv” und “sehr nette Nachbarin” sind mir zu wenig. Und halten Sie die Äußerungen zur SS wirklich nur für “sehr unglücklich, mehr aber auch nicht”?
    Bernd Rosemeyer war in Lingen seit Jahrzehnten Thema nicht erst vor einem Jahr. Vor 30-40 Jahren stellte das ZDF seine SS-Mitgliedschaft in einem Feature dar. Die Lingener Tagespost war empört und ereiferte sich gegen die Filmemacher des ZDF… Ich erinnere mich, dass Rosemeyer bei der Debatte um die Broschüre “Lingen (Ems) im Nationalsozialismus – Eine Spurensuche” zum Thema wurde:
    http://www.spd-lingen.de/aktuell/nachrichten/2005/05412.php?y=&m=&tid=&page=23
    Jeder politisch interessierte Lingener weiß seit langem um die Propaganda-Rolle Rosemeyers im Nazi-Regime und um seine SS-Mitgliedschaft. Außerdem weiß jeder, was die SS war.
    Das ist weder nett noch lustig, was Frau Vehring da herumgeplappert hat. Sie relativiert Rosemeyers Rolle und die SS gleichermaßen. Schlimm!
    HP

    • Carsten Primke sagte

      Sehr geehrter Herr Peters,

      bewerten sie ihre Nachbarn und Freunde auch nach ihrem Parteibuch? Ich mache dies nicht! Und Frau Vehrings Äußerungen sind bestimmt unglücklich und basieren zum großen Teilauf Unwissenheit. Aber ich finde man sollte diese nicht hier diskutieren, sondern die Podiumsdiskussionen im Wahlkampf dafür nutzen.

      Was Bernd Rosemeyer angeht, wäre es vielleicht anders verlaufen, wenn er nach 1945 noch gelebt hätte. Dann hätte man, wie bei so vielen Promis aus dem “1000jährigen Reich”, die Biografie schön geschrieben und er wäre heute Ehrenbürger von Lingen. Da halt ich jede Wette gegen.

      Sollte Frau Vehring Oberbürgermeisterin werden, dann gehe ich schon davon aus das sie den Stil ihres Vorgängers und der Mehrheitsfraktion beibehalten wird (Stichwort: GVZ, Emslandarena, usw.). Und das würde ich absolut nicht gut finden.Deswegen wird sich Die Linke auch aktiv an diesem Wahlkampf beteiligen. Ein “weiter so” darf es nach dem 12. September nicht geben. Wenn doch, dann gibt es ja zum Glück noch die Kommunalwahlen im nächsten Jahr. Und bis dahin wird die Luft für die CDU bestimmt noch dünner sein. So oder so.

      Ach ja, und aus persönlicher Erfahrung weiß ich dass Frauen leichter mit Niederlagen umgehen können. Männer tun sich da immer ein bisschen schwer.

      Gruß

      Carsten Primke

  22. Hans sagte

    passiert halt, wenn man sich nicht ehrlich mit der Situation auseinandersetzen will. wenn vehring schon bei solchen themen “keine ahnung” hat, dann graut es mir.

    ob die oppositionsparteien sich einigen können? wird wohl auch an der FDP liegen… die haben scheinbar kein großes interesse, leider.

    andere städte haben es schon vorgemacht, wie man einen neuen OB stellen kann; firschen wind bekommt. es würde lingen “gut tun”.

    • Kein Linker sagte

      Ich finde die Debatte um Frau Vehring schon sehr befremdlich. Soll sich doch die Opposition freuen, eine vermeindlich schwache Kandidatin vor der Brust zu haben. Leichter kann es m. E. nicht sein.

      Es wäre sicherlich sinnvoll und ratsam, wenn man sich auf einen Gegenkandidaten einigen würde. Schauen wir doch mal in die CDU-Hochburg Vechta. Dort regiert Uwe Bartels (SPD, ehem. Landwirtschaftsminister).
      Die CDU hat in der Landespolitik keine Schwergewichte zu bieten. Also was liegt näher, als einen SPD-Politiker aus dem Landtag (z. B. Garrelt Duin) zu akquirieren. Dazu muss man sich aber einig sein. Genau das stelle ich bei der Lingener SPd infrage.

