Konvertiten
30. August 2009
Der SPIEGELFECHTER, einer der angesagten Blogs in Deutschland, kommentiert die Entwicklung des deutschen Nachrichtenmagazins hin zu beeindruckender konservativer Beliebigkeit so:
“Wenn man den Niedergang des SPIEGELs an Personen festmachen will, so fallen immer wieder die Namen Claus Christian Malzahn, Henryk M. Broder, Gabor Steingart und Reinhard Mohr. Die Genannten haben vieles gemeinsam – sie waren früher einmal überzeugte Linke. Im Laufe der Zeit wurden sie jedoch zu Konvertiten, und nicht nur Innenminister Schäuble weiß, dass Konvertiten sich sehr häufig durch einen überbordenden Fanatismus auszeichnen. Die vier apokalyptischen Reiter des SPIEGELS gerieren sich heute als schärfste Kritiker der 68er-Bewegung, sozialdemokratischer Politik und allem, was auch nur ansatzweise im Ruf steht, irgendwie „links“ zu sein. Auch wenn sie die publizistische Speerspitze neokonservativer und neoliberaler Politik im deutschen Blätterwald sind, so haftet ihnen auch das Stigma des Versagens an…”
Irgendwann vor ein paar Jahren, hab ich das Magazin abbestellt und mich für DIE ZEIT entschieden. Was sonst noch zu den vier SPIEGEL-Machern pointiert gesagt werden muss, lesen Sie hier. Applaus, Jens Berger!

“… und mich für DIE ZEIT entschieden”.
So erging es mir mit der ZEIT. Seit der Hereinnahme Josef Joffe im Jahre 2001 als Chefredakteur wurde mir das Wochenendblatt mit zunehmender Dauer des Genusses verlustig. Dazu gesellten sich der große SPD-Psychoanalytiker Bernd Ulrich, der dann noch das seine dazu getan hat um endgültig dem Blatt adieu zu sagen. Von daher kann ich nur sagen vom Regen in die Traufe.