Kana

23. Februar 2010

In meinem gegenwärtig favorisierten Meine-Güte-Blog lese ich gerade in der Mittagspause:

“Schlechte Nachrichten für Biertouristen in Amsterdam: wer in der Grachtenmetropole ein echtes Heineken zischen will, der sollte es sich um keinen Preis zapfen lassen, sondern sich schön an die Flasche hängen. In den Kneipen der Hauptstadt wird nämlich im großen Stil beschissen, berichtet das Gratis-Blatt Spits. Klammheimlich werden hauptsächlich die Fässer der Marke Heineken mit billigem, laschen No-Name-Bier ausgetauscht. „Das schmeckt eh keiner raus“, so die laxe Begründung der Barkeeper. (mehr…)”

Da muss ich sofort weniger an die “Hochzeit von Kana” aus dem biblischen Johannes-Evangelium denken als an die wundersame Bierwandlung am Lingener Markt in den 1980er Jahren. Da war es doch  tatsächlich so, dass im damaligen Café Alt-Wien im Bierkeller bisweilen “Pils 2000″ der legendären Germania-Brauerei oder der DUB -ich erinnere mich nicht mehr genau, favorisiere aber Germania- dass also dieses Pils angezapft wurde, aber über dieselbe Bierleitung oben an der Theke Veltins aus dem Hahn floss. Eine wundersame Verwandlung, die mich lange rätseln ließ, wie solcherlei möglich ist.

Die Antwort war aber natürlich einfach: Lingen ist eben Spitze und einmal mehr weit vor Amsterdam – von Osten gesehen sowieso … ;-)

(Bild: Hochzeit zu Kana, Giotto di Bondone (entstanden 1304-1306))

2 Antworten zu “Kana”

  1. Biertrinker sagte

    Lieber Robert Koop,

    ob es damals Mitte der 80er-Jahre im “Alt-Wien” so war, weiß ich jetzt nicht. Sicher ist aber, dass die erwähnte wundersame Bierverwandlung im “Machurius” ebenfalls praktiziert wurde. Leider musste ich dies am eigenen Leibe erfahren. Es gab ja damals Tage, an denen man(n) durstig an der Theke saß und das Fass Bier im Keller leer wurde. Der Besitzer des Machuruis, Hermann – ich weiß nur noch den Vornamen – war nicht da und die Bedienung neu eingestellt. Diese hatte leider oder Gott sei Dank keine Erfahrung im Austauschen und Anstechen von Bierfässern. Unsereiner, damals im Getränkehandel tätig und schnell als Fachkundiger ausgemacht, durfte (musste)dann die heiligen Bierhallen im Keller betreten. In der einen Ecke 5 Fässer, ich glaube Warsteiner war damals die Hausmarke, in der anderen Ecke wohl 20 Fässer Germania-Pils!
    Ob wir es damals hätten merken müssen? Ich weiß es nicht. War uns vermutlich damals auch egal. Es musste halt mit rein. In jungen Jahren war man gegen solche Angriffe sicherlich resistenter. Heute bekomme ich von solchem (Schädel)Bier nur noch Kopfschmerzen, obwohl die Menge in keinster Weise mehr zu vergleichen ist.
    Bedauerlich ist nur, dass der Kunde im Glauben, ein gutes Bier und damit im Einkauf auch ein teureres Bier zu bekommen, getäuscht wurde. Egal ob er es gemerkt hat oder nicht.

    Verbunden mit diesem Kommentar ein Gruß an alle ehrlichen Gastronomen. Geichzeitig auch eine Bitte an die Wirte mit einer, vielleicht heute noch auftretenden, wundersamen Bierwandlung, denen das Feld zu überlassen, die sich mit Wundern auskennen.

    Vielleicht den Politikern??? – bei denen wunder ich mich sowieso immer!

    • Klausbärbel10 sagte

      Bei den Biermarken ich nicht mitreden,
      aber bei der Politik kann ich das bestätigen.

      Wo sozial und christlich draufsteht, ist schon längst nicht mehr genügend SOZIAL und CHRISLTLICH drin.

      Und Kopfschmerzen sind hierbei noch die geringeren Begleiterscheinungen.

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