  23. Günter sagte

    Einen gemeinsamen Kandidaten aller Oppositionsparteien in Lingen wird es wohl kaum geben, wenn man hierzu auch die FDP rechnet. Die sind doch in ihren Handlungen derzeit nur das Anhängsel der CDU und haben aus meiner Sicht inhaltlich keinerlei Gemeinsamkeiten mit den anderen Oppositionsparteien.
    Also, auf die kann man getrost bei der Suche nach einem gemeinsamen Kandidaten verzichten. Neueste Umfragen im Bund bringen der FDP ohnehin nur noch einen Stimmenanteil von 3 %. Deren Zukunft liegt im Bund und ich denke auch in Lingen längst hinter ihnen.

  24. eddie sagte

    Ich bin auch gespannt, ob die Oppositionsparteien einen gemeinsamen Kandidaten oder eine Kandidatin präsentieren werden.
    Auch denke ich, dass die FDP gar nicht daran interessiert ist, mit den anderen Oppositionsparteien und den BürgerNahen einen gemeinsamen Kandidaten oder eine Kandidatin zu stellen.
    Genauso wenig wird es m. E. die SPD schaffen. Wo die SPD doch augenscheinlich nur mit sich selbst beschäftigt und innerlich total zerstritten in der Öffentlichkeit erscheinen. Man braucht sich da nur gewisse Blockbeiträge anschauen, dann weiß man, wo die Reise vermutlich hingehen wird. Ich habe den Eindruck gewonnen, dass in der SPD jeder OV und auch gewisse Einzelpersonen nur darauf achten, die eigenen Pfründe (Ämter und Posten) zu sichern und die Sache völlig aus den Augen verloren haben. Da wird beispielsweise den BürgerNahen vorgeworfen, dass es der SPD zugestanden hätte, zu einem gemeinsamen Treffen der Oppositionsparteien einzuladen, um einen gemeinsamen OB-Kandidaten zu finden.

    Ich bin mir sicher, darauf würden die anderen Oppositionsparteien heute noch warten!

    Die Einzigen, die auf einen gemeinsamen Kandidaten kommen könnten sind bisher wohl die Grünen und die BürgerNahen.

    Es sei denn, es geschieht ein kleines Wunder.

    Ansonsten kann man Irene Vehring jetzt schon gratulieren.

  25. K. Spielmanns sagte

    Immerhin, – m.E. guter Vorschlag aus den eigenen Reihen der Mehrheitspartei. Mein ehrlicher Respekt an Frau Irene Vehring,
    die sich zutraut, die Baustellen in Lingen als verantwortlicher Oberpolier zu einem guten Ende
    zu führen. In Erinnerung an ihren Vater, den ehemaligen Stadtdirektor, kann man nur hoffen, dass in Lingen, sollte Frau Vehring sich gegen alle anderen Kandidaten durchsetzen, nun endlich wieder eine demokratische Streitkultur an Boden zurückgewinnt. Diese wurde nämlich in der Amtszeit es EX-OB Heiner Pott von demokratisch denkenden Ratsmitgliedern (u.a.) nicht nur vermisst, sondern sie fand schlicht und einfach gar nicht erst statt. Es kann also nur besser werden. —-Außer—-ich habe mich jetzt getäuscht.

  26. Hans Peters sagte

    Liebe/r K. Spielmanns! Weshalb Frau V. ein “guter Vorschlag” ist, schreiben Sie erst gar nicht. Weil sie eine Frau ist? Oder weil Frau V. bisher als graue Maus in den Reihen der CDU nie eine eigene Meinung zu den großen Themen in Lingen hatte? Wo war Frau V. denn beim Abholzen des Altenlingener Waldes, beim Abriss der Kasernen oder bei der Emsland-Arena? Da hat sie überall brav mitgemacht und sich keine eigene Meinung geleistet
    Es kann also überhaupt nicht “nur besser werden”. Alles wird vielmehr so filzhaft bleiben, wie es ist – wenn der “gute Vorschlag” Frau V. gewönne.

