Tunnel

19. August 2007

Heute habe ich diesen Brief an Stadtbaurat Lisiecki -zur Kenntnis an OB Pott und Kulturamtsleiter Kruse- geschrieben:

Sehr geehrter Herr Stadtbaurat,
sehr geehrte Herren,

die Unterführung am Bahnhof sollte nach meiner Erinnerung in diesem Monat fertig gestellt sein. Seit Wochen ist allerdings nurmehr ein äußerst schleppender Bauablauf -von Baufortschritt kann man nicht sprechen- zu beobachten. Ich bitte Sie daher um Mitteilung, worauf die offenkundigen Verzögerungen zurückzuführen sind, was seitens der Stadt getan worden ist, die Fertigstellung zu beschleunigen, und wann der Tunnel fertig gestellt ist.
Ich rege in diesem Zusammenhang an, die Unterführung nach Theo Lingen zu benennen (zB „Theo-Lingen-Durchgang“ oder „Theo-Lingen-Tunnel“), der zwar in Hannover geboren wurde, als Künstlernamen aber den Namen der Geburtsstadt seines Vaters wählte und daher gemeinhin als Sohn Lingens betrachtet wird, wenn er auch „nur“ ein Enkel unserer Stadt ist. Nachdem die Hannoveraner uns in den 50er Jahren des 19. Jahrhunderts an dieser Stelle die „Königlichen Bahnhofswerkstätten“, das spätere EAW, errichteten, nachdem sie zuvor die Universität geschlossen und in Lingen (statt dessen ?) ua ein Gefängnis errichtet hatten, haben sie knapp 200 Jahre später mit ihrer Bereitschaft, hier eine Außenstelle der Fachhochschule (FH) Osnabrück zu eröffnen, sich wieder der akademischen Tradition Lingens erinnert. Weil der FH-Campus künftig in den EAW-Hallen sein wird, ist der Hannoveraner Theo Lingen daher ein guter Namenspatron für die Tunnelverbindung. Vielleicht kann auch in geeigneter Weise im Bahnhof- und Tunnelbereich auf den großen Enkel dieser Stadt hingewiesen werden?

Mit freundlichen Grüßen
Robert Koop

ps Nachdem die Lingener Institute der FH inzwischen offiziell „Department“ genannt werden, bitte ich allerdings sicherzustellen, dass die Unterführung bitte Tunnel und nicht etwa „Theo’s applied Tube“ oder so benannt wird. Das würde nämlich fast niemand verstehen…