    • Kornelia Spielmanns sagte

      Aus den zurzeit 27 CDU-Fraktionsmitgliedern ist sie der beste Vorschlag. Zudem aus den eigenen Reihen auch der einzig denkbare. Eine selbstbewusste, junge und intelligente Frau, die politisch noch nicht so verbrannt und verkorkst ist. Das lässt hoffen. Wie weit sie bei den Fehlentscheidungen um die Abholzung des Waldes, dem Abriss der Kasernen und den Bau der Emslandarena sich dem (dämlichen) Fraktionszwang unterwerfen musste und (ob überhaupt brav?) mitgemacht hat, kann ich jetzt nicht beurteilen. Fest steht, dass mit diesen Fraktionszwängen (alles was unter Zwang passiert ist m.E. sowieso Mist) schon viel Unheil angerichtet wurde. Vielleicht würde es Irene Vehring ja gelingen, dieses alberne CDU-typische „Wir waren uns 100% einig Gehabe“ endlich abzuschaffen. Erinnert mich immer an die DDR-Wahlen. Die hatten bekanntlich auch immer 100% abgestimmt. Und, – gerade weil sich in der CDU-Fraktion zurzeit nach außen hin kein Einzelner eine eigene Meinung bilden darf, KANN es nur besser werden. Das geht natürlich nicht unter Politikern, denen jahrelang politischer Gehorsam eingedrillt wurde und die ihre eigene Meinung und ihren eigenen Willen dadurch haben verkümmern lassen. – Deswegen, noch einmal: ES KANN NUR BESSER WERDEN.
      P.S.: und das mit den Interviews über irgendwelche SS-Größen (oder auch nicht) muss dann auch noch geübt werden.
      Das Interview in der Ems-Report-Ausgabe 29.05.2010 dagegen war sehr gelungen.

  27. Hans Peters sagte

    Liebe Frau Spielmanns,

    Geschlechtersolidarität darf den Blick nicht verstellen. Also nehmen Sie es mir nicht übel: Was Sie schreiben ist so naiv! Vehring war vier Jahre eine Mitläuferin und vorher völlig unpolitisch. Glauben Sie wirklich, dass diese Mitläuferin irgendwas in Lingen ändern würde!?! Sie ist für die Strippenzieher der CDU eine Idealbesetzung, weil sie keine eigene Meinung hat. Es wird schlimmer.

    Was Sie da sonst noch zur SS schreiben, ist genauso inakzeptabel wie das, was Frau Vehring gesagt hat! Was muss die Frau üben?!? Dass SS Verbrecher waren und keine Dorfdisco-Security? Fassen Sie ich mal an Ihre Nase und die von Ihrer Freundin Vehring gleich mit.

    • Kornelia Spielmanns sagte

      Wiederholung: aus diesen 27 Personen ist es aus meiner Sicht der beste Vorschlag.
      Ob es D E R beste Vorschlag ist, ist doch eine ganz andere Frage. Das stellt sich dann raus, wenn die Opposition mit ihrem Kandidaten/Kandidatin rauskommt und wie der/die dann überzeugen kann.

      Zum Interview i.S. Bernd Rosemeyer mag ich mich nicht klar genug ausgedrückt haben:
      Hier meine Stellungnahme zur damaligen Diskussion um die Ehrungen zum 100. Geburtstag,
      als es darum ging, dem B.R. auch noch ein Denkmal aufzustellen. Mein Leserbrief dazu in der LT vom 17.11.2007 lautete:
      ————————————————-
      Die SS war nichts anderes als eine gut organisierte Mörderbande. Es kann doch nicht angehen, dass deren Mitgliedern auch noch Denkmäler gesetzt werden. Viele andere Menschen haben damals auf berufliche Karrieren verzichtet, sind nicht Mitglied der SS geworden und haben sich nicht verbiegen lassen. All denen sollte man ein Denkmal setzen.

      Es ist doch schon genug Ehre, wenn eine Straße nach dem großen Bernd Rosemeyer benannt ist.

      Was bedeutet denn, – der SS-Offizier Bernd Rosemeyer begrüßt sogar öffentlich einen Juden? Man ist doch auch nicht nur ein b i ß c h e n schwanger….

      ———————————————–
      Das mit dem Üben von Interviews zu diesem Thema ist also absolut ironisch gemeint.
      Obwohl zu diesem ernsten Thema Ironie Fehl am Platze ist. Aber mit solchen Themen umsichtiger umgehen, – das kann und muss man (Frau) wirklich üben,- erst recht, wenn Mann/Frau in der Öffentlichkeit steht.

      Befreundet bin ich mit Frau Vehring nicht, wünsche aber ihr, sowie allen anderen Kandidaten einen fairen Umgang miteinander im kommenden Wahlkampf.
      Mit naiven, aber dennoch freundlichen Grüßen
      K.Spielmanns

  28. Carsten Primke sagte

    Nun will Frau Vehring nicht mehr. Alles weitere auf der Internetseite der LT oder morgen in der gedruckten Ausgabe.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Log Out / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Log Out / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Log Out / Ändern )

Verbinde mit %s

Follow

Get every new post delivered to your Inbox.

Join 338 other